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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
A. Die Grundlagen
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

Die Stoffe und Kräfte. 
23 
gebildet werden; vielleicht können sie trotzdem der Maschine nicht ihre volle Leistungsfähig 
keit abgewinnen, da deren Bedienung und restlose Beherrschung Fähigkeiten erfordert, die 
die eines durchschnittlichen Mitarbeiters übersteigen. 
Auch in niohtindustriellen Betrieben, in Warenhäusern, Banken und großen Verwaltungs 
gebäuden sind oft Maschinenanlagen für Transporte von Menschen und Gütern (Fahrstühle, 
Rolltreppen, Rohrposten, Transportbänder), für Beleuchtung, Belüftung, Beheizung u. a. 
anzuschaffen. Neben der Zweckmäßigkeit der technischen Anlage als solcher, ihrer Leistung, 
ihren Anschaffungs- und Betriebskosten stehen hier eigentlich mehr andere Erfordernisse im 
Vordergrund: die Schnelligkeit und Reibungslosigkeit des Verkehrs, die Zweckmäßigkeit der 
Beleuchtung im Hinblick auf Arbeitsfähigkeit, Aussehen der Ware oder Werbekraft für die 
Besucher. Dies entspricht ganz der Stellung, die diese Maschinen in den oben angeführten 
Wirtsohaftsbetrieben haben: sie stehen hier nicht im Mittelpunkt wie bei den Industriebetrie 
ben, sondern sie treten nur ergänzend hinzu, sie sollen die Hauptarbeit, die dort geleistet wird, 
wirksam unterstützen und erfolgreicher gestalten. 
Wenn auch für diese Fragen der Versorgung der Wirtschaftsbetriebe mit Werk 
zeugen und Maschinen sicherlich in erster Linie der Techniker zuständig ist, der 
die Konstruktion der Werkzeuge und Maschinen kennt und daher auch ihre Lei 
stungsfähigkeit am ehesten beurteilen kann, so muß doch auch der Wirtschafter 
selbst einiges von diesen Dingen verstehen, da er ja das Kapital auf bringen und 
dieses Kapital der kapitalistischen Grundrechnung zugrunde legen muß. Hier ist 
eine von den vielen Stellen, wo sich Wirtschaft und Technik gegenseitig im Be 
triebe durchdringen und es auf den richtigen Zusammenklang ankommt, wenn 
Fehlentscheidungen und Störungen vermieden werden sollen. Dieses Buch, das 
von der kaufmännischen Seite des Betriebes handelt, kann auf die technischen 
Dinge nicht in der Ausführlichkeit eingehen wie sie erforderlich sind, wenn in der 
Praxis die wichtigen Fragen nach der Gestaltung, Beschaffenheit, Beschaffung und 
Anordnung der sachlichen Hilfsmittel entschieden werden sollen. Wenn daher im 
nachfolgenden eine kurze (und nicht vollständige) Übersicht über die Stoffe und 
Kräfte gegeben wird, so geschieht das nur zu dem Zwecke, dem Leser (als Wirt 
schafter) einen Einblick in das umfangreiche und mannigfaltige Gebiet der Tech 
nik zu verschaffen, soweit es sich eben um die Stoffe und Kräfte handelt, die den 
Wirtschaftsbetrieben zur Erreichung ihres Zweckes: der Leistung zur Verfügung 
stehen. 
2. Die Stoffe. Die Entwicklung der Technik hat es mit sich gebracht, daß heute eine Fülle 
verschiedener Stoffe für den gleichen oder ähnlichen Zweck zur Verfügung stehen. Wer sich 
heute entschließt, dem Verbrauch ein bestimmtes Gut zur Verfügung zu stellen, muß sehr 
genau über die verschiedenen Möglichkeiten der Erstellung unterrichtet sein. In früheren 
Jahren war es wesentlich einfacher, sich auf dem Gebiete der Herstellung wirtschaftlicher 
Güter zu betätigen. Ob ein Schiff oder ein Wagen gebaut, ein Haus oder eine Brücke erstellt 
werden sollte, ein Gefäß, ein Werkzeug oder gar ein Apparat für irgendeinen Zweck not 
wendig war, immer griff man auf das Holz als Baustoff zurück und benutzte es gleichzeitig 
als Brennstoff für das im wesentlichen einzige, außer dem einfachen Schlag oder Druck be 
kannte technische Hilfsverfahren der mechanischen Herstellung: die Erhitzung. 
Mit der Kenntnis der Holzsorten — Bau-, Nutz- und Brennholz — ihrer Vor- und Nach 
behandlung und ihren Gefügeeigenschaften — Härte, Haltbarkeit, Biegefähigkeit — war 
häufig die Stoffkenntnis der früheren Fabrikanten erschöpft. Daneben spielten der Stein und 
die in recht einfacher Weise erschmolzenen Metalle eine Bolle; reichten die Härte- oder Dauer 
eigenschaften des Holzes nicht aus, so griff man zu Stein und zum Metall als Notbehelf. Auf 
diese Weise gelangte man ja letztlich zu den künstlich hergestellten oder zum mindesten nach 
Bedarf umgestofften (wie es Woldt nennt) Naturerzeugnissen. Das Holz muß großenteils ver 
wendet werden, wie die Natur es darbietet, und lange Zeit blieb dem Menschen im wesentlichen 
nichts anderes übrig, als je nach dem beabsichtigten Zweck ein härteres oder weicheres, ein 
biegsameres oder sprödes, ein gröberes oder feineres Holz zu suchen. 
Im Handel ist das Holz als Rundholz,Balken-, Kant- und Halbholz, als Bretter- und Boh 
lenware; die neuen Bestrebungen gehen dahin, zu einheitlichen Abmessungen zu gelangen. 
Daneben aber gehen die Bestrebungen, die natürlichen Eigenschaften des Holzes so zu verän 
dern, daß es jeweils allseitiger oder für besondere Zwecke verwendbar wird. Diese natürlichen 
Eigenschaften des Holzes, wie das Schwinden bei der Austrocknung, die Fäulnis, die Brenn 
barkeit werden mit mehr oder minder großem Erfolg für die verschiedenen Verwendungs 
bereiche zu beheben versucht. Durch künstliche Nachtrocknung und neuartige, wasserfeste
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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