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Kommentar zum Gesetz über eine Kriegsabgabe von Vermögenszuwachs und zum Gesetz über eine außerordentliche Kriegsabgabe für das Rechnungsjahr 1919 vom 10. September 1919

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Bibliographic data

fullscreen: Kommentar zum Gesetz über eine Kriegsabgabe von Vermögenszuwachs und zum Gesetz über eine außerordentliche Kriegsabgabe für das Rechnungsjahr 1919 vom 10. September 1919

Monograph

Identifikator:
1016238525
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-55274
Document type:
Monograph
Title:
Kommentar zum Gesetz über eine Kriegsabgabe von Vermögenszuwachs und zum Gesetz über eine außerordentliche Kriegsabgabe für das Rechnungsjahr 1919 vom 10. September 1919
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Liebmann
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 548 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Kommentar zum Gesetz über eine Kriegsabgabe von Vermögenszuwachs und zum Gesetz über eine außerordentliche Kriegsabgabe für das Rechnungsjahr 1919 vom 10. September 1919
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210 
BcrmögenSzuwachSstcuergesetz. § <>. 
rteiqt liegt nicht bloß ein „fiktiver" Vermögenszuwachs innerhalb des Veran- 
lagüngszeitraumes vor. Dieser Gesichtspunkt trifft aber auch auf die gewinn 
bringende Veräußerung ausländischen Grund- und Betriebsvermögens zu. Die 
Ausnahmebestimmung zugunsten der Veräußerung von solchem im 1. Satze ent 
behrt daher der inneren Berechtigung. Hat keine Veräußerung, sondern nur eine 
sonstige Umwandlung von nichtsteuerbarem ht steuerbares Vermögen stattge- 
funden, wie z. B. bei „Verbringung" (in dem oben umschriebenen weiteren Sinne» 
von ausländischem Grund- oder Betriebsvermögen ins Inland, so kann der Absatz 
trotz des oben Ausgeführten keine Anwendung finden. Denn bte Begr. betont 
in daß durch ihn Vermögenserhöhungen getroffen werden sollten, die auf emeu 
vorteichasten „Verkauf" zurückzuführen sind. Um so weniger ist eme aus- 
dehnende Auslegung der in dem 2. Abs. enthaltenen Ausnahmen von der Regel 
des 1. Abs. des §6 Nr. 5 zulässig. , o ..., . . .. 
6. Kapitalabfindungen für Berlust der ErwerbSsah,gke,t 
(Ziff. 6 des § 6). 
Kapitalabfindungen, die als Entschädigung für den durchKor- 
perverletzung herbeigesührtengänzlichen oder teilweisenVerlujider 
Erwerbssähigkeit gezahlt worden oder zu zahlen sind, sind schon nach 
§ 16 BSt.G. von dem Vermögenszuwachs abzuziehen. Die Nr. 6 § 6 VZAG. 
weicht insofern von dem § 16 BSt.G. ab, als auch die Abfindung für einen 
durch Krankheit eingetretenen Verlust der Erwerbsfähigkeit von dem Endver- 
mögen in Abzug zu bringen ist. Nach Begr. S. 20 sollen hiermit „bestehende 
Zweifel beseitigt werden". Für die Anwendbarkeit der Nr. 6 ist es gleichgültig, 
ob es sich um eine Versicherung handelt oder um eine von dem für die Körper- 
Verletzung oder Krankheit Schadenersatzpflichtigen oder einem Dritten geleistete 
Entschädigung. Dagegen muß es sich um eine statt einer Rente gewährte 
Abfindung" handeln. Das ergibt sich auch aus der — übrigens in der Be- 
rusung auf § 6 Nr. 5, § 7 BSt.G. nicht völlig zutreffenden — Bemerkung der 
Begr zum BSt.G. (S. 42): „Die Vorschrift des § 13 Abs. 2 ( = § 16) hat den 
Fall im Auge, daß als Entschädigung für den durch Körperverletzung oder Krank- 
heit herbeigeführten gänzlichen oder teilweisen Verlust der Erwerbssähigkeit nicht 
eine Rente, sondern eine Kapitalabfindung gezahlt wird. Da derartige Renten 
nach §6 Nr. 5, §7 nicht zum Kapitalvermögen zählen, sollen auch 
die an deren Stelle tretenden Kapitalabsindungen steuerlich nicht 
ungünstiger behandelt werden." t , , ,. 
Mit dem Zusatze „oder zu zahlen sind" wird zum Ausdruck gebracht, 
daß für die Abzugsfähigkeit maßgebend ist, ob dem Steuerpflichtigen bereits 
ein Forderungsrecht auf die Abfindung zusteht. 
Ob der Verlust oder die Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit noch sort- 
dauert, und in welchem Maße diese beeinträchtigt ist, macht keinen Unterschied, 
grundsätzlich auch nicht, ob die Abfindung in angemessenem Verhältnis zu dem 
Schaden steht. Jedoch wird der Steuerbehörde der Nachweis nicht versagt 
werden können, daß das Kapital nach dem wahren Willen des Gebers nicht 
oder nicht in voller Höhe eine Entschädigung für den durch die Körperverletzung 
herbeigeführten gänzlichen oder teilweisen Verlust der Erwerbssähigkeit dar- 
stellen sollte (§§ 133, 117 Abs. 2 BGB.). 
7. Kapitalabfindungen für Tötungen (3 iff. 7 des ß 6). 
Zifs 7 ist dem § 6 erst bei der II. Beratung des VZAG. in der Vollsitzung der 
NV. auf Antrag derAbg. Gothein, Gröber, Löbeu. Gen., der keinen Wider 
spruch erfuhr, eingefügt worden. Derben Antrag begründende Abg. Gothein be- 
merkte (Sten.B. S. 2246 D bis 2247 A) mit Recht, daß er dem Grundsätze der 
Nr. 6 entspreche, der dort für die Unfallverletzten enthalten sei. Im Gegen-
	        

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Kommentar Zum Gesetz Über Eine Kriegsabgabe von Vermögenszuwachs Und Zum Gesetz Über Eine Außerordentliche Kriegsabgabe Für Das Rechnungsjahr 1919 Vom 10. September 1919. Verlag von Otto Liebmann, 1920.
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