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Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Monograph

Identifikator:
1016274645
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-162307
Document type:
Monograph
Title:
Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Koehler
Year of publication:
1920
Scope:
VIII, 309 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
  • Title page
  • Contents

Full text

117 — 
4 
t 
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N 
L, 
1= 
in 
j(daftliden SGenofjenfhaftswejen fand, das nad außen hin rein wirt» 
jdaftlid) organijiert, in jeiner Seele in glühendem Hakz gegen das 
Moskowitertum auf die Stunde der Freiheit hHarrte, 
Die Zarenregierung des großrujjijhen Weltreidhes, aus delfen 
Mitte Moskau wie eine große gefrähige Spinne alle fremdjtämmigen 
Teile desjelben mit [einem Gewebe überzog, um fie auszujaugen und 
in wirt[daftlide Wbhängigfeit von [id zu bringen, 30g allein aus ihrem 
ufrainijden Gebiete 700 Millionen Rubel oder 220% ihres Budgets 
im Jahre 1913, während fie für dasjelbe Gebiet nur 360 Millionen 
oder 120% verausgabte. Fafjt die Hälfte der |taatliHen Einnahmen 
der Uiraine wurde fomit dem Lande entzogen und nad Rußland 
gebracht. WahrlidH fein Wunder, dak die Ufrainer als BorausfeBung 
für ihren wirt[Haftligden Aufjtieg die Befreiung von der moskiowitijdhen 
3Zwangsherrjdhaft betrachten. Ebhenjo verhinderte fie, daß die ulrat 
1i]jden Genoffenfhaften fi eine eigene oberite Zentrale [Hufen und 
'uchten fie in einer mosfowitijden Zentrale aufzufjaugen. 
Mit dem Zu[ammenbruc) des Zarenreidhes — feit 1917 alfo 
haben die ukrainijden Genofjenfhaften ihre Organifationen voll- 
det, nachdem fie ih von der rujjildh-mosiowitijdHen Zentrale Ios- 
gejagt hatten. Während die rujjildhen Genoffjen|Haften durg den Bol- 
idewismus ihre Bedeutung verloren Haben, find die ukrainijden nad 
Ubjdhluß ihrer Organifationen tat[äcdlidH die Vertreter des gefamten 
ufrainijden Gejdhäftslebens geworden. Kürzlid im ukrainijdHen Preife- 
dienjt vom 5. Mai 1920 gebrachte Mitteilungen des bevollmädtigten 
Bertreters des ukrainijden GenofjenjHaftswejens, Baranvowfki, zeigen 
die ausidhlaggebende Bedeutung der Genoffen|hHaften für die gefamte 
Bolfswirt[dHaft der Ukraine überhaupt. Er Jagt darüber: 
„Die Borgänge in der Ukraine haben dahin geführt, dak die 
yaktoren der Handelsheziehungen aus der Friedenszeit gegenwärtig 
Fajt gänzlid) ruiniert jind. Anter diejen Faktoren verftehe id die 
privaten Handelsunternehmungen und das Privatkapital, die Heute 
mtweder lKiquidiert oder nationalifiert find, oder infolge des gewaltigen 
Balutafturzes derart zujammen|Hrumpften, daß fie aukeritande find, 
Handelsge[Häfte zu treiben. 
Es verbleiben [AHlieklidH vorläufig nur die Organijationen, die, 
ungeacdtet der gegenwärtigen Ereigniffe, ihren Arbeiteapparat voll- 
tändig und wenigjtens in gewilfem Make aud) ihre Kapitalien un« 
verjehrt erhalten fonnten, was ihnen die Möglichkeit verfhafft, die 
Bebürfnijje des ukrainilden Bolies durdH BVerforgung mit den un- 
entbehrlidhjten Bedarfsgegenftänden zu befriedigen. Mit diejen Orga- 
nijationen jind die ukrainijden GenofjenfdHaften und deren 
Berbände gemeint. Die ukraini/den Genoffenfhaften eziftieren als [olde 
no) nicht lange, denn bis zum Nahre 1917 maren fie nur als fFiüd»
	        

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Die Wirtschaftliche Zukunft Des Ostens. Koehler, 1920.
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