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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
B. Die Menschen im Betrieb
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

Das Entgelt. 
79 
stellte 1710 M fest; das 1914 von der Reichsversicberungsanstalt für Angestellte aus über 
1 Million Versiohenmgskarten ermittelte durchschnittliche Jahreseinkommen betrug dagegen 
1940 M. 
Die Verschiedenartigkeit der Erhebungen erschwert eine Beurteilung der Ziffern unge 
mein. Sowohl die Unterschiede im Lebensalter und Familienstand, als auch die nach Geschäfts 
zweigen, Gebieten (Großstadt—Land) und Tätigkeitsgruppen müssen Beachtung finden. 
Endlich spielt auch die Tatsache, daß bei den Erhebungen der Angestellten-Verbände von 
vornherein eine gewisse Auswahl schon durch die Yerbandszugehörigkeit und die Ausfüllung 
der Fragebogen stattfindet, eine wichtige Rolle. Bei den einigermaßen vergleichbaren Alters 
klassen von 20—25 und 25—30 Jahren der zuletzt genannten drei Erhebungen von 1903,1908 
und 1914 sind die Jahresdurohschnittsgehälter annähernd in gleicher Höhe ermittelt worden: 
1470 M in der Altersklasse von 20—25 Jahren, 2000 M in der Klasse von 26—30 Jahren. 
Aus den Ermittlungen des Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verbandes ging weiter her 
vor, daß 48% der erfaßten Personen bis 1500 M und 75% bis 2000 M jährlich verdienten. 
Für die Nachkriegszeit liegen zunächst nur die fortlaufenden Veröffentlichun 
gen der Angestellten Versicherung und der Tarifstatistiken vor, die jedoch neben 
den kaufmännischen auch die technischen Angestellten mit umfassen. Auch hier 
zeigt die erstere, daß über 60% der erfaßten Angestellten — im ganzen 1,9 Milli 
onen von den etwa 3 Millionen Personen -—• in den Klassen bis 2400 RM Jahres 
gehalt ihre Beiträge entrichteten; auch die Tarifstatistiken ergaben etwa das 
gleiche Bild. Insgesamt waren jedoch weder nach Alter und Familienstand, noch 
nach den örtlichen, betrieblichen und durch die verschiedenartige Tätigkeit be 
dingten Verhältnisse die erhaltenen Zahlen sonderlich aufschlußreich. Nach dem 
Kriege sind ebenso wie bei den Löhnen der Arbeiter die Gehälter der Angestellten 
zum größten Teil durch Tarifverträge zwischen den Verbänden der Arbeitgeber 
und der Angestellten geregelt worden. Auch diese weisen natürlich zwischen den 
Gewerbegruppen und den Vertragsgebieten des gleichen Gewerbes große Unter 
schiede auf. 
Für das Bankgewerbe in Berlin, wo die höchsten Sätze gelten, waren folgende 
Sätze gültig; (Siehe nebenstehende Tabelle.) 
Für verheiratete Angestellte Tarifliche Monatsgehälter männlicher, lediger kauf 
waren die Sätze je nach der Kin- männischer Angestellten im Bankgewerbe von Berlin 
derzahl höher; für Verheiratete (Sonderklasse) im 15. Berufsjahr (Endgehalt); 
J ahresdurchschü i tt 
Gruppe 
III 
II 
I 
1929 
414,70 
338,00 
261,25 
1930 
414,70 
338,00 
261,25 
1931 
389,85 
317,70 
246,50 
April 1932 
343,00 
279,60 
216,10 
April 1934 
343,00 
279,60 
216,10 
mit 1 Kind etwa um 13% (Gruppe 
III), 16% (Gruppe II) und 21% 
(Gruppe I). Über die Festlegung 
der Gruppen siehe oben S. 72. 
Für weibliche Angestellte sind 
im allgemeinen niedrigere Sätze 
maßgebend, die jedoch je nach 
der Gewerbe- oder Tätigkeits 
gruppe und auch örtlich ein ver 
schiedenes Maß der Abweichung zeigen. So sind etwa die Gehälter weiblicher 
Bankangestellten in Berlin in den Gruppen I und II um 5% niedriger, in der 
Gruppe III dagegen gleich hoch wie die der männlichen Angestellten, ein Ver 
hältnis, das nach Ortsgebieten gleich ist. (Im Einzelhandel sind die weiblichen 
Gehälter in Berlin um etwa 20%, in Breslau dagegen nur um etwa 11% niedriger 
als die ihrer männlichen Berufskameraden; dagegen liegen die Gehälter der glei 
chen Gruppen der Männer in Berlin um fast 14%, in Köln sogar um fast 20% 
höher als in Breslau.) 
Obwohl wegen der verschiedenen Einteilung nach Tätigkeitsgruppen zwischen 
den einzelnen Gewerbezweigen ein Vergleich kaum möglich ist, scheinen doch in 
der Textilindustrie, im Großhandel und in der Chemischen Industrie die Gehälter 
der kaufmännischen Angestellten am niedrigsten zu liegen. Verhältnismäßig hoch
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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