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Geburtenrückgang u. Sozialreform

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Bibliographic data

fullscreen: Geburtenrückgang u. Sozialreform

Monograph

Identifikator:
1015153682
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-160573
Document type:
Monograph
Author:
Hitze, Franz http://d-nb.info/gnd/118705288
Title:
Geburtenrückgang u. Sozialreform
Place of publication:
M.-Gladbach
Publisher:
Volksvereins-Verl.
Year of publication:
1922
Scope:
244 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Geburtenrückgang u. Sozialreform
  • Title page
  • Contents

Full text

Ü Hige, Geburtenrüdgang und Sozialreform 
wertvullite nationale Kapital (Friedrid der Große), feine Wahrung und 
Mehrung bedingt in erfter Linie den Erfolg in dem uns jHhon angedrohten 
wirtjhaftliden Weltfampf, der dem Kampfe der Waffen folgen foll. Neben 
5er Bahl Iommt auch die Qualität in Betracht. Die finkende Zahl führt 
aber auch zu einem 
3. Müdgang der Aualität der Bevölkerung. 
& ijt Aberglaube, wenn mande wähnen, SGeburtenbefchränkung be- 
deute Hebung der Malie, fei der Weg, um QualitätsmenfhHen zu erzielen, 
un „Gerrenvolle“ aufzujteigen. Die natürlichen und fittliden Selebe, 
die Gefchihte und die tagtäglidhe Erfahrung widerlpredhen dent. Merk 
würdig, daß gerade die, weldhe Jonft an die auslejende und hHebende Wir- 
1g des Kampfes ums Dafein glauben, hier der Ruhe und der Ionfervativen 
Schonung des Befiges das Wort reden. Die Liebe und die Sorge für 
die Fi mehrende Kinderfchar ijt der ftärkte und edelite Unfporn zur Ein- 
iegung der beiten Kraft. Aber nicht bloß Für die Väter, Jondern auch für die 
Kinder felbit — die Träger unjerer wirt[GHaftlidhen und kulturellen Zukunft 
— bildet die Notwendigkeit der Einfhränkug, der damit tagtäglich gege- 
jenen Entfagung und Einficht, daß das Leben Kampf und Anftrengung 
jordert und nur in Selbjtbefhränkung und ernfter Arbeit der Erfolg und 
5a8 Glüc zu erringen it, den ftärkjten Antrieb, es den Vätern gleichzutun. 
In Hnderreiden Familien gibt’8 feine Verzärtelung und Zierung; Hier 
muß jeder fih fügen, fih einordnen ins Ganze, Opfer bringen; zugleich 
ıber lernen die Rinder die Notwendigkeit und die Freude der GemeinjHaft, 
der treuen Pflihterfüllung und harten Arbeit. E83 gibt kein Verlaß auf 
Silfen und Stüben von Dienftboten, Stundenlehrern ujw., Jondern jeder 
muß Jich felbft durchringen und vormwärtsfireben. Nicht die in Überfluß 
'ebenden, verzogenen „Mutterföhncdhen“, denen die lieben Eltern jede 
Sorge für Gegenwart und Zukunft fernzuhalten Juchen, find es, die in dem 
mirtjchaftliHen und geiftigen Wettkampf der VBölter Deutichlands Welt- 
geltung durchjeben, fondern die Söhne, weldhe in der Itrengen Zucht ihrer 
arbeitenden Väter aufgewacdlen und von vornherein mit dem Bewußt- 
jein erfüllt worden find, daß eigne Kraft und Einjegung der ganzen Per- 
önlichteit allein Brot und Zukunft verbüirgt. Die Änderreidhen Nationen 
ind eS, welche die Welt erobern. Den nadgeborenen Söhnen verdankt 
England die Gewinnung und den Yusbau feiner unıfaljenden Kolontalen 
Befibungen in allen Weltteilen. In Frankreich liegen Landwirtihaft und 
Induftrie danieder, die Dörfer fterben aus, und es kann fein Mentner- 
dafein nur fo lange aufrechterhalten, alz das Yusland bereit it, deljen 
Kapital durch feine Arbeit fruchtbar zu machen und den Ausfall in feiner 
Bevölferung zu deden. 
Während ter Gedurtenüberfhuß in Frankreih von 1906 bis 1911 nur 102 000 
netrun, ftellte Jich der Überfchuß der Einwanderung über die Auswanderung — roh 
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Geburtenrückgang U. Sozialreform. Volksvereins-Verl., 1922.
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