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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
A. Die Grundlagen
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

32 
Die Grundlagen. 
rätig zu halten. Bei schwierigen Fällen ist man fast immer auf teure und langwierige Repa 
raturen durch Betriebsfremde angewiesen. 
Auch werden an die Maschinen besondere Anforderungen der Betriebssicherheit und 
Betriebsbereitschaft gestellt. Betriebssicherheit ist besonders erforderlich in Betrieben, 
bei denen eine ungestörte, fortdauernde Leistung lebenswichtig ist; das ist besonders im Berg 
bau und in Verkehrsbetrieben, aber auch in chemischen Betrieben, Kraftwerken u. a. der Fall, 
wo von einzelnen, oft großen Maschineneinheiten die ganze oder doch ein großer Teil der 
Betriebsleistung abhängt. Auch der Werkstättenkran, die Förderbrücke, die Kraftanlage sind 
solche Einheiten. Es dürfte jedoch wohl kaum eine Maschine geben, bei der eine unbedingte, 
volle Betriebssicherheit vorhanden ist. Als Ausweg wird der Weg der Reserveeinheiten 
gewählt. So haben die Kraftwerke regelmäßige Reservegeneratoren, die Bergwerke mehrere 
Schächte und Fördermaschinen, die Maschinenfabriken mehrere Kraftquellen (Dampf maschi- 
nen, Elektrizität), die Dampferzeugungsanlagen mehrere Pumpen mit verschiedenen Antriebs 
arten (Dampf, elektrischer Strom). Will man auf Reserveeinheiten, die Kosten ohne sichtbare 
Gegenleistung verursachen, verzichten, so muß die Auswahl der Maschinen verstärkt unter dem 
Gesichtspunkte der Betriebssicherheit vor sich gehen, was höhere Kosten verursacht. Ein 
anderer Ausweg ist der, daß die Betriebsgesamtleistung in mehrere kleinere Einheiten unter 
teilt wird, so daß das Ausfallrisiko abgegrenzt, allerdings der günstigste Wirkungsgrad herab 
gesetzt wird. So wird die Reserveeinheit eingespart. 
Fast jeder mittlere und größere Betrieb besitzt für die Pflege und Erhaltung der Ma 
schinenanlage eine Ausbesserungswerkstatt; in Kleinbetrieben ist zum mindesten ein 
besonders erfahrener Reparaturschlosser beschäftigt. Für die Instandhaltung und oft auch die 
eigene Anfertigung der Werkzeuge und Vorrichtungen ist die Werkzeugmaoherei vor 
handen. Beide Stellen arbeiten Hand in Hand und unabhängig von dem übrigen Betrieb mit 
der einzigen Aufgabe, eine jederzeitige volle Leistungsfähigkeit aller maschinellen Einrich 
tungen aufrechtzuerhalten. Oft sind besondere Fabrikvorrichtungsabteilungen geschaffen, 
welchen die Überwachung der für den Betriebsablauf notwendigen Einrichtungen obliegt. Von 
hier aus werden dann auch die etwa neu zu bestellenden maschinellen Anlagen und Werkzeuge 
aufgegeben, sofern nicht die Betriebsleitung oder die Unternehmungsleitung selbst sich die 
Anschaffung neuer Maschinen Vorbehalten hat. In chemischen Betrieben wie überhaupt in 
Anlagen, denen ein zusammenhängender Arbeitsverlauf zugrunde liegt — etwa Zellstoff 
fabriken, Kohlenzechen, Öl- oder Margarinefabriken — wird meist ein Stamm von leistungs 
fähigen Facharbeitern, die beim Bau der Anlagen mitgewirkt haben, im Werk zurückgehalten, 
um bei späteren Instandhaltungs- und Umstellungsarbeiten verfügbar zu sein. Die Verfolgung 
des technischen Fortschritts auf allen Gebieten durch Einsicht in Fachbücher und Fachzeit 
schriften sowie die Vornahme eigener Versuche ist bei allen diesen Arbeiten unerläßlich. 
Der Ankauf technischer Einrichtungen geht dabei oft unabhängig von der Einkaufs 
abteilung des Betriebes vor sich; die Entscheidung über den Ankauf der Arbeits- und Kraft 
maschinen fällt meist der Techniker, da nur er die notwendige Schulung und Erfahrung in 
dieser Frage besitzt und es gerade hierbei oft weniger auf den Preis als auf die Vollkommenheit 
der neuen Einrichtung ankommt. Daß auch hier der Kaufmann über die Abfassung der Be 
stellung, der Finanzmann über die Geldbeschaffung und die Unternehmungsleitung, über die 
Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit der Anschaffung überhaupt gefragt werden muß, ist 
selbstverständlich. 
Aber die Auswahl dieser Möglichkeiten und die Überwachung der Anlagen hat der Tech 
niker inne, indem er die Wirkungsgrade der Maschinen und Apparate vergleicht, neue Ver 
suche austellt, Verbesserungen anbringt, die Arbeitsweisen überprüft, neue Werkzeuge und 
Vorrichtungen einführt, Umstellungen vornimmt, die Entwicklung der Technik auf den 
jeweiligen Gebieten verfolgt, kurz: den technischen Betrieb in allen seinen Einzelheiten jeweils 
auf der Höhe der Zeit hält. Unterstützt wird der Techniker bei seinen Arbeiten durch die 
Normung, die heute alle Gebiete der technischen Stoffe, der Maschinen und Apparate umfaßt 
und vorwiegend die Abmessungen und Stoffeigenschaften der Einzel- und Ansehlußteile, aber 
auch Berechnungs- und Prüfungsunterlagen, Versuche u. a. betrifft. 
Um die Überwachung der Leistungsfähigkeit und der Verwendbarkeit sowie 
der Erneuerungs- und Ersatzbedürftigkeit zu ermöglichen, sind zunächst genaue 
Aufschreibungen mit allen Einzelheiten über die vorhandenen Maschinen not 
wendig. Diese werden meist auf sog. Maschinenkarten vorgenommen, die vom 
AWE. (Ausschuß für wirtschaftliche Fertigung) entworfen und weiterentwickelt 
worden sind. Sie dienen vor allem auch der Arbeitsführung, da nur so ein Über 
blick über die Besetzung der einzelnen Maschinen zu erlangen ist. Neben den 
kennzeichnenden Abmessungen enthält die Vorderseite der Karte meist eine Auf 
stellung der Zubehör- und Ersatzteile, Angaben über Baujahr, Lieferfirma, Stand-
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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