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Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Monograph

Identifikator:
1016274645
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-162307
Document type:
Monograph
Title:
Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Koehler
Year of publication:
1920
Scope:
VIII, 309 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
  • Title page
  • Contents

Full text

88 — 
mülfen die Landwirt/HaftlidHen Arbeiten während des fehr langen und 
‚auhen ruflilgen Winters beinahe volljtändig ruhen. Ohne die [ehr 
ntwidelte Hausinduftrie mükte, nad) dem Ausfpruche eines rujlijdhen 
Schriftitellers, „die Hälfte der ländliden Bevöllerung den größten 
Teil des: Nahres müßig zubringen“ und Könnte die Steuern und 
onjtigen Zahlungen nicht aufbringen. Auf dem Gebiete des Haus- 
zewerbes hat der ruflilde Bauer eine große Fertigkeit erlangt, und 
dieje Produktion erftredt fiH auf die verfhiedenartigjten Gegenjtände, 
Die von den Tulafden Bauern angefertigten Samowars find in ganz 
Rußland zu finden. Das Gouvernement Rjafan ijt bekannt durdh 
bie Herftellung von Senfen, Filzgeweben, Bajtmatten und Spigen, 
Jas Gouvernement Koftroma durch Textilwaren, Metallwaren und Filz 
tiefel. Im Gouvernement Nijhnij Nowgorod befhäftigt fid) die Haus- 
‘ndufjtrie vornehmlid mit der Herftelung von ver]hiedenartigen Holz- 
gegen{tänden (Holzlöffel, Holzgefhirr, Böttdghereiarbeiten, Kijten, Spiel- 
'acdhen ujw.), ferner mit Lein- und HandjHuhHweberei, Nekzflechterei u. a. 
Eine bejonders große Bedeutung Hat die Hausindufjtrie naturgemäß 
in den nördlidhen, weniger fruchtbaren Teilen des grokrufjlildgen Kerne 
zebiets gewonnen; hier hat fie vielfad) die Bildung eines indultriellen 
Proletariats vorbereitet. Zu erwähnen ijt, daß die Hausindultrie in 
3Zentralrukland beinahe immer als Lohnarbeit auftrat, und daHz der 
Bauer nur äußert felten feine Erzeugnijffe direkt für den Markt Her- 
itellte. Der dörflide Hausinduftrielle befhäftigte in der Regel eine 
Heine Anzahl von Lohnarbeitern und bildete das Zwildenglied zwiflden 
jem Produzenten und dem [tädtifhHen Großhändler, der die Ware auf 
ben Markt brachte. Eine fehr Häufige Erfheinung war, dak der Lohn- 
arbeiter der dörfliden Hausinduftrie feinen AUnteil am Gemeindeland 
verpachtete, und dies führte nun zur Bildung eines dörflidhen, nicht 
landwirt/haftlidHen Proletariats, was ia durch die Mirverfallung gerade 
vermieden werden folte. 
Die voliswirt/dhaftlide Bedeutung der ländliden Hausinduftrie 
darf nicht unter[Häßt werden, denn, wie erwähnt, fanden nur dank 
ihr große Teile der Iandarmen BauernfHaft eine Exijtenzmöglichkeit. 
Nber mit der Ausbildung und Verbreitung der mafdhinellen Groß: 
induftrie wurde das KHausgewerbe immer mehr zurüdgedrängt und 
die Jandwirt/hHaftliHe Bevölkerung gezwungen, in den Fabriken, die 
ihnen beffere Verdienftmöglidhkeiten bieten konnten, ihr Brot zu fuchen. 
Eine weitere wichtige Erwerbsquelle für die großrulfijghe Bauern- 
[Haft bildete das Wandergewerbe. Wenn die landwirtihHaftliHen Satfon- 
arbeiten erledigt waren, begab der Bauer fidH vielfad) auf Wander. 
idaft, um als Zimmermann, Tijdler, Fabhrikarbeiter, aber au auf 
oielen anderen Gebieten fein Brot zu finden. Ia, Häufig wurde die 
Beritelung des Anteillandes ausichliekliH der Frau und den Kindern
	        

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Die Wirtschaftliche Zukunft Des Ostens. Koehler, 1920.
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