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Gleichberechtigung von Kapital und Arbeit

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Bibliographic data

fullscreen: Gleichberechtigung von Kapital und Arbeit

Monograph

Identifikator:
1014334349
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-41140
Document type:
Monograph
Author:
Piechottka, Erwin
Title:
Gleichberechtigung von Kapital und Arbeit
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Hans Robert Engelmann
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (64 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Unter dem Druck der Reparationen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gleichberechtigung von Kapital und Arbeit
  • Title page
  • Die deutsche Wirtschaft am Scheidewege
  • Die Arbeit als Werteinlage
  • Der Sozialindividualismus in der Wirtschaft
  • Die Kapitalisierung der Arbeit
  • Die Arbeitsaktie
  • Der Arbeiter als Mitunternehmer
  • Ausführungsmöglichkeiten
  • Die Beteiligungssysteme
  • Unter dem Druck der Reparationen
  • Die Steueraktie
  • Entstaatlichung von Post und Eisenbahn
  • Ausblick

Full text

51 
4* 
ob auch mit der notwendigen Sparsamkeit vorgegangen wird, was 
keineswegs ohne weiteres glaubhaft erscheint. Neue Lohn- und 
Gehaltserhöhungen, die von der Regierung aus vorgenommen 
werden, verschieben außerdem noch die Etatszahlen zuungunsten. 
Die außerordentlich schwere Belastung des Verbrauches kann auch 
nur Warenverteuerung und damit weitere Lohnerhöhungen herauf 
beschwören, die berüchtigte Schraube ohne Ende macht schon 
wieder gewaltige Umdrehungen. Die Entschuldigung der Regierung 
muß man bis zu einem gewissen Grade gelten lassen, die Deckung 
der Ausgaben, die möglichste Deckung muß hergenommen werden, 
wo überhaupt etwas erfaßt werden kann. Die riesigen Vermögens 
steuern mit den — nennen wir es — Reparationszuschlägen sind 
ebenfalls nicht unbedenklich, da die Produktion dadurch gelähmt 
wird, und in der Heranziehung ausländischen Kapitals in die 
deutsche Wirtschaft muß man äußerste Vorsicht walten lassen, 
damit die sogenannte Überfremdung trotz aller „Entgiftung“, 
die man vornehmen will, nicht zu einer wirklichen Überfremdung 
führt. 
Der Schwierigkeiten sind so viele, daß man sich ernstlich nach 
anderen Möglichkeiten umsehen muß, um wirklich das Loch im 
Etat stopfen zu können. Gibt es denn wirklich keinen Ausweg ? 
Wenn wir danach suchen, so müssen wir in erster Linie in Betracht 
ziehen, worauf es denn jetzt eigentlich ankommt. Erstens muß 
das Reich Geld, sehr sehr viel Geld auf einmal und mög 
lichst schnell in die Hand bekommen, und zweitens 
dürfen dadurch nicht die Quellen zum Versiegen gebracht 
werden, die dauernd weiter die notwendigen ungeheuren 
Beiträge zur Reparation und für die Staats- und Volks 
bedürfnisse liefern sollen. Bei der erschöpfenden Ausbeutung 
aller Steuerquellen kann die schleunige und umfangreiche Be 
schaffung großer Geldmittel leicht zur Folge haben, daß die laufen 
den Steuererträge überanstrengt werden, daß aus den noch ver 
bleibenden volkswirtschaftlichen Werten in absehbarer Zukunft 
nichts mehr herausgepreßt werden kann. Hat nun die Regierung 
das Mittel gefunden, das eine zu tun und das andere nicht damit 
zu vernichten ? Ich glaube, sie ist auf einem guten Wege dazu. 
Wenigstens sind Ansätze vorhanden, die, weiter ausgebaut, immer 
hin eine Möglichkeit erschließen könnten. Ich meine hier die 
Kapitalisierung der Körperschaftssteuer durch Anforderung von 
Genußscheinen der dieser Steuer unterliegenden Gesellschaften. Es 
ist bisher nur ein Ansatz zu einer wirklichen Steuerreform, dessen
	        

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Gleichberechtigung von Kapital Und Arbeit. Verlag von Hans Robert Engelmann, 1921.
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