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Über asiatische Wechselkurse

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Bibliographic data

fullscreen: Über asiatische Wechselkurse

Monograph

Identifikator:
1014023343
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-24453
Document type:
Monograph
Author:
Mahlberg, Walter http://d-nb.info/gnd/101605218
Title:
Über asiatische Wechselkurse
Edition:
2. (Titel-) Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Glöckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (138 Seiten, 6 ungezählte Faltblätter)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Allgemeiner Teil
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
  • Viertes Buch. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen lebens im ganzen
  • Index

Full text

949) Beurteilung der Krisen, die Veränderung ihres Wesens. 491 
Der periodische Wechsel der Konjunkturen, wie er jetzt seit 2— 8 Jahrhunderten 
besteht, wird ficher in absehbarer Zeit nicht ganz aujhören. Massenpsychische und ge— 
schäftlich technische Ursachen erzeugen ihn. Schon Marx wies darauf hin, daß die Um— 
schlagsdauer des fixen Kapitales die Wiederkehr bedinge. Man könnte auch sagen, die 
Zeit, innerhalb welcher das Bedürfnis großer Produktionsausdehnung erst gefühlt, durch 
die Preislage dann angeregt wird, innerhalb welcher dann die Ausführung der Fort— 
schritte möglich ist, die meist längeren Epochen, welche für eine Umstimmung und Um— 
bildung der Marktmeinung und des Preisstandes notwendig sind, erzeugten die 2—5- 
jährigen Aufschwungs- und die ebensolangen Depressionsperioden. Die Gesellschaft er— 
hält in jedem solchen Cyklus eine neue materielle Wirtschaftsgrundlage; dazu gehört 
eine Arbeit von Jahren. Das Tempo der Periodicität im einzelnen wird von den 
Erfindungen, der Weltmarktsausdehnung, der Kapitalansammlung, den politischen und 
wirtschaftlichen Neuerungen bestimmt werden und wechseln. Im ganzen sind die Epochen 
eher länger, die Krisen seltener geworden. Daß der Wechsel ganz aufhörte, können wir 
uns heute nur denken, wenn wir annehmen, es werde kein technischer Fortschritt, keine 
Bevölkerungszunahme mehr stattfinden, der Weltmarkt habe seine letzte Ausbildung er— 
halten. Dann gäbe es aber auch keine erhebliche Entwickelung mehr. 
Dabei wird man aber, wie schon erwähnt, nicht behaußten können, die Schwan—⸗ 
kungen und Krisen seien genau dieselben geblieben. Auf die große Verschiedenheit der 
älteren Stockungen und der neueren Krisen haben wir schon zu Eingang des Para— 
graphen hingewiesen. Seit 1650 bis heute sind die an den neueren Verkehrsmecha— 
nismus geknüpften Auf- und Niedergangsbewegungen aus mehr lokalen immer mehr 
nationale und weltwirtschaftliche geworden; aus der Stockung einzelner Gewerbe 
wurden die vieler, ja der Mehrzahl der Produktionszweige. Mit der zunehmenden 
Arbeitsteilung und Weltwirtschaft, mit der größeren Kompliziertheit der Zahlungs- und 
Kreditorganisation trat eine raschere und weitere Ausbreitung der Störungsgefühle und 
der direkten wirtschaftlichen Störungsursachen ein. Andererseils wird man sagen können, 
daß die sich ausdehnenden Wellen weniger hoch waren, daß die Stöße sich zeitlich und 
örtlich viel mehr verteilten. 
Die mit der Haufsse und der Krise sich zeigenden Mißbräuche, Schwindel, Agiotage, 
hlinde Preistreiberei waren im 18. Jahrhundert größer als im 19.; das gewinnjüchtige 
Uberspannen, des Kredites war bis 1860 viel' schlimmer als seither; die Gründer— 
mißbräuche sind bis 1878 in Europa gewachsen, sie haben seither abgenommen. 
Wenn die dunklen Seiten der ganzen Erscheinung zusammenhängen mit dem 
Verblassen religiöser und fittlicher Gebuündenheit der Völker und besouders bestimmter 
Berufskreise, wenn die Ausbildung eines schrankenlosen Erwerbstriebes, einer skrupellosen 
Habsucht die Krisen teilweise erst möglich gemacht und jedenfalls sie in ihrer häßlichen 
Seite gesteigert hat, so werden wir begreifen, daß sie in den Ländern am stärksten 
waren, wo diese Wandlung sich am frühesten und intensivsten vollzogen hat. Gewisse 
Kolonialgebiete und junge Volkswirtschaften hatten mit ihrem Riesenwachstum und 
ihrer Neuheit und Ungebundenheit auch die stärksten und schwindelhaftesten Krisen. 
Man wird vielleicht annehmen können, daß von dieser psychisch-moralischen Um bildung 
aus im alten Europa da und dort noch Steigerungen möglich seien. Aber andererseits 
haben auch starke Gegenbewegungen längst begonnen. Wir kommen gleich näher auf 
sie. Jedenfalls haben die Socialisten, die nur die vamyyrartige Kapitalistenhabsucht 
kennen, so wenig Recht wie die banausischen Handelskammersekretäre und Gelehrten 
bürgerlicher Art, welche so gerne der Socialethiker spotten und die immergleiche Gewinn— 
sucht in der Ausnützung jeder Konjunktur als ein unwandelbares Gesetz der Geschäfts— 
welt, der kapitalistischen Produktion bezeichnen. Als ob psychische Faktoren, die in 
relativ engen Kreisen unter ganz bestimmten gesellschaftlichen und rechtlichen Voraus— 
setzungen seit zwei Jahrhunderten entstanden sind, unverrückbare Elemente wären. Beide 
Arten von Schriftstellern zeigen nur ihr geringes Maß historischer Kenntnisse. 
Die Behauptung mancher Socialisten, die Krisen seien siets größer, zumal für 
den Arbeiterstand härler geworden, entbehrt der Begründung. Gewiß sind einige der
	        

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Die Kaufkraft Des Geldes. Druck und Verlag von Georg Reimer, 1916.
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