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Geburtenrückgang u. Sozialreform

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Bibliographic data

fullscreen: Geburtenrückgang u. Sozialreform

Monograph

Identifikator:
1015153682
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-160573
Document type:
Monograph
Author:
Hitze, Franz http://d-nb.info/gnd/118705288
Title:
Geburtenrückgang u. Sozialreform
Place of publication:
M.-Gladbach
Publisher:
Volksvereins-Verl.
Year of publication:
1922
Scope:
244 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Geburtenrückgang u. Sozialreform
  • Title page
  • Contents

Full text

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D. Bekämpfung des Geburtenrücdganges 188 
3. Erridtung von Mütterberatungs und Säugling2- 
fürforgeltellen. In jeder größern Gemeinde oder mindeitenz für 
den Kreis muß eine foldhe Beratungsitelle den Müttern zugänglich fein. 
Der mitwirkende Arzt beidhrärk fich auf bie Unterfucdhung und allgemeine Be. 
ratung. Die Behandlung bicıbt den fonitigen Ärzten vorbehalten. Wohlgerinnte 
Damen oder berufsmäßig vorgebildete Helfermnen uuterftüßen den Arzt der Be- 
satungsftelle, Die Beratung ift unentgeitlich Kleine Gefjfchenke (Nahrungsmittel, 
Keidchen ufw.) dienen als Anziehung für die Mütter, die Beratungsftielle in Anfyruch 
zu nehmen, Die Pflege und Zichmütter werden zu regelmäßiger Vorftellung ihrer 
Roftkinder verpflichtet. 
4. Anftellung von SäuglingSpflegerinnen zu Beluchen 
und zur Belehrung der Mütter. Die richtige Säuglingspflege Kann nicht 
mehr al8 eine rein private Angelegenheit betrachtet werden, um die fih 
Staat und Gemeinde nicht zu kümmern Haben, Jondern fie liegt im dringend- 
ten Interejje der Nation. Auch im wirticdhaftlidhen Interefje der Gemein- 
ichaft lohnen fi die Koften einer folgen Lehrerin und Pflegerin reichlich. 
Vorerft reicht ihre Wirkffamkeit fo weit, al8 die Mütter bereit find, ihren Be- 
jJud) und ihren Nat in Anfpruch zu nehmen; vielleicht wird aber einmal 
die Zeit Lommen, wo nidht bloß die unehHelidhen, Koft- und BZiehlinder, 
wie e8 Heute vielfach chon vorgejchrieben ijt, der Aufficht der Beratungs» 
itelle und der Säugihgspflegerin unterftellt werden, fondern alle Kinder 
gefeßlich fich diefer Fürforge erfreuen. 
5. Errichtung von Säuglingsheimen für gefunde und kranke 
Kinder. Das Säuglingsheim bietet den Mittelpunkt und die Ergänzung 
der allgemeinen Säuglingsfürforge. Hier finden die Säuglinge Unter- 
funft, wenn die Mutter Irank ijt oder fehlt, oder wenn die Krankheit des 
Säuglings eine forgfame ärztlide Beauffichtigung und Behandlung er- 
’ordert. 
In Deutfdhland gab e8 1915 etwa 795 Säuglingsfürforge- und Mütterberathungs- 
itellen, 184 Säuglingsheime und Arankenanjtalten, 112 Entbindungsanftalten, 
52 Mütterheime, 264 Tageskrippen.!) 
6. Borträge in Verjammlungen und Vereinen, Verbreitung von 
Schriften, Merkblättern, Sffentlidgen Aushängen, Behandlung der 
theoretifjchen und praktijhen Säuglingspflege in Tagesblättern, Familien- 
zeitjchriften, Warnung vor betrügerijhen Empfehlungen und In fe 
raten uf. Namentlidh tut au in Dorf und Meinftadbt Aufklärung 
und Anleitung durch Wanderkurfe und Vorträge durH Wanbder- 
bfilegerinnen ujm. dringend not, 
Der preußifche Minifter des Innern Hat unterm 3, Oktober 1916 in einem Erlaß 
die Veranftaltung von Vorträgen und Lehrgängen in Säuglings und KMeinkinder- 
pflege befonders empfohlen. Der preukilhe Minifter für Handel und Gewerbe hat 
zeichzeitig den Fortbildungsfchulen die Aufnahme der Säuglings- und Kinderpflege 
zur Pflicht gemadıit. — Das Kaiferin-Yugufta- Viktoria-HauZ in Berlin (Direktor 
y Grhaltung 81.
	        

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Geburtenrückgang U. Sozialreform. Volksvereins-Verl., 1922.
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