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Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Monograph

Identifikator:
1016274645
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-162307
Document type:
Monograph
Title:
Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Koehler
Year of publication:
1920
Scope:
VIII, 309 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
  • Title page
  • Contents

Full text

111 
1 
e 
g 
1 
Bei dem allgemeinen, troftlojen Zujtande der Landwege in Ruß: 
(and fann es nicht verwundern, daß im dünnbefiedelten Norden die 
Wegelofigfeit eine [o gut wie volllommene ijt. €s [ei nur erwähnt, 
daß das rund 350000 Quadratwerft große Gouvernement Wologda 
nad) der amtliden Statijtit vom NYahre 1911 nit mehr als 6020 
Werft Landwege bejak, von denen nur 32 Werft Hauffiert und 6 Werft 
gepflajtert waren. Da aud) die Eijenbahnen beinahe ganz fehlen, 
gewinnen bie [Oiffbaren und flößbaren Flülfe naturgemäß eine erhöhte 
Bedeutung. Längs diejen Flüjfen hat fi ja aud) in der Hauptjache 
bie Kolonijation des Nordgebietes durch die SGroßrujfen vollzogen. 
Die widtigjten Flüffe, die das Gebiet mit dem Meere im Norden 
verbinden, [ind vor allen Dingen die nördlide Düna (Sewernaja 
ZTwina) mit ihren Nebenflüjjen Pinega und Waga, ferner die Fülle 
Pet[hora, Mejen und Onega. Die Gejamtlänge der [dhiffbaren Fülle 
bes Gouvernements Archangeljt beträgt 2755 Werft, von denen 2206 
Werft für den Dampferverkehr in Betracht kommen. Ein widtiger 
Vorzug aller diefer Wafjerläufe, die mit geringem. Gefälle durch Flache 
Ebenen flieken, ijt die ruhige Strömung. Mit dem Hluklyltem der 
Wolga ijt der Hauptfluß des Nordgebietes, die Düna, durdh zwei 
Kanäle verbunden. Der weftlide Quellfluk der Düna, die Sucdhona, 
ent/pringt aus dem Kubena-See, der dur) einen Kanal, der nad 
bem Fürften Alexander von Württemberg benannt ijt, mit der Schekffna, 
einem MNebenfluß der Wolga, verbunden ijt. Bon hier befteht auch 
wieder eine Verbindung durdh ein SKanaljyjtem mit der Newa. Der 
öftlige Quellfluß der nördliden Düna, die Wytidegba ijt gleichfalls 
mit dem Syjtem der Wolga verbunden, und zwar dur den Katharinen- 
fanal, der von der nördlidhen Keltma, einem Nebenfluk der Wytjdhegda, 
zur fübdliden Keltma, einem NebenflukH der Kama, führt; die Be- 
deutung diejer Verbindung ijt jedoch wegen ihrer Abgelegenheit nur 
gering. 
Einen bedeutjamen Auffdwung nahm das ganze Nordgebiet nach 
dem .Hahre 1897, als der damals einzige bedeutende Seehafen im 
Norden, Urdhangeljt, an der Mündung der Düna in das Weiße Meer 
gelegen, durch eine Eijenbahnlinie mit der Stadt Wologda und damit 
mit dem gejamten rulfijden Eijenbahnneß verbunden wurde. Im folgen- 
den Jahre, wurde aud) der widhtigite Flughafen an der Düna, Kotlas, 
durch einen Schienenjtrang mit der Stadt Perm verbunden und auf 
dieje Weife die Zufuhr von Waren direkt aus dem Uralgebiet nach 
Archangeljt ermögligt. Ardangelft nahm in der Folge aud einen 
bedeutenden Auffhwung. Ausgeführt wurden über diejen Hafen haupt- 
lädlid Breiter und Balken aus den Gouvernements Wologda und 
Arhangelft nad) England und Holland, Roggen, Weizen, Hafer, 
Roggenmehl und animaliihe Brodukte aus den Gouvernements Io-
	        

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