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Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Monograph

Identifikator:
1016274645
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-162307
Document type:
Monograph
Title:
Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Koehler
Year of publication:
1920
Scope:
VIII, 309 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
  • Title page
  • Contents

Full text

31 — 
(affungen am Dnjejtr. Immerhin waren die Mongoleneinfälle die 
legten VBölferbewegungen; was weiter folgte, waren nur mehr poli- 
tijde Eroberungen und Entwidlungen. So ijt vom Ende des 13. Sahr- 
Hunderts die Herausbildung einer eingejejjenen Bevölkerung zu be- 
obadıten, die allerdings die mannigfaltigjten Blutmijdhungen aufwies, 
Grundlage bildeten die Moldowaner, die Nadkommen der römijdhen 
Anjiedler, die Goten, Slawen und andere. In diejer Zeit entjtanden 
Heine Fürftentümer oder Banate, die lid Mitte des 14. Jahrhunderts 
zum moldauijden Fürftentum vereinigten. 3u Beginn des 16. Yabhr- 
hHunderts eroberten die Türken den Jüdlidhen Teil Befjarabiens, Ende 
diejes Yahrhunderts drangen von Norden nodmals Eroberer, die 
Nogaijden Tataren, ein. Dieje wurden jpäter in ihren legten Meften 
in die Krim überfiedelt. Seit dem 18. Sahrhundert kamen in die 
nörbdliden Teile Beffjarabiens ufrainijde Kofaken. Bom Jahre 1812 
an fiel das Land nady wiederholten Eroberungszügen endgültig an 
Rußland. Die ruffifche Regierung [ucdhte das unter der Zürfenherr{dhaft 
menjdjenleer gewordene Land jhnell 3u bevölfern durch) eine zielbewußte 
Siedlungspolitit. Als Anfiedler wurden Deutjde und Bulgaren heran: 
gezogen, die alsbald dur ihre Tüctigfeit den wenig|t fruchtbaren 
Teil des Landes, den BudjhHak, zum reicjten Teile umgeftalteten. 
Nachdem nad dem Krimkriege Rumänien einen Heinen Teil des Landes 
(im Süden) fid) angeeignet hatte, der nad) dem Türkfeniriege 1878 
wieder an Rußland zurüdfiel, Idheint nun die ganze reiche Provinz 
aus dem Befjik des verbündeten Rukland, dem mit Rußland beliegten 
Rumänien zuzufallen. 
Befiarabien hat eine langgejtredte Geltalt, die fiH von Norden 
nad) Süden jtarf verbreitert. Die Länge beträgt 380 km, die Breite 
im Norden 20, im Süden 180 km. Der Flädeninhalt umfakht 
45629,9 qkm. Seine Grenzen find far umriffen und natürlid: 
im Norden der Unterlauf des Dnjejtr, im Weften der Pruth, im Süden 
die Donau, im Olten das Schwarze Meer, Das Land erhält jeinen 
Charakter als Borland der Karpathen, das fidH zur Donau und 
zum Meer hin neigt. Die wejtliden Vorbergslandihaften erheben 
JiQ bis zu 389 und 470 m. Die SHügelland[hHaften, die hei der Haupt» 
[tadt Kifjdhinew fehr Ihön find, werden durd Steppenland| haften unter. 
brodjen. Innerhalb des Landes gibt es feine größeren Gewälfer mehr. 
Selbit die gröhten Nebenflüffe der Grenzflülfe trodnen im Sommer 
aus, Wohl aber wird das Land von einer Reihe von fladjen Tälern 
mit Steilrändern durchzogen, die von der ftarken, abfließenden Schnee 
jdmelze gerifjen werden. Um jandigen Meeresufer und an der Mün- 
dung der Donau Haben bieje Frühjahrsgewäffer eine Reihe von Seen 
und Limanen gebildet, die meijt Salzwafljer enthalten. Die Unterlage 
des Bodens, die Gefteine, gehören meilt jpäteren Hormationen der
	        

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Die Wirtschaftliche Zukunft Des Ostens. Koehler, 1920.
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