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Das Problem der Wirtschaftsdemokratie

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Bibliographic data

fullscreen: Das Problem der Wirtschaftsdemokratie

Monograph

Identifikator:
1015153682
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-160573
Document type:
Monograph
Author:
Hitze, Franz http://d-nb.info/gnd/118705288
Title:
Geburtenrückgang u. Sozialreform
Place of publication:
M.-Gladbach
Publisher:
Volksvereins-Verl.
Year of publication:
1922
Scope:
244 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Das Problem der Wirtschaftsdemokratie
  • Title page
  • Contents
  • Das Problem der Wirtschaftsdemokratie auf der Düsseldorfer Industrietagung 1929 / von Dr. J. Herle, Geschäftsführer des Reichsverbandes der Deutschen Industrie
  • Das gewerkschaftliche Programm der Wirtschaftsdemokratie / von Universitätsprofessor Dr. Georg Halm, Würzburg
  • Die Probleme der Wirtschaftsdemokratie. Dargestellt an internationalen Beispielen / von Privatdozent Dr. Walter Heinrich, Wien
  • Individualismus oder Kollektivismus als Weltanschauung / von Professor Dr. E. Horneffer, Gießen
  • Freiheit oder Organisation des sittlichen Gedankens in der Wirtschaft. Vom Standpunkt des evangelischen Christentums. Pastor Dr. rer. pol. Depuhl, Volkswirt RDV, Hannover
  • Freiheit oder Organisation des sittlichen Gedankens in der Wirtschaft. Vom Standpunkt des katholischen Christentums / von Prof. Schilling in Tübingen
  • Individualismus und Kollektivismus als Triebkräfte in der Wirtschaft / von Bergassessor a. D. Dr.-Ing. e. h. v. u. z. Loewenstein
  • Der demokratische Gedanke im Staats- und Wirtschaftsleben / von Prof. M. Wundt, Jena
  • Sozialismus und Demokratie / von Dr. Paul Osthold, Düsseldorf
  • Gemeinwirtschaftliche Experimente in der Vergangenheit / von Universitätsprofessor Dr. Preyer, M. d. R. , Königsberg
  • Wirtschaftsdemokratie und Kartelle / von Universitätsprofessor Dr. Robert Liefmann
  • 10 Jahre Kohlenwirtschaftsgesetz / von Geheimrat G. Brecht, Köln
  • Für die Freiheit der Schlüsselindustrie / von Dr. M. Schlenker, Düsseldorf
  • Wirtschaftsdemokratische Irrtümer bezüglich der weiterverarbeitenden Industrie / von Direktor Karl Lange. Verein Deutscher Maschinenbau-Anstalten
  • Konzernbildung und Wirtschaftsdemokratie / von Prof. Dr. Karl Muhs, Greifswald
  • Die begrenzte Reichweite des Genossenschaftsgedankens in der Gütererzeugung. Der Wesensunterschied zwischen genossenschaftlicher Gütererzeugung und Güterverteilung / von Universitätsprofessor Emil Wehrle, Karlsruhe
  • Grenzen zwischen öffentlicher und privater Wirtschaft / von Dr. Martin Sogemeier, Berlin
  • Recht und Gemeinschaftsgedanke / von Universitätsprofessor Dr. Heinrich Lehmann, Köln
  • Das deutsche Arbeitsrecht, Wegbereiter des Sozialismus / von Rechtsanwalt Schoppen, Düsseldorf
  • Sozialpolitik zwischen Demokratie und Autonomie / von Dr. Josef Winschuh, Berlin
  • Um die Autonomie des sozialen Gedankens / von Professor Dr. Adolf Günther, Innsbruck
  • Die Vorherrschaft der freien Gewerkschaften in den Organen der Selbstverwaltung / von Dr. rer. pol. Hadrich, Leipzig
  • Steuern als Werkzeug der Wirtschaftssozialisierung / von Dr. jur. et phil. Franz von Lilienthal, Oberregierungsrat
  • Hoffnungen und Tatsachen um den Artikel 165 der Reichsverfassung. Ein Bericht / von Dr. Wilhelm Steinberg, Düsseldorf
  • Soziale Bauhütten / von Dr. Schuster, Düsseldorf
  • Um Form und Wesen der Handelskammer / von Dr. Wilden, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf
  • Falsche Romantik um die Betriebsdemokratie / von Dr. Robert Holthöfer (Essen)
  • Das Schlagwort vom Bildungsprivileg / von Bergassessor Dr.-Ing e. h. Ernst Brandi, Dortmund, Vorsitz des Vereins für die bergbaulichen Interessen in Essen
  • Wirtschaftsdemokratische Wanderung in der Fremde / von Wolfgang Krüger, Berlin
  • Unternehmer und Wirtschaftsdemokratie / von A. Heinrichsbauer, Essen
  • Idee und Persönlichkeit als Triebkräfte der Geschichte / von Universitätsprofessor Dr. W. Schüßler, Rostock

