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Geburtenrückgang u. Sozialreform

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Bibliographic data

fullscreen: Geburtenrückgang u. Sozialreform

Monograph

Identifikator:
1015153682
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-160573
Document type:
Monograph
Author:
Hitze, Franz http://d-nb.info/gnd/118705288
Title:
Geburtenrückgang u. Sozialreform
Place of publication:
M.-Gladbach
Publisher:
Volksvereins-Verl.
Year of publication:
1922
Scope:
244 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Geburtenrückgang u. Sozialreform
  • Title page
  • Contents

Full text

D. Bekänipfung des SGeburtenrüdganges 219 
murde am 15. Yuni 1916 auf Anregung von Pfarrer D. Weber (Bonn) ein „Auslhuß 
jür die Fragen der Volksvermehrung“ begründet, mit der bejondern Betonung der 
Hriftlichen Forderungen, der vom 7. bis 9, Nov, 1916 in Darmitadt eine ent/prechende 
Yagung verantaltete. (Einen abgefürzten Bericht geben die „Mitteilungen der DeutihHen 
Befjellichaft für Bevölferungspolitit” Nr 5/6.) Der deutiche „Katholilche Frauenbund” 
hat in feiner glänzend verlaufenen Generalverjammlung vom 6, bis 8. Januar 1916 
in Berlin auch der Bevöltferungsfrage einen Teil der Beratungen gewidmet 
"Bericht in der Zeitfchrift „Die Hrijtlide Frau”, Heft 1/2 1916). Chenfo der 
„Bund deutfhHer Frauenvereine” in feiner Kriegstagung vom 26, bis 29. Juni 
1916 in Weimar („Kahrbuch des Bundes Deutfher Franenvereine“ für 1917). 
Die Katholijdhen Arbeiter, Gefellen- und FJünglingsvereine, eben[o die evangelifchen 
Arbeiterbereine haben eingehende Beratungen gepflogen, welde Aufgaben‘ ihnen 
zur Bekämpfung der drohenden Gefahren obliegen. — Von den VBerfammlungen 
in den yparlamentari[dHen Körperfhaften mar die im Preußilchen Abgeordnetenhaufe 
am 25, Februar 1916 befonders hedeutjam. Der Minijter des Innern, v. Loebell, gab 
ber Anficht deı Staatsregierung dahin Ausdruck, „daß es [ich hier für unjer Solk um eine 
Qebensfrage eriten Nange3 handelt, eine Frage, die au in diefem erfdhütternden 
Weltkrieg, in dem wir Taufende blühender, Fräftiger Münner verlieren, eine ganz be: 
jondere Bedeutung für die Zukunft unferes Vaterlandes behält“. Er berichtete, daß auf 
rund eines umfalfenden Gutachtens der WiffenfHaftliden Deputation für das Medi- 
zinaltvefen bereits 1912 die Oberpräfidenten, die Regierungspräfidenten, die Ärzteiam: 
mern und Brovinzial-MedizinakkoNlegien zu eingehenden Ermittlungen unv Berichten 
über Umfang und Urlachen des Geburtenrücganges aufgefordert worden feien, und daß 
das fo gewonnene rteichliche Material vom Geh. ODbermedizinalrat Dr. Krohne verar- 
beitet und in einer Denkfhrift niedergelegt fei. Auf Grund diefer Denkfchrift würden 
im Minijkterium feit Monaten Beratungen gepflogen, an denen die Vertreter aller 
preußijchen Nefforts und eine große Anzahl fachverftändiger Männer der Wilfenf Haft, 
der Brarxis, des öffentlichen Lebens, auch Neichstags- und Sandtagsabgeordnete teil- 
nähmen. Sobald die Beratungen zu einem gewiffen Abfhluß gekommen feien, folle 
das Ergebnis der breitern Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. „Wir werden dann“, 
jo verfprach der Minifter, „auch die gefeggeberifhen Maßnahmen, die fich als möglich 
und notwendig ergeben Haben, [Hleunigit in die Wege leiten.“ Geh. Obermedizinaltat 
Krohne ergänzte dann noch in einer gedankenreichen eindrudsvollen Rede die wohltuen- 
den Ausführungen des Minifters. — Der Deutfhe Reichstag hat am 26. Mai 1916 
turch Einfebung eines befondern Ausfhuffes die Erörterung der Frage gleich 
ta bie prakitilde Bahn gelenkt. Im Rreußifchen Abgeordnetenhaus ift 1917 
in gleicher Ausjhuß gebildet worden, (Vergleiche au Verhandlung vom 
17. Februar 1917, insbejondere die bemerkenswerten Reden des Minifters v. Loebell 
ınd bes Minijterialdirektors Dr. Kirchner.) 
Die zweite Bedingung des Sieges it: an denjelben glauben! 
Dhne Mut und Selbjtvertrauen wird keine Schlacht gewonnen, Selbjt- 
vertrauen und — Gottvertrauen! Die Altikugen und Miesmacher haben 
noch nie eine Schlacht gewonnen, Der Peffimismus ft unfruchtbar; er 
ft der Tod jeder tatkräftigen Unternehmung. Der freudige Optimismus 
allein erobert die Welt — und vor allem die Seijter. Wohin wären wir 
angeficht? der ftetig jich mehrenden Zahl der Feinde und ihrer tagtäglich 
iteigenden Waffenitärle ohne diejen weltiiberwindenden Optimismus 
gelommen?! Nicht ein Optimismus der Selbittäufhung und Blindheit,
	        

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Geburtenrückgang U. Sozialreform. Volksvereins-Verl., 1922.
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