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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
B. Die Menschen im Betrieb
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

82 
Die Menschen im Betrieb. 
I 
werden kann. Dazu ist ferner notwendig, daß der Arbeitsgang selbst oder die 
einzelnen zu verrichtenden Arbeiten nicht nur genau bekannt, sondern auch für 
eine gewisse, längere Zeit, unverändert bestehen bleiben. 
Daher muß der Stücklohn überall da versagen, wo die Arbeiten häufig wech 
seln oder die Art der Ausführung mehr oder minder dem Ausführenden selbst 
überlassen bleibt, weil dann entweder die Geldsätze je Stück fortdauernd ver 
ändert werden müßten oder aber die Neben- und Einrichtungszeiten — die der 
festen Bemessung sehr viel schwerer zugänglich sind — zu groß würden. Ebenso 
muß der Stücklohn dort scheitern, wo die Arbeitszeit je Stück sehr unterschiedlich 
ist durch Umstände, die nicht in dem Arbeitenden begründet liegen. Das hat 
zu einem genauen Studium der Arbeitsvorgänge geführt, das heute fast zu einer 
eigenen Wissenschaft entwickelt worden und in Deutschland im „Reichsausschuß 
für Arbeitszeitermittlung“ (Refa) zusammengefaßt ist. Erst mit einer eingehen 
den Festlegung der Arbeitsvorgänge, die bis zur Beobachtung einzelner Hand 
griffe ging, wurde es möglich, den für diese Arbeit notwendigen Aufwand an Zeit 
festzustellen. Der Zeitnehmer wurde zu einer der wichtigsten Personen in der 
Werkstatt. 
Wesentlich erleichtert wird die Feststellung der Zeit natürlich dann, wenn die 
Bearbeitung der einzelnen Stücke mittels Maschinen erfolgen kann, da diese Ma 
schinen mit je nach dem Werkstoff bestimmten Umdrehungszahlen und Vor 
schubgeschwindigkeiten der Werkzeuge arbeiten. Die einfachen mechanischen 
Vorgänge, wie Bohren, Stanzen, Sägen, Walzen, sind dabei am leichtesten fest 
stellbar, während bei Dreh- und Fräsmaschinen infolge der vielfachen, oft ver 
wickelten Möglichkeiten verschiedener Geschwindigkeiten je nach der Beschaffen 
heit der Werkstücke und Werkzeuge nach Form und Werkstoff die Berechnung 
(ein Teilgebiet der sog. technischen Vorkalkulation) wesentlich schwieriger ist. 
Bei Arbeiten mit nur teilweiser Maschinenverwendung ist eine Rechnung vielfach 
nicht mehr möglich, sondern es muß nach Schätzungen auf Grund von Erfah 
rungswerten die Zeit festgestellt werden (Schneiderei, Tischlerei, Schlosserei). 
Doch ist dabei zu beachten, daß die reine Zeit der Maschinenarbeit oft nur 
gering ist gegenüber den erforderlichen Nebenzeiten, z. B. der Einrichtung von 
Werkzeug und Maschine, der etwa noch erforderlichen Handarbeitszeit, den Griff 
zeiten und sonstigen Verlustzeiten (etwa zum Schärfen der Werkzeuge usw.). 
Auch muß das Verhältnis zwischen den Vorarbeiten für die Festlegung des Ar 
beitsgangs sowie der Zeitnahme und den zu fertigenden Stückzahlen lohnend sein; 
für einzelne oder wenige Stücke sind diese teuren Vorarbeiten niemals wirtschaft 
lich, da es dann oft billiger ist, diese Vorarbeiten zu sparen, selbst wenn die Her 
stellung an sich dadurch kostspieliger bleiben würde. Daher behilft man sich in 
solchen Fällen meist mit rohen Schätzungen, die auf der Sammlung von Erfah 
rungswerten oder dem Vergleich mit früheren, ähnlichen Arbeiten beruhen. Selbst 
bei der Reihen- und Massenfertigung wird die Zeit durchaus nicht immer für alle 
Teilarbeiten genau festgestellt; auch hier werden nur die wichtigsten oder häufig 
vorkommenden Arbeiten herausgegriffen und der Rest geschätzt. Erst bei der 
Fließfertigung — für die allerdings die Bedeutung des Stücklohns abnimmt — 
ist eine bis ins einzelne gehende Untersuchung sämtlicher Arbeitsvorgänge und 
ihre Festlegung notwendig, für die wiederum der gesamte Fertigungsplan vor 
liegen muß. Oft müssen sogar Bewegungsstudien hinzukommen, da die einzelnen 
Arbeitstakte, auf welchen die fließende Fertigung beruht, nur schwer aufeinander 
abzustimmen sind. 
Obwohl der Stücklohn an sich als die gerechteste Art der Entlohnung an 
zusehen ist, da er eine unmittelbare Verkoppelung der Leistung mit dem ge 
zahlten Entgelt darstellt, zeigt sich also, daß seine Durchführung in der Praxis
	        

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Leben Und Lehre Des Buddha. Druck und Verlag von B.G. Teubner, 1910.
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