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Das Minenwesen in Argentinien

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Bibliographic data

fullscreen: Das Minenwesen in Argentinien

Monograph

Identifikator:
1014451132
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-29111
Document type:
Monograph
Author:
Hauthal, Rudolf http://d-nb.info/gnd/116549769
Title:
Das Minenwesen in Argentinien
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Süd- und Mittel-Amerika-Verlag G.m.b.H.
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (27 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Das Minenwesen in Argentinien
  • Title page

Full text

9 
spieligen, Folgen wirklich gute Minen jetzt noch zu leiden 
haben (s. z. B. im Famatinagebiet). 
Ein fernerer Übelstand, der, wie es scheint, leider 
auch in den natürlichen Verhältnissen begründet ist, ist der, 
daß es in den hauptsächlichsten Minengebieten Argen 
tiniens an Brennmaterial fehlt. Gerade in den minen 
reichsten Gegenden des nördlichen Argentinien sind die 
wenigen Wälder, welche vorhanden waren, verbraucht, 
die so eifrig gesuchte Steinkohle ist in abbauwürdiger 
Menge bisher nicht gefunden, so daß die Erze nicht 
verhüttet werden können. Das ist ein sehr großer Übel 
stand, denn die Erze müssen in roh aufbereitetem Zu 
stande nach Europa verschickt werden, wodurch sich die 
Kosten des Rohmaterials bedeutend verteuern. Selbst so 
anerkannt gute Minen, wie z. B. diejenigen von Para- 
millo de Uspallata in der Provinz Mendoza, welche, 
so lange Holz vorhanden war, mit gutem Erfolge betrieben 
wurden, sind jetzt, da das Brennmaterial erschöpft ist, 
zum Erliegen gekommen. Wenn schon auf Minen, die 
wie die letztgenannten, verhältnismäßig nahe bei einer 
Eisenbahn liegen, das Fehlen von Brennmaterial einen 
so verhängnisvollen Einfluß hat, so ist es leicht einzu 
sehen, daß Minen, die weit von der Eisenbahn entfernt, 
weit im Innern des Gebirges liegen, noch viel schwerer 
unter dem eben erwähnten Mangel zu leiden haben, und 
es wird verständlich, daß bei dem Minenwesen Argen 
tiniens von einem Aufschwünge eigentlich nicht geredet 
werden kann. Tröstlich ist dabei, daß, wie wir gesehen, 
manche der hemmend auf die Entwicklung des Minenwesens 
einwirkenden Übelstände derartig sind, daß sie beseitigt 
werden können, und gerade hier muß ich es mit Genug 
tuung hervorheben, daß die argentinische Regierung mit 
Eifer und Erfolg bestrebt ist, hier Besserung zu schaffen. 
Seit etwa 8 Jahren, seit dem der Mineningenieur Herrmitte 
die Leitung des Minenwesens übernommen hat und 
überall da reinigend und sanierend eingreift, wo es sich 
um Verhältnisse handelt, die auf dem Verwaltungswege 
gebessert werden können, ist ein bedeutender Umschwung 
zum Bessern bemerkbar geworden. Die natürlichen Ver
	        

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Das Minenwesen in Argentinien. Süd- und Mittel-Amerika-Verlag G.m.b.H., 1912.
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