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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
D. Die Wirtschaftlichkeit
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

228 
Die Wirtschaftlichkeit. 
V. Der Voranschlag (Budget). 
1. Wesen des Voranschlags. Die bisher betrachteten rechnungsmäßigen Mittel 
zur Gewährleistung der Wirtschaftlichkeit konnten das Ergebnis eines kürzeren 
oder längeren Zeitabschnitts lediglich rückblickend feststellen. Eür den Vollzug 
der Wirtschaft ist eigentlich von noch größerer Wichtigkeit, zu wissen, wie sich die 
zukünftige Entwicklung gestalten wird und wie man seine Maßnahmen einzurich 
ten hat, um den Erfolg des Wirtschaftens sioherzustellen. Zwar können die Er 
gebnisse der abgelaufenen Abschnitte wertvolle Anregungen und Aufschlüsse 
geben; aber sie beziehen sich immer auf die Vergangenheit. Der Wirtschafter 
braucht einen Plan, der eine Vorausschätzung des kommenden Betriebsablaufs auf 
Grund der Erfahrungen der Vergangenheit darstellt. Der Plan soll sich auf alle im 
Betriebe vorkommenden wert- und mengenmäßigen Bewegungen erstrecken und 
diese in geschätzten Zahlen enthalten. Als Endergebnis soll der Plan zeigen, ob 
nach Ablauf des Abschnitts ein Gewinn vorhanden sein wird oder nicht, d. h. ob 
die Wirtschaftlichkeit der Unternehmung gewahrt sein wird. Nach einem solchen 
Plan soll der Betrieb dann in der Weise arbeiten, daß keine Unausgeglichenheiten 
zwischen den einzelnen Betriebsgliedern auftreten, daß kostspielige Stockungen 
ausgeschlossen sind, kurz, daß hier gleichfalls der Gesichtspunkt der Wirtschaft 
lichkeit beachtet wird. Die Durchführung des Plans geht in der Weise vor sich, 
daß den einzelnen Abteilungen des Gesamtbetriebs ein sich aus dem Gesamtplan 
ergebender Teilplan übertragen wird, nach dessen Ziffern gearbeitet werden soll. 
Der einzelnen Abteilung wird also ihre Leistung und ihr Aufwand, den sie zur Er 
stellung der Leistung in Anspruch nehmen kann, vorgeschrieben. 
Aus dieser Vorgabe von Leistung und Aufwand hat die Rechnung im Ver 
gleich mit der Haushaltsrechnung der öffentlichen Hand ihren Namen erhalten: 
Budget-Rechnung. Ursprünglich gab die Haushaltsrechnung auch lediglich 
Richtlinien für die Einnahmen und Ausgaben nach Menge und Geld, erst später 
wurde sie ganz und gar auf die Geldrechnung umgestellt und hat als gesetzlicher 
Etat eine bindende Wirkung für die Verwaltung erhalten. Die enge Verwandt 
schaft zwischen öffentlicher Haushaltsrechnung und kaufmännischem Vor 
anschlag geht auch aus der Entstehungsgeschichte des letzteren hervor, der in den 
Vereinigten Staaten gleichzeitig mit der Einführung der Staats-Haushaltsrech 
nung einen starken Auftrieb erlebte. Es ist jedoch zu beachten, daß die Führung 
des Wirtschaftsbetriebes durch einen vorgefaßten Plan keine amerikanische Er 
findung ist: schon immer wurden die Wirtsohaftsbetriebe planmäßig geführt, wie 
überhaupt eine Wirtschaft ohne Plan nicht denkbar ist; der neue Gedanke der 
kaufmännischen Voranschlagsrechnung besteht nur darin, daß dieselbe systemvoll 
auf alle Gebiete des Wirtschaftsbetriebes ausgedehnt wird und daß die Ziffern der 
Budgetrechnung unmittelbar zur Betriebsanleitung verwandt werden. 
Durch den Vergleich der richtig aufgebauten Zahlen des Voranschlags mit den 
tatsächlichen Ergebnissen der Voranschlagsperiode ergibt sich eine wirkungsvolle 
Kontrollmöglichkeit. Ist der Voranschlag genügend fein aufgegliedert, so kann 
ohne Schwierigkeiten festgestellt werden, warum die Voranschlagszahlen nicht ein 
gehalten wurden und es kann für Abhilfe gesorgt werden. Eine allmähliche Steige 
rung der betrieblichen Wirtschaftlichkeit kann angeregt werden durch eine vor 
sichtige Steigerung der Vorgaben sowie durch eine Verkoppelung der Entlohnung 
mit der Einhaltung und Unterschreitung der Voranschlagsziffern in Form des 
sog. Prämien-Voranschlags (auf den unten noch näher eingegangen werden soll). 
Eine solche wissenschaftliche Betriebsführung, wie sie mit Hilfe des kauf 
männischen Voranschlags durchgeführt werden soll, ist nicht ohne Vorgänger. 
Man kann die Voranschlagsrechnung als geradlinige Fortsetzung der Bestrebungen 
Taylors ansehen: während Taylor versuchte, das „Wie“ des Betriebsablaufs
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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