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Geburtenrückgang u. Sozialreform

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Bibliographic data

fullscreen: Geburtenrückgang u. Sozialreform

Monograph

Identifikator:
1015153682
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-160573
Document type:
Monograph
Author:
Hitze, Franz http://d-nb.info/gnd/118705288
Title:
Geburtenrückgang u. Sozialreform
Place of publication:
M.-Gladbach
Publisher:
Volksvereins-Verl.
Year of publication:
1922
Scope:
244 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Geburtenrückgang u. Sozialreform
  • Title page
  • Contents

Full text

D. Betämpfung des Gehurtenrüdganges 192 
Wer übrigens die Kinderaufzucht mehr oder weniger zu einer Staat3- 
oder SefelljhHaftsangelegenheit madjen will, ann aud die Kinderzeugung 
nicht mehr al3 „Privatfache“ gelten lafjen, fondern muß dem Staate auch das 
Recht zufprechen, die Kinderzeugung zu reglementieren! Man fieht, 
wohin der Weg geht! — Nein, der Reichtum der Liebe und des SGlüdez 
ber Mautterichaft, ihre Würde und die volle Ausgleidung der Opfer ft nur 
in der auf der wirt Haftliden wie geiftig-Jittliden 
dauernden innigen LebenzsgemeinjhHaft von Mann 
und Frau inder Ehe möglich. Anderfeitz Kann aber von dem Manne 
die Mittragung der Opfer nur erwartet werden, wenn er der ehHeliden 
Riebe und Treue der Frau ficher ft. Für die Cheleute bedeuten die Kinder 
die natürlidhe Bereicherung ihres Lebens und ihrer Liebe; in ihrem Wacdhs- 
tum und SGedeihen, in der Hoffnung auf ihre Zukunft, in ihrem Danke, 
Hrer Hndliden Anhänglichteit und BPietät liegt der einzig ausreichende, 
aber auch der [Hönfte und würdigjte Lohn ihrer Opfer. In den Kindern 
erneuert Jich ihr eigne8 Leben, in ihnen leben fie fort und fihern damit auch 
den Fortbejtand von Volk und Vaterland. So erwächit die Freude auch 
an der fidh vergrößernden Zahl der Kinder. 
Alles was der Fejtigung, der Hochhaltung und Würde des Familien- 
leben8 dient, dient fo auch der Belferung und Mehrung unjerer Boltskraft, 
wie umgekehrt all die Angriffe und Unterwühlungen, die fidh bewußt oder 
unbewußt, offen ober verftedt gegen den Beftand der Familie richten, 
damit auch unjere nationale Zufunit in Frage ftellen. 
Bir möchten unter[hHeiden die prinzipiellen und die praktiidhen Feinde der Fa- 
milie. Sn prinzipieller Hinficht [pricht der Sozialismus Marzfcher Richtung der Che 
in unferm Sinne — al8g dauernde und Einehe — nur eine relative Bedeutung zu. 
Sie ift ihm ebenfo mie die Heutige Eigentumsordnung nur eine „hiftorijde Kategorie“, 
»ie, ent{predend dem Wechjel des ökonomifchen Unterbaues der GefellihHaft, mit diefer 
lich mandelt. Die heutige Che ift nur eine andere Form der wirt[Haftlidhen Abhängig: 
feit. Die Stunde der allgemeinen mwirt/Haftliden Befreiung bringt auch der Frau die 
Kreiheit. Bebel in feinem Buche „Die Frau und der Sozialismus” z eht auch die 
Ronfequenzen diefer Auffaffung, indem er die Che zu einem privaten freien Vertrag 
itempelt, mit dem Recht jederzeitger Löfung. Trog der gewaltigen Verbreitung des 
Bebellhen Buches hat jedoch die Partei al8 folche fi nicht zu dieflen Anfdhauungen 
befannt. Auch in diefer Beziehung kann der Marxismus wohl als mehr oder weniger 
überwunden gelten.) Wie Bebel felbit trog diefer radikalen Theorien ein mufterhafter 
Familienvater war, [vo würde der Vorwurf, daß etwa die Sozialiiten mehr Chefchet- 
dungen aufweifen als ähnlid) gerichtete bürgerliche Kreife, unberechtigt fein, — Den 
“ozialijtiigen Gedankengängen verwandt ift die in nationalöfonomijhen Betrachhtngen 
oft miederfehrende Wendung, daß mit der fortjhreitenden Entwidlung die wirt» 
Ihaftliden Funktionen der Familie mehr und mehr an Staat und Unternehmung 
übergegangen feien und fie damit ftetig an Bedeutung verliere — mit der Schluß- 
perfpeftive, daß vielleicht auch die Kinderaufzucht id einmal in andern Organt- 
ationgformen vollziehen werde, wie fie die heutige Familie darftelle, Gemwiß Hat [ich 
L) Silder €, Frauenarbeit und Familie. Berlin 1915 Springer
	        

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Geburtenrückgang U. Sozialreform. Volksvereins-Verl., 1922.
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