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Geburtenrückgang u. Sozialreform

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Bibliographic data

fullscreen: Geburtenrückgang u. Sozialreform

Monograph

Identifikator:
1015153682
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-160573
Document type:
Monograph
Author:
Hitze, Franz http://d-nb.info/gnd/118705288
Title:
Geburtenrückgang u. Sozialreform
Place of publication:
M.-Gladbach
Publisher:
Volksvereins-Verl.
Year of publication:
1922
Scope:
244 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Geburtenrückgang u. Sozialreform
  • Title page
  • Contents

Full text

D. Bekämpfung des Gebhurtenrüdganges 189 
jo daß die wirtjhaftlide Belaftung der Familie mit drei noch nicht ertwverbs- 
jähigen Kindern nicht größer wäre als die einer zweikindrigen. Diefe 
Beiträge follen an die Mutter gezahlt werden als „Entlohnung ihrer na- 
Honalen Leiftungen“. Sie follen je nad) der Lebenshaltung (Lohn, Ein- 
fommen, Stand) und den Lebenskojten, die natürlich für Stadt und Land 
ujw. verfhieden find, abgeftuft werden. Im Mittel rechnet er mit 200 KM 
jährlich für jedes Kind über zwei hinaus, Das joll einen Jahresaufwand 
von 840 Millionen Mark erfordern. Außerdem follen die Eltern, welde 
rei oder mehr Kinder „von normaler und fozial vollwertiger Befdhaffen- 
heit bis zur Volljährigkeit emporgebracht Haben“, etwa vom 60. Lebensjahr 
ı% eine Elternpen [ion erhalten, „welche wirtjHaftlih ins Gewicht 
jällt und wenigiten8 teilweije Erjag bietet für die Zinfen jenes Kapitals, 
das bei geringer Kinderzahl oder Kinderlojigkeit Hätte erfpart werden 
fönnen“. Gruber [hät die Gefamtkoften auf etwa 1 Milliarde Mark — 
eher mehr al mweniger.1) Die Mittel follen durch eine ausgiebige pro- 
sreffive Sonderbeiteuerung der Ledigen von einem beftimmten Alter an, 
jowie der Knderlojen und der Änderarmen Gatten (mit ein und zwei Kindern) 
aufgebracht werden. Zugleich [Hlägt Gruber eine-fehr radikale Anderung 
des Erbrechtz vor. E83 verfallen für jedes an vier Kindern fehlende 
Rind 25 Prozent der Erbmalle, fo daß bei Kinderlojigkeit nur 25 Prozent 
vererbt werben. (Näheres val. unten: „Förderung des Yamilien- 
{eben3“.) Weiterhin follen eine Wehrfteuer der Militäruntauglidhen, Ver- 
andügungS und Quzusfteuern, Steuer auf das arbeitsloje Renteneinkfommen 
(3. B. (tästijhHe Bodenwerte) dem Kindernadwuchs dienen. Endlidh foll 
eine obligatorijde Familienverfiderung der breiten VBollsjchich- 
ten das „Im Verhältnis zum Einionmmen des Familienvater? vielfach 
ganz übermäßige Einkommen der jugendlidhen Arbeiter erheblich befchneiden 
und fie fo zu einer befonnenern und gefundern Lebensführung und zugleich 
zu längerm Berbleiben im elterliHen Haufe zwingen“. 
Audy Profelfor ShHloßmann (Düffeldorf) will Iunggefellen, 
Knderlofe und Änderarme Familien in {teigender Progrejfion die Mittel 
aufbringen laffen, au3 denen Kinderhilje an diejenigen Chepaare zu zahlen 
wären, die eine große Zahl noch nit erwerbender Kinder Haben. Nır durch 
eine obligatorifde Berficherung, welche mit wacdjender Kinderzahl ein 
Wachlen des Einkommens? gewährleiftet, wird nad) feiner Meinung „der 
an und für fih gute Gedanke des Zufhuffes bei tarker Familie allaemein 
durchführbar” .2) 
Tbenfo erblickt Profejfor Dr. Gr otjahn in der „ElternfHaft?- 
verfidgerung‘ „den unz Deutidhen naheliegenden erprobten Weg, 
am die ftarke Belaftung der Knderreihen Familien wenigijtens teilweije 
auf die Gefjamtheit abzuwälzen“.3) Über Umgrenzung, Organilation, 
5) Crbaltuna 186. *) „Kan“ 1913, Nr. 215. % 339.
	        

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Geburtenrückgang U. Sozialreform. Volksvereins-Verl., 1922.
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