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Die deutsche Zigarettenindustrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Zigarettenindustrie

Monograph

Identifikator:
1015073387
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25611
Document type:
Monograph
Author:
Schmalenbach, Eugen http://d-nb.info/gnd/118608452
Title:
Selbstkostenrechnung und Preispolitik
Edition:
6., erweiterte Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1934
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 300 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil: Selbstkostenrechnung
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Zigarettenindustrie
  • Title page
  • Contents
  • I. Abschnitt. Die Entwicklung der deutschen Zigarettenindustrie bis zur Gegenwart
  • II. Abschnitt. Der Zigarettentabak
  • III. Abschnitt. Die Zigarettenfabrikation
  • IV. Abschnitt. Die Absatzverhältnisse
  • V. Abschnitt. Die Arbeiterverhältnisse
  • Ergebnisse

Full text

72 
Man schlug hier also dasselbe Verfahren ein, wie seinerzeit') der 
erste Dresdener Großbetrieb, die Kompagnie Laferme, die sich auch 
eine Schar geübter Arbeiter aus Rußland kommen ließ, da in 
Dresden damals noch so gut wie gar keine Zigarettenarbeiter zu 
finden waren. 
Während sich nun in Dresden schon lange ein fester, orts 
ansässiger Arbeiterstamm gebildet hat, der aus deutschen, von 
jenen Russen angelernten Arbeiterinnen und jetzt schon wieder 
aus deren Abkömmlingen und Schülerinnen besteht, hat die junge 
Berliner Industrie in der kurzen Zeit ihres Bestehens noch keinen 
ausreichenden, eigenen Arbeiterstamm schaffen können. Sie ist 
deshalb bis zu einem gewissen Grade noch immer auf die aus 
ländischen Arbeiter angewiesen. 
Bis vor wenigen Jahren war es in Berlin übrigens ziemlich 
schwer, junge Mädchen zur Ausbildung als Zigarettenmacherinnen 
zu gewinnen. So schrieben die Ältesten der Kaufmannschaft von 
Berlin noch vor einigen Jahren: „Die Zigarettenindustrie, speziell 
in Berlin, ist zu jung, als daß sich die eine Beschäftigung suchen 
den jungen Mädchen mit dem Gedanken vertraut machen könnten, 
das Zigarettenmachen zu erlernen 1 2 ).“ 
Es ist deshalb nicht verwunderlich, daß bis vor kurzem (bis 
Ende 1907 etwa) ein andauernder Mangel an gelernten Zigaretten 
arbeitern in Berlin bestand. 
Behoben worden ist dieser erst in jüngster Zeit, teils, weil 
nach und nach doch eine größere Schar von Zigarettenarbeiterinnen 
herangebildet worden ist, teils, und dies ist der Hauptgrund, weil 
in der allerletzten Zeit die Berliner Großfabrikanten, wie schon er 
wähnt, immer mehr zur Maschinenanfertigung der Zigaretten über 
gegangen sind und somit eine größere Anzahl von gelernten 
Zigarettenarbeitern entbehrlich geworden ist. Es sei hierfür nur 
ein Beispiel angeführt: Die in Berlin-Pankow etablierte Firma Gar- 
baty beschäftigte bis 1906/7 etwa vierhundert Zigaretten-PIandarbeiter 
und -Handarbeiterinnen; jetzt hat sie dagegen vier Zigaretten 
maschinen aufgestellt und beschäftigt mit Zigarettendrehen nur noch 
hundertundachtzig bis zweihundert Personen 3 ). Ihre Produktion ist 
dabei heute bedeutend größer als früher. 
1) Vergl. Seite 5. 
2) Berliner Jahrbuch für Handel und Industrie 1907, II, Seite 123. 
3) Vergl. Tabakarbeiter, Jahrgang 1909, No. 4 (Bericht über den Tabak 
arbeiter-Kongreß zu Berlin am 18./20. Januar 1909).
	        

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The Constitution of Canada. Univ. Press, 1889.
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