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Gleichberechtigung von Kapital und Arbeit

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Bibliographic data

fullscreen: Gleichberechtigung von Kapital und Arbeit

Monograph

Identifikator:
1014334349
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-41140
Document type:
Monograph
Author:
Piechottka, Erwin
Title:
Gleichberechtigung von Kapital und Arbeit
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Hans Robert Engelmann
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (64 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Ausblick
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gleichberechtigung von Kapital und Arbeit
  • Title page
  • Die deutsche Wirtschaft am Scheidewege
  • Die Arbeit als Werteinlage
  • Der Sozialindividualismus in der Wirtschaft
  • Die Kapitalisierung der Arbeit
  • Die Arbeitsaktie
  • Der Arbeiter als Mitunternehmer
  • Ausführungsmöglichkeiten
  • Die Beteiligungssysteme
  • Unter dem Druck der Reparationen
  • Die Steueraktie
  • Entstaatlichung von Post und Eisenbahn
  • Ausblick

Full text

63 
Volksvermögens wieder auf füllen können, so daß sie einen 
freieren Ausblick in die Zukunft ermöglichen. Gewiß wird es kein 
leichtes sein, im deutschen Lande jedem einzelnen die freie Existenz 
zu schaffen, die unter normalen Umständen möglich wäre, und bis 
zu allgemein normaleren Zuständen werden auch die Auswirkungen 
der neuen Wirtschaft sich nicht so bemerkbar machen, daß der 
materielle Nutzen handgreiflich wird. Die Zukunft des deutschen 
Volkes ist schwer und trübe auf jeden Fall. Auch mit dem voll 
kommensten Wirtschaftssystem kann man keine Wunder erreichen. 
Wie aber würde es aussehen, wenn man die Neuordnung der Wirt 
schaft unterließe, und wenn man den sozialen Kampf bei den gegen 
wärtigen und zukünftigen Ansprüchen an die Wirtschaft verewigen 
wohte ? Das deutsche Volk hat unter den sozialen Erschütterungen 
seit der Revolution unsäglich gelitten. Ihnen verdankt es die 
Teuerung und den wirtschaftlichen Niedergang, der sich in der 
Valuta ausdrückt. Nur durch Arbeit kann geholfen werden, aber 
es hegt nicht an dem Arbeiter allein. Wie soll Arbeitslust und 
Arbeitsfreudigkeit und Arbeitseifer gehoben werden, wenn an den 
Erträgen der Arbeit der Arbeiter keinen Teil hat, wenn Mehr 
erträge nur ein Reparationsgewinnlertum begünstigen, und 
das ist so lange der Fall, als man dem Arbeiter nicht seinen Anteil 
am Betriebsgewinn gewährt. Die Umstellung der deutschen 
Wirtschaft zu den Reparationsleistungen, die einen erhöhten 
Kräfteeinsatz jeder Arbeit verlangen, bedingt deshalb, daß der 
Arbeiter mit dem Unternehmer gleichberechtigt wird. 
Die Regierung hat zugesagt, daß sie ein Reparationsgewinnlertum 
unterbinden will. Wenn diese Zusage ehrhch gemeint ist, dann 
muß sie auch gegenüber den Arbeitern erfüllt werden, von deren 
erhöhten Leistungen letzten Endes alles abhängt. Die ganze Zu 
kunft des deutschen Volkes ist ein Arbeitsproblem. Um so 
notwendiger, ist es, dem arbeitenden Menschen die Arbeit möglichst 
zu erleichtern, vor allen Dingen aber nicht zu erschweren, 
und das geschieht in dem gegenwärtigen Wirtschaftssystem, in 
dem der Kapitalismus wahre Orgien der Allmacht feiert und in 
dem Trusts und Konzerne geradezu Souveränität genießen gegen 
über Millionen von arbeitenden Menschen. Daß diese, und muß 
es sein, durch alleräußersten Kampf zur Freiheit sich hindurch 
ringen werden, das muß jedem klar sein, der die aufsteigende Linie 
der sozialen Entwicklung sich vergegenwärtigt. Der Arbeiter ist 
in Erkennung des volkswirtschaftlichen Wertes des Kapitals bereit, 
diesem den Besitz und die sich daraus ergebenden Rechte zu garan
	        

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Gleichberechtigung von Kapital Und Arbeit. Verlag von Hans Robert Engelmann, 1921.
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