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Der Zukunftsstaat und die Lösung der socialen Frage

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Bibliographic data

fullscreen: Der Zukunftsstaat und die Lösung der socialen Frage

Monograph

Identifikator:
1015153682
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-160573
Document type:
Monograph
Author:
Hitze, Franz http://d-nb.info/gnd/118705288
Title:
Geburtenrückgang u. Sozialreform
Place of publication:
M.-Gladbach
Publisher:
Volksvereins-Verl.
Year of publication:
1922
Scope:
244 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Der Zukunftsstaat und die Lösung der socialen Frage
  • Title page
  • Contents

Full text

70 
einer unabänderlichen Form festhalten wollen, hieße das Fortschreiten 
des Menschengeschlechts leugnen: Gerade in die heutige Gesellschafts 
ordnung haben sich Faetoren eingeschlichen, deren Berechtigung von 
gewissen Parteien anerkannt und deren Gefährlichkeit von ihnen ge 
leugnet wird, nicht so sehr aus Ueberzeugung, sondern weil diese 
Faetoren der Nutzen ihres eigenen politischen Einflusses sind, alls 
dessen Erhaltung es mithin weit mehr ankommt, als auf die Er 
haltung der Gesellschaft in ihrer heutigen Form. Die Regierung 
und ihre Freunde andererseits erstreben nut ernster Thatkraft auch 
die Sicherung und Befestigung der gesellschaftlichen Ordnung, wie 
sich das von selbst versteht, aber da sie zu der aufrichtigen Er- 
kenlltiliß gekommen sind, daß nicht alle Elemente imb Faetoren in 
dieser Ordnung so fungiren, wie sie dem Gesammtwohl elltsprechend 
fungiren sollten, so sind sie darauf bedacht, wie wir sehen werden, 
die Schäden auszumerzen und solche Einrichtungen zu treffen, welche 
der Sicherung der gesellschaftlichen Ordnung wirklich dienlich sind. 
Vor allen Dingen darf man die Interessen des Großcapitals nicht 
in einer Weise vertreten, welche über die Grenzen des Berechtigten 
weit hinausgeht. Wollte man in diesem Punkte ein Element zur 
Erhaltung der gesellschaftlichen Ordnung crWiden, so müßte man 
blüld seill für die deutlichsten Erscheinungen der Vergangenheit llnd 
Gegenwart, nicht nur in Deutschland, sondern in allen Ländern. 
Die Freiheit des Individuums wäre ja baun in Wahrheit nichts 
anderes, als das Recht des Stärkeren. — Noch bedeilklicher erscheint 
der Punkt 4 des erwähnten Programms, weilil er auf seinen wahren 
Gehalt geprüft wird. §icr ist die Kriegserklärung gegen die Wirth 
schaftspolitik, gegen die schützenden Zölle, welchen die deutsche In 
dustrie eine allenthalben anerkannte unb im Auslande mit unver 
hohlenem Neide betrachtete Blüthe verdankt, verborgen. Auffallend 
ist es, daß man nicht mit klaren Worten „Bekämpfung der schützen 
den Zolle" sagt, man drückt sich vorsichtiger aus und das ist ein 
deutlicher Beweis, daß man die Folgen einer offenen Sprache fürchtet; 
man weiß, daß die Schutzzölle längst die große Mehrheit des Volkes
	        

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Wirtschaft Als Leben. Verlag von Gustav Fischer, 1925.
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