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Wie Deutschland seine Schulden bezahlen kann!

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Bibliographic data

fullscreen: Wie Deutschland seine Schulden bezahlen kann!

Monograph

Identifikator:
1014015472
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-24472
Document type:
Monograph
Author:
Ladendorf, Friedrich
Title:
Wie Deutschland seine Schulden bezahlen kann!
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag Otto Elsner Verlagsgesellschaft m.b.H
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (64 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
2. Teil. Kritik des geltenden Steuerwesens
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wie Deutschland seine Schulden bezahlen kann!
  • Title page
  • Contents
  • 1. Teil. Allgemeine Grundsätze der Steuerpolitik
  • 2. Teil. Kritik des geltenden Steuerwesens
  • 3. Teil. Das neue System
  • 4. Teil. Zusammenfassende Kritik des neuen Systems

Full text

32 
Zusammenbruch unseres Wirtschaftssystems nicht in Anspruch genommen 
werden. Das bare Geld kann auch nicht zu heftig entzogen werden, 
denn es ist als Blut des Wirtschaftskörpers unentbehrlich. Immerhin 
ist hier eine mäßige Beschlagnahme möglich, da es ja dem Wirtschafts 
körper sofort durch die laufenden Staatszahlungen wieder zugeführt 
wird. Das gleiche gilt für Wertpapiere, die zur Zahlung größerer 
Staatsausgaben benutzt werden können. Hieraus ergibt sich, daß nur 
der Teil des Volksvermögens durch eine Konfiskationssteuer erfaßt 
werden kaun, der im Sinne des Zahlungsverkehrs beweglich ist und 
somit fiüssiges Kapital darstellt, also Papiernoten und Wertpapiere. 
Das aber ist nur ein kleiner Teil des gesamten Volksvermögens, 
denn den weitaus größten Teil haben die Volksmitglieder als sach 
lichen Besitz, ohne daß er in Form von Wertpapieren eingefangen ist. 
Wir haben also erstens die Tatsache ermittelt, daß unser 
gegenwärtiges Steuersystem nicht ergiebig genug ist, und zweitens 
auch die Gründe dafür, warum es so ist, und bei der Verkehrtheit 
des Systems so sein muß. Das legt den Gedanken nahe, auf den 
auch die Regierung gekommen ist und den sie jetzt ausgestalten will, 
das gegenwärtige Steuersystem zu größerer Ergiebigkeit zu bringen. 
Ein gutes Steuerwesen muß — das ist der zweite steuerliche Grund 
satz der Finanzwirtschaft — hierzu ohne Schwierigkeit gebracht werden 
können. Wie steht es nun betreffs dieses Punktes mit unserm der 
zeitigen Steuerwesen? Hier muß festgestellt werden, daß auch hierin 
unser geltendes Steuerwesen versagt; man denke sich z. B. die praktische 
Durchführung des an sich ja naheliegenden Gedankens, die Steuersätze 
allgemein und gleichmäßig zu erhöhen. Ungeahnte Wirtschaftskämpfe 
und wahrscheinlich die völlige Zerrüttung unseres Wirtschaftslebens 
würden die Folge sein. Mit einer einfachen Erhöhung der Aus 
gestaltung des gegenwärtigen Steuerwesens ist es also nichts, dazu 
verstößt dieses, wie dargelegt, zu sehr gegen die steuerlichen Grund 
sätze der Gerechtigkeit, der Volkswirtschaft und, was praktisch zunächst 
ins Gewicht fällt, der Finanzwirtschast. 
3. Teil. 
Das neue System. 
Gegenüber diesen offenbaren Mängeln der gegenwärtigen Steuer 
methoden glaube ich einen Vorschlag machen zu können, der zwar in 
die Entwicklung des Steuerwesens eine radikale Umwälzung bringen
	        

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Wie Deutschland Seine Schulden Bezahlen Kann! Verlag Otto Elsner Verlagsgesellschaft m.b.H, 1921.
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