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Geburtenrückgang u. Sozialreform

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Bibliographic data

fullscreen: Geburtenrückgang u. Sozialreform

Monograph

Identifikator:
1015153682
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-160573
Document type:
Monograph
Author:
Hitze, Franz http://d-nb.info/gnd/118705288
Title:
Geburtenrückgang u. Sozialreform
Place of publication:
M.-Gladbach
Publisher:
Volksvereins-Verl.
Year of publication:
1922
Scope:
244 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Geburtenrückgang u. Sozialreform
  • Title page
  • Contents

Full text

120 Site, Geburtenrüdgang und Sozialreform 
Anderfeits fol man aber auch z. B. das Verbot des öffentliden Bigarren- und Zi- 
garrettenrauchen? nicht unterfhäßen, Es {ft etwas ganz anderes, db der Junge etwa. 
verftohlen eine Zigarre raucht, oder ob e& in der Form roher und aufdringlider Fred)- 
heit gefchieht. In diefem Falle ift es nicht gleidhgültig, wenn dem Burlhen durch den 
Lehrer oder au durch den Polizijten Nargemacht wird, daß er noch nicht das Necht 
der Erwachfenen Hat. Die Hauptfache aber ijt, daß die Gewerbetreibenben: Wirte, 
Bigarrenverfäufer, Kino befiber ufm. befiraft werden, wenn fie aus dem Leichtfinn der 
Yugenb Gewinn ziehen. Dem immer wieder geltend gemachten Einwand gegenüber, 
daß man den Jungen oder Mädchen doch nicht anfehHen könne, wie alt fie feien, würde 
ar erwägen fein, ob nicht, wie 3. B. der Primaner durch feine Klaffenrmüße Tenntlich 
ift, fo den mehr al3 18 Jahre alten Berfonen das Recht gegeben werden follte, eine 
Legitimation (mit Photographie) fi ausitellen zu laffen. Dann würden die Gemwerbe« 
treibenden die Vorzeigung diefer Legitimation verlangen und damit [ih vor ungeredter 
Beftrafung fhüßen Können. Die Eltern, die namentlich in den Städten heute meiftens 
ahnmächtig gegenüber ihren Kindern find, follten zwar vermwarnt, aber nur beitraft 
werden, wenn ihre Mitihuld nadhgewiefen wird. 
Hraanifation des Jugendamtes 
Se na den Aufgaben, die man dem Jugendamt zuweift, wird fid au 
bie Organifation verjchieden geftalten. Wir find in erfter Linie von den 
Aufgaben der Erziehung und des Schuke3 der Bolksjugend ausgegangen 
und haben dabei fpeziell auf die erziehlide Fürjorge der Höhern Lehre 
anftalten hingewiefen. In Parallele dazu Könnte man an einen ent{predhen- 
ven Ausbau der FortbildungsfhHule denken.?) Leider hat 
in dem größten deutfden Bundesitanate, in Preußen, die Fortbildungsfhule 
mehr und mehr den Charakter der Facdhidhule erhalien, während die fitt 
liche Erziehung ganz zurüctritt. Demgemäß find fie aud) nicht dem Kultus- 
minijter, fondern je nad) dem Charakter dem Minifjter für Handel und 
Sewerbe und dem Landwirtjhaftsminifter unterftellt. Der wichtigjte Er- 
ziehungsfattor: der Keligionsunterricht, und jede fonftige Kirchliche Beein- 
Auffung ijt ausgefhaltet, Die Zuftändigkeit bezüglich der Difziplin und 
des Jittlidhen Verhaltens der Schüler über die Schuljiunden und den Chu 
raum Hinau3 ijt jehr Sefränkt, Endlich find die Fortbildungsjhulen Ver- 
anftaltungen der Gemeinden und je nach den finanziellen Mitteln und Nei- 
gungen der Gemeinden von fehr verfhiedener Bedeutung. Ein allgemeiner 
gefeblidher Zwang zur Einführung beiteht in Preußen nicht, und für die weib- 
liche Yugend ijt noch fehr wenig gefbehen. Alle diefe Umftände befliimmen 
un8, der Organifation befonderer Jugendämter den 
Borzug zu geben. Diefes um fo mehr, al? ihnen auch weitgehende fonftige 
Aufgaben in der Verwaltung: Mitwirkung beim Arbeiter« und Dienft- 
botenfhuß, hei der Wohnungsaufficht, der Regelung der Lohnzahlung, 
bes Sparzmwanges ufw. zugewiefjen werden follen, Wie das Jugendamt: 
unferm Berwaltungsorganismus zwedmäßig einzugliedern it, muß dem 
7) Val. „Arbeitermohl“ 1895, 189,
	        

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Greek War Debt. Stat. Off., 1927.
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