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Wie Deutschland seine Schulden bezahlen kann!

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Bibliographic data

fullscreen: Wie Deutschland seine Schulden bezahlen kann!

Monograph

Identifikator:
1014015472
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-24472
Document type:
Monograph
Author:
Ladendorf, Friedrich
Title:
Wie Deutschland seine Schulden bezahlen kann!
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag Otto Elsner Verlagsgesellschaft m.b.H
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (64 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
3. Teil. Das neue System
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wie Deutschland seine Schulden bezahlen kann!
  • Title page
  • Contents
  • 1. Teil. Allgemeine Grundsätze der Steuerpolitik
  • 2. Teil. Kritik des geltenden Steuerwesens
  • 3. Teil. Das neue System
  • 4. Teil. Zusammenfassende Kritik des neuen Systems

Full text

36 
lasten damit vergleicht; man denke nur an das obige Beispiel: 
Bei 100 000 M. Vermögen nur 600 M. Steuer! Ich bin der 
festen Überzeugung, daß bei einer für den einzelnen derartig geringen 
Steuerbelastung die Gesamtheit der Steuerpflichtigen sehr bald und 
sehr leicht sich für den Gedanken der Vermögenshaftsteuer gewinnen 
lassen wird. Im übrigen möchte ich hier darauf hinweisen, daß 
meine Idee bei dem Reichsuotopfer, das in 30, jetzt in 10 Jahren 
gezahlt werden kann, in einem gewissen Sinne schon berücksichtigt 
worden ist, nur mit dem Unterschiede, daß die Vermögenshaftsteuer 
wirklich sämtlichen Besitz ohne Ausnahme zu den Tages 
werten heranzieht und es sich um eine jährliche Wiederholung 
handelt, die in gleichmäßig gerechter Weise auch alle in Zukunft 
entstehenden neuen Vermögen erfaßt, dagegen in ebenso ge 
rechter Weise Personen, die inzwischen ihr Vermögen teilweise ver 
loren haben, durch Steuerherabsetzung schützt. 
Die technische Durchführung der Vermögenshaftsteuer hat vor 
allem die Frage der Steuererhebung zum Gegenstände. Auch das 
dürfte m. E. kaum Schwierigkeiten machen. Es muß hier der Grund 
satz zunächst und hauptsächlich der Selbsteinschätzung Anwendung 
finden, die dann ja erforderlichenfalls durch Schätzungen dritter oder, 
noch besser, Sachverständiger ergänzt und nachgeprüft werden kann; 
auf diese Weise wird man den Gefahren der Selbsteinschätzung 
wirksam begegnen. 
Selbstverständlich würde sich die Selbsteinschätzung nicht nur auf 
alles dem Erwerb dienende, sondern auch auf alles private Besitztum, 
wie z. B. Luxusgegenstände, kostspielige Wohnungseinrichtungen, Ju 
welen, wertvolle Sammlungen und bergt, zu beziehen haben. Die Ent 
gegnung, daß dies alles totes Kapital sei, das keine Zinsen bringt, ist nicht 
berechtigt. Wenn jemand beispielsweise von früher her eine Wohnungs 
einrichtung von fünf Zimmernbesitzt,die heute einen WertvonlOOOOOM. 
hat, so muß ihm absolut klar sein, daß auf diesem Besitz zum zehnten 
oder entsprechenden Teil die Staatsschulden ruhen. Er ist also ver 
pflichtet, den zehnten Teil, also 10 000 M-, mit 6 Prozent an den 
Staat zu verzinsen und zu amortisieren, d. h. also 600 M. Vermögens 
haftsteuer jährlich zu entrichten. Sollte er dies nicht können oder 
nicht wollen, so kann er ja ein Zimmer für 20 000 M. verkaufen 
und diese Summe in fünfprozentiger Staatsanleihe anlegen, so daß 
er dadurch eine Einnahme von 1000 M. jährlich hat. Er könnte
	        

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Wie Deutschland Seine Schulden Bezahlen Kann! Verlag Otto Elsner Verlagsgesellschaft m.b.H, 1921.
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