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Geburtenrückgang u. Sozialreform

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Bibliographic data

fullscreen: Geburtenrückgang u. Sozialreform

Monograph

Identifikator:
1015153682
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-160573
Document type:
Monograph
Author:
Hitze, Franz http://d-nb.info/gnd/118705288
Title:
Geburtenrückgang u. Sozialreform
Place of publication:
M.-Gladbach
Publisher:
Volksvereins-Verl.
Year of publication:
1922
Scope:
244 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Geburtenrückgang u. Sozialreform
  • Title page
  • Contents

Full text

152 Sie, Geburtenrüdgang und Sozialrejorm 
Reich, Staat und Gemeinden werden aber auch felbft Opfer bringen 
müffen. Das Reich Hat bereit? einen ReidhSfürforge- und einen 
NeihHhsbürg|haftzfondS zur Förderung des Wohnungswejens 
errichtet, die aber bisher nur im Interejje der eignen Beamten und Ar- 
heiter Vermendung fanden. Der Keichstag hat Ausdehnung wenigjten? 
auf die Kriegsinvaliden und Hinterbliebenen und Verjtärkung der Zonds 
beantragt. Diejer Waunich it im Etat für 1917 infoweit erfüllt, als der Reichs» 
jürforgefonda auf 10 Millionen Mark erhöht it und auch den Kriegs 
befchädigten und den Witwen der Gefallenen zugute kommen [oll. Neu 
it aud) die Beftimmung, daß Darlehen an Private (nicht bloß an Bau- 
genoffenichaften uf.) gegeben wersen können. Die weitergehenden UAn- 
träge auf allgemeinen Ausbau diefer Fonds find aber auf den jharfen Wider» 
jtand der verbündeten Megierungen geftoßen, Und doch, die drohende 
WohHnungsnot nach dem Kriege legt dem Reiche die dringendfte MPilicht 
auf, große Mittel als Darlehen dem erwerbamäßigen und gemein« 
nügigen Wohnungsbau zur Verfügung zu ftellen. Dabei Handelt e8 fich nicht 
um eine Maßnahme der Wohlfahrtspflege auf Koften der Gemein{Haft, 
jondern um eine produktive Anlage, die fich fo verzinft, Daß D0s Reich gededt 
wird, die aber vor allem den Gewinn einer größern Sefundheit und Zu- 
friedenheit der Bevölferung bringt und die Abzahlung einer Dankes{huld- 
an unfere Krieger darftellt. Die Darlehen find zu geben an gemeinnübige 
Unternehmungen, an Staat, Gemeinden ujmw., die dann die weitere Ver- 
wendung vermitteln, Dabei find Normativbeftimmungen zu jhaffen, um 
den fozialen Zwed zu fihern. — Die Gemeinden Haben bereit? in umfaffen- 
dem Maße den Invalidenanfjtalten, Sparkaffen und Darlehnskafjen gegen» 
über Bürgihaften für Darlehen an Baugenoffenfhaften und Einzel- 
perfonen übernommen und dadurch diefe wefjentlich in ihren Beftrebungen 
unteritüßt, Leider nicht alle in gleichem Maße! In erjter Linie kommt 
die Bürgichaft für die zweite SYpothHek in Betracht. — Einzelne 
großitäbtijhe Gemeinden, 3. B. Diüfjeldorf, Cijen, Cöln, Neuß, vor Jahr- 
zehnten jhon Ulm, haben auch direkt große Mittel für den Wohnungsbau 
bereitgeftellt, während andere, 3. B. Bodum, Hagen, fi durch ftarke 
Ginlagen bei gemeinnükigen Bau- und Siedlungsunternehmungen beteiligt 
Haben. Auch in Zuhunft wird den Gemeinden diefe Aufgabe in {teigendem 
Make obliegen. Neben Reich und Gemeinden werden auch Staat und Pro« 
vinz finanzielle Hilfe leiften müflfen, insbefondere auch zur Unterjtüßung 
von Siedlungsgenofjenjchaften. Dabei wird die gewerblide Wohnungs- 
produktion ebenjo mie der gemeinnügige Wohnungsbau, der doch immer 
nur die Ausnahme bilden wird und immer nur die Aufgabe der ionier- 
arbeit für die Hebung der Wohnungsgeftaltung Hat, zu berücjichtigen fein, 
Diefem Biele dient auch eine zwedmäßigere Organifation des 
Aredit8. Wie die „Landihaften“ den bäuerlidhen Realkredit heirie-
	        

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Geburtenrückgang U. Sozialreform. Volksvereins-Verl., 1922.
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