Full text

größten Zahl von Menschen einzureden verstehen, 
daß sie ihre Interessen vertreten? 
Wie dem auch in der Politik sein mag, in. der Wirt- 
Schaft kann noch viel weniger als beim Staate von Ge - 
samtinteressen die Rede sein. Zwar führen Gesetz- 
zeber und Politiker, und leider auch noch in größtem Maße 
wissenschaltliche Nationalökonomen, immer wieder die 
„Interessen der Gesamtwirtschaft, der Allgemeinheit oder 
des Gemeinwohls“ im Munde. Aber das ist nur eine 
Phrase. In Wahrheit gibt es im Wirtschaftsleben nur 
Interessen größerer oder kleinerer Grup- 
Den, und von einem allgemeinen wirtschaftlichen 
Interesse kann man höchstens insofern sprechen. als alle 
Menschen ein Interesse an möglichst rationeller 
Organisation des ganzen Wirtschaftslebens haben. 
Und im letzten Grunde dreht sich auch nur darum der 
Streit, der mit den Schlagworten Kaoitalismus und 
Sozialismus bezeichnet wird. Der Sozialismus 
glaubt, daß eine von oben herab organisierte Wirtschaft 
— Wirtschaftssubiekt könnte dann heute nur der Staat 
sein —, also 
eine staatliche Verwaltungswirtschait 
rationeller sei als die heutige. In Wirklichkeit hoffen 
die Sozialisten nur, daß der Staat den Arbeitern mehr 
geben werde, Die Anhänger der kapitalistischen Wirt- 
schaftsordnung sehen die Vorzüge einer allgemein staat- 
lichen _Wirtschaftsregelung nicht als erwiesen an. und was 
die‘ Sozialisten bisher an Verteilungsgrund- 
sätzen dafür produziert haben, ist so dürftig. daß 
selbst verantwortungsbewußte Anhänger im Sozialismus 
nichts anderes als ein noch höchst unklares künf- 
tiges Ideal erblicken. So hoffen auch die Verfasser 
der „Wirtschaftsdemokratie“. sofern sie mehr 
sein wollen als nur Vertreter der Arbeiterinteressen, daß ihre 
Vorschläge die Entwicklung zur sozialistischen Wirtschaft 
Fördern werden. Aber über der Zunkunft darf kein 
Wirtschaftspolitiker die Gegenwart vergessen, und niemand 
wird bestreiten, daß es gerade in Deutschland die 
dringendste Aufgabe ist. unser heuvutiges Wirtschafts- 
‚eben möglichst rationell zu gestalten. 
Die Verfasser der „Wirtschaftsdemokratie“ sprechen in 
der üblichen Weise viel von‘ den „Interessen der 
Allgemeinheit“ und kennen nur einen Gegensatz 
zu diesem Begriff, das sind die „kapitalistischen 
Interessen“, Es ist nun klar, daß die 
sichtkapitalistischen Interessen mit denen der 
Allzemeinheit keineswegs identisch 
sind, Nicht kapitalistisch sind im wesentlichen nur die 
Interessen der Arbeiter im weiteren Sinne, also einer zwar 
zroßen Bevölkerungsschicht, aber keineswegs der Maiori- 
tät, so daß auch mit der politischen Demokratie, 
wie die Sozialisten jetzt gelernt haben — Marx wußte es 
aoch nicht — nicht sehr viel für sie gewonnen ist. 
9
	        

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Documenti Ispano-Genovesi dell’Archivio Di Simancas. Co’ tipi del R.I. de’ Sordo-Muti, 1868.
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