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Kommentar zum Gesetz über eine Kriegsabgabe von Vermögenszuwachs und zum Gesetz über eine außerordentliche Kriegsabgabe für das Rechnungsjahr 1919 vom 10. September 1919

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Bibliographic data

fullscreen: Kommentar zum Gesetz über eine Kriegsabgabe von Vermögenszuwachs und zum Gesetz über eine außerordentliche Kriegsabgabe für das Rechnungsjahr 1919 vom 10. September 1919

Monograph

Identifikator:
1016238525
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-55274
Document type:
Monograph
Title:
Kommentar zum Gesetz über eine Kriegsabgabe von Vermögenszuwachs und zum Gesetz über eine außerordentliche Kriegsabgabe für das Rechnungsjahr 1919 vom 10. September 1919
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Liebmann
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 548 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Kommentar zum Gesetz über eine Kriegsabgabe von Vermögenszuwachs und zum Gesetz über eine außerordentliche Kriegsabgabe für das Rechnungsjahr 1919 vom 10. September 1919
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36S 
Kriegsabgabcgesetz 1919. § 14. 
ober Genossenschaft nur einen Sitz haben, bet auch allein bezüglich bei Steuer 
pflicht entscheibet (pr. OVG. in St. 2 S. 264, 3 S. 57). „Für bie Gewerk 
schaften besteht kein gesetzlicher Zwang zu satzungsmäßiger Bestimmung bed 
Sitzes. Wegen ihres Sitzes ist zwischen ben Gewerkschaften bed älteren unb 
denen bed neueren Rechtes zu unterscheiben. Die Gewerkschaften bed neueren 
Rechtes sinb burchweg Kaufleute i. S. bed § 2 HGB. und demgemäß verpflichtet, 
ihre Firma und den Ort ihrer Handelsniederlassung zur Eintragung in 
das Handelsregister anzumelden (§ 29 HGB.). Der eingetragene Ort ist ihr 
Sitz. Auf die Gewerkschaften des älteren Rechtes, denen die juristische Per 
sönlichkeit fehlt, findet dagegen § 2 HGB. keine Anwendung (Art. 5 des Einf.G. 
z. HGB. v. 10. Mai 1897). Gemeiniglich wird die „Belegenheit" des Berg 
werkes mit dem Orte, an welchem die Verwaltung geführt wird, zusammen- 
fallen Indessen trifft dies keineswegs immer zu; insbesondere gibt es Gewerk 
schaften, deren Bergwerksbetrieb oder Grubenfeld sich über mehrere Steuer 
bezirke erstreckt. Bei solchen würde die Beurteilung des Sitzes nach dem Orte 
der Belegenheit ungeachtet einer einheitlichen Verwaltung zu der Annahme 
eines mehrfachen Sitzes der Gewerkschaft führen. Hiernach ivirb der Sitz einer 
Gewerkschaft des älteren Rechtes stets nur nach dem Orte der geführten Ver 
waltung zu beurteilen sein" (Fuisting-Strutz, Eink.St.G.,Anm. 40c zu §1). 
Als Sitz bet anderen Bergbau treibenden Vereinigungen gilt nach § 24 
BGB., wenn in der Satzung nichts anderes bestimmt ist, der Ort, an welchem 
die Verwaltung geführt wird. 
4. Der für die subjektive Rbgabepflicht maßgebende Zeit 
punkt. . 
a) Die Abgabepflicht einer Gesellschaft kann nur eintreten, wenn sie zu dem 
für diese maßgebendem Zeitpunkte rechtlich bestand. Soweit das bürgerliche 
Recht bindende Vorschriften darüber enthält, mit welchem Zeitpunkt eine Gesell- 
schaft entsteht, kann eine solche sich nicht durch Satzungsbestimmung, Vertrag mit 
einer Rechtsvorgängerin u. dgl. int Wege der Fiktion eine rechtliche Existenz für 
eine vor jenem Zeitpunkte liegende Zeit beilegen (RFH. I A 118 u. 119 
v 16 Sept. 1919, Sam ml. 1 A S. 205). Ist bei Gründung einer Gesellschaft 
abgabepflichtiger Art das Geschäft eines Einzelkaufmannes oder einer offenen 
Handelsgesellschaft eingebracht, so ist streitig, ob die Eröffnungsbilanz dann, 
wenn das eingebrachte Geschäft so übernommen wird, daß es als von einem 
früheren Zeitpunkte an für Rechnung der neuen Gesellschaft geführt gilt, auf 
diesen früheren Zeitpunkt abgestellt werden darf; bejahend Simon, S. 105 ff., 
Staub-Hachenburg, Anm. 12 zu § 41; verneinend Staub-Könige, Anm. 8 
zu § 239, Lehmann-Ring HGB., Nr. 9 zu §260; OLG. Jena bei Hold- 
hcim II 219. RFH. a. a. O. mißt der Vereinbarung, daß das Geschäft einer 
Gesellschaft m. b. H. auf Grund der Bilanz einer offenen Handelsgesellschaft 
zu übernehmen ist, die Bedeutung bei, daß bei der Gründung der Gesellschaft 
nt. b. H. ein im Gang befindliches Geschäft eingebracht wird, das am Bilanz- 
stichtage die aus der Bilanz für diesen Tag ersichtlichen Aktivett und Passiven 
besaß. Diese Feststellung überhebt die Gesellschaft m. b. H. nicht der Verpflich 
tung, eine Eröffnungsbilanz auf den Tag ihrer Eintragung zu machen und ihr 
erstes Geschäftsjahr erst von diesem Tage ab zu datieren. Wenn in der kauf- 
männischen Praxis vielfach anders verfahren wird, so kann „diese Übung steuer 
rechtlich nicht zugelassen werden. Soweit für die Erhebung von Steuern Rechts- 
Vorgänge des bürgerlichen Rechts maßgebend sind, ist grundsätzlich deren Begriff 
und Tragweite dem bürgerlichen Rechte zu entnehmen, es fei denn, daß die 
Steuerges. selbständige Bestimmungen enthalten, die eine Abweichung von der 
nach den Grundsätzen des bürgerlichen Rechts sich ergebenden Beurteilung
	        

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Kommentar Zum Gesetz Über Eine Kriegsabgabe von Vermögenszuwachs Und Zum Gesetz Über Eine Außerordentliche Kriegsabgabe Für Das Rechnungsjahr 1919 Vom 10. September 1919. Verlag von Otto Liebmann, 1920.
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