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Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Monograph

Identifikator:
1016274645
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-162307
Document type:
Monograph
Title:
Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Koehler
Year of publication:
1920
Scope:
VIII, 309 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
  • Title page
  • Contents

Full text

VI —. 
den betätigen fönnen, wijjen wir nodj nicht; wie der politiide Boden 
für foldy eine Betätigung ausfehen wird, wird die Zeit lehren. 
Ob auf dem Boden des früheren rulfildhen Reidhes nur ein 
geeinigter neuer Grokitaat unter rullijder Fahne entjteht, oder ob der 
politijdje Zerfall des Gebietes des einjtigen Ruklands endgültig i{t 
und nur einige Teile des früheren Imperiums [ih jtaatlid wieder 
zufanımenfinden; wie das Schidjal der Länder jein mag, die vielleicht 
[osgetrennt bleiben, — das find heute noch offene Fragen. 
Sicher aber ift eins: Das Syftem, auf dem der alte rujlijde Staat 
begründet war und rubhte, ijt für immer gebrodhen. „Los von Rußland 
um jeden Preis!“ war die einftimmige Lojung aller vom Grok- 
zulfentum beherridhten Bölfer, fie alle Hatten den Unjegen diejer Herr- 
jhaft und die verheerende Wirkung ihres Syjtems am eigenen Leibe 
erfahren, denn das Großrufjentum lebte nicht nur wirt[haftlidh von der 
Ausbeutung der von ihm beherrihten „Fremdvölfer‘“, wozu aud) die 
jtammverwandten Ufrainer und Weikrulfen gezählt wurden, fondern 
25 Inechtete fie auch) geiftig. 
Das Land der Grokrufjen war arm, und die Mehrzahl feiner 
Bewohner — 85 Prozent waren Bauern — ftand auf einer primi- 
tiven Kulturjtufe; die herrjhenden Klaffen waren aber [Hon dekadent, 
die fogenannte Intelligenz utopiftijd-revolutionär, ein innerer Zu- 
jammenhang mit dem Volk fehlte den Gebildeten; die Kirche und ein 
aggreifiver nationalijtijder Chauvinismus follten diejen Zujammenhang 
herftellen; aber die Kirchlihkeit war für die Oberfhicht zur Aukerlich- 
feit geworden, und der aggrefjive Nationalismus der Ober|hidht war 
im Grunde dem rujfiihen Bauernvolk fremd. Diejes Volk aber war 
durdy Jahrhunderte daran gewöhnt, defpotijd beherriht zu werden 
und — felbjt gefnedtet — ein Nacdhbarvoll nad) dem anderen der 
großrufliiden Herr]haft zu unterwerfen. 
Sm rufliigen Jmperium galt der Grundjag: „ein Zar — ein 
Reid, ein Gott — ein Glaube, ein Voll — eine Sprade.‘“ Mit 
brutaler Gewalt ging es in den Ländern der „Fremdvölfer‘““ an die 
Zeritörung von allem, was diejem Leitmotiv widerjprad. Ein Schwarm 
großruffifiher. Beamter drang in die unglüdliden Länder, die nad- 
einander der Herridhaft des großrujjijdhen Syjtems zum Opfer fielen. 
Da aber eine niedriger |tehende Kultur nicht befähigt ijt, Höhere 
Stufen menjhlidher Entwidlung im natürliden Werdegang, wo alles 
aufwärts ftrebt, abzulöfen, fo wurde dur) die Vergewaltigung alles 
anderen als großruflifhen Wefjens nicht gebaut, fondern zerftört, au 
nicht tatjächlid) rullifiziert, Jondern demoralijiert, indem der ethijdhe 
Wert, den jedes Bolkstum gibt, verfümmert wurde, ohne daß ein 
Erjaß dafür geboten werden Konnte. Die Kaufafjusländer, die Ukraine, 
Meikruthenien, Bolen, Litauen, die baltijHen Länder und Finnland
	        

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Die Wirtschaftliche Zukunft Des Ostens. Koehler, 1920.
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