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Geburtenrückgang u. Sozialreform

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Bibliographic data

fullscreen: Geburtenrückgang u. Sozialreform

Monograph

Identifikator:
1015153682
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-160573
Document type:
Monograph
Author:
Hitze, Franz http://d-nb.info/gnd/118705288
Title:
Geburtenrückgang u. Sozialreform
Place of publication:
M.-Gladbach
Publisher:
Volksvereins-Verl.
Year of publication:
1922
Scope:
244 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Geburtenrückgang u. Sozialreform
  • Title page
  • Contents

Full text

30 Hige, Geburtenrücdgang und Sozialreform 
darf nicht, wie es bisher leider in viel zu weiten Umfang üblich war, jolche 
Forderungen Kalt und überlegen ablehnen — er trägt eine {were fittliche 
und nationale Verantwortung. 
Die ganze Sffentlidhe Meinung, das fittlide Voltsbewußtjein muß 
in der gleidhen Richtung beeinflußt werden. CS muß zu einem felten Beftand- 
‚eil der öffentliden Sitte werden, daß die Frau nur dem eignen Heim zu 
yienen hat. Auf dem Standesamt oder vom Pfarrer follte dem jungen 
Raar eine ent]prehende gedruckte Mahnung mitgegeben werden; fie würde 
nn Ddiefem ANugenblide, wo die Herzen noch empfänglicher find, vielleicht 
nrattijh mehr wirken als [päter die {Hönfte Belehrung über die rechte 
Zäuglingäpflege. Bor allem aber joll auch die Armenpflege den 
Zujammenhalt der Familie höher einfhägen als die Eriparnis einiger 
Mark in der Unterftügung. 
Die Bedeutung der Mutter für die Kinder und ihre Erziehung empfängt dur 
die Tatjadhe helle Bele uchtung, daß nad) einer Unterfudhung von Dr. Käthe Gaebe: 
auf Grund von 749 Akten der Zentrale für Iugendfürforge in Berlin „89 Prozenr 
xiler kriminellen Jugendliden aus Familien jtammten, in denen die Mutter volljtändig 
*ehlte oder durch Tod, Krankheit oder Beruf oder andere Umitände mehr ober weniger 
Jei der Erziehung der Kinder ausgefchaltet war“.1) Diele Tatlache follte den Armen- 
verwaltungen als Warnung vor Falfcher Sparfamtkeit dienen. 
Die einfacdhite Löfung der Frage wäre: gefeglidhes Berbot der 
Xabrikbefchäftigung verheirateter Frauen. Dieje Forderung ft auch prin- 
sipieIl gerechtfertigt und {ft 3. 3. von der Bentrumsfraktion grundjäßlich 
tet3 vertreten worden; Ihre Erreichung muß als legtes Ziel mit allem Ernit 
erftrebt merben. Allerdings würde die Jofortige allgemeine Duraführung 
zine8 Jolden Verbotes zunächtt vielfach Hart wirken. E ijt deshalb (u. a. 
son der‘ Bentrumspartei Jchon feit 1884) vorgefchlagen worden, die Be- 
chäftigungsdauer zunächft auf JehsS Stunden täglich (Halbtagsbefchäftigung) 
a befchränfen. Damit würde wenigjtenz die Erfüllung der häuslichen 
Bilichten in einem wefentliden Umfang ermöglicht. Die Schwierigkeit 
liegt in dem Widerftande der Arbeitgeber, die nicht täglich wechjelnde Ur 
bei terinnen an derfelben Machine oder an demfelben Arbeitsftück wünfjdhen, 
meil dadurch die Kontrolle erihwert und leicht zu Streit Anlaß gegeben 
werde. Sie drohen direkt, dann lieber auf die BefhHäftigung verheirateter 
rauen verzichten zu wollen. Wenn man diefe Drohung auch nicht allzır 
ernit nimmt, das Bedenken bleibt, daß vielleicht in manchen relativ berech- 
tigten Fällen die BefGhHäftigung verjagt werden Könnte, während in andern 
Källen aud) die HalbtagsbhefHäftigung noch eine Überlaftung der Frau 
und eine Schädigung der Kinderpflege nicht ausfOließen würde. 
Eine zwedmäßigere Regelung würde eine foldhe fein, die fih je deu 
befjondern Berhältniffen anpaßte. Die BejhHäftigung müßte 
oon einer jedesmaligen Genehmigung einer befondern Initanz (val. unter 
"X Onaud-Rühne, Dienitpfliht 26
	        

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Geschichte Der Großen Amerikanischen Vermögen. Fischer, 1916.
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