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Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Monograph

Identifikator:
1016274645
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-162307
Document type:
Monograph
Title:
Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Koehler
Year of publication:
1920
Scope:
VIII, 309 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
  • Title page
  • Contents

Full text

— 182 — 
Tertiärperiode an. Bezeihnend it, daß aud Befjarabien, wie bie 
jüdruffilde Steppe, mit dem AKreidemeer bhededt war, dejjen NRüd- 
itänbe Die reihen Kalkfteinlager bildeten. Nur wenige Gegenden weijen 
Silurablagerungen auf. 
Das Klima ijt Kontinental mit Kalten MWintern und Heiken 
Sommern. Trogdem und troß der geringen Nieder[hläge it es für 
die Landwirt/haft jehr günitig, infolge der jebr beftändigen feuchten 
Nordweitwinde, Trodene und heiße Ojtwinde richten allerdings aud 
hier mandmal und gerade vor der Erntezeit große Verheerungen an. 
Die Niederihlagsmenge nimmt ab vom Norden nad) Süden, von 
500 mm mittlerer Jahresmenge und 200 mm mittlerer Sommermenge 
zu 300 mm und 75 mm im Süden. Die mittlere relative Feuchtigkeit 
beträgt im Winter 83, im Frühjahr 75, im Sommer 66, im Herbit 
78, die mittlere Jahrestemperatur im Norden + 89, im Süden + 10°, 
die mittlere Sahresamplitude 25% Unter 09 finfen nur die Monate 
Dezember, Januar und Februar. Die Schneedede dauert 40—60 Tage, 
der Dnjejtr ijt 288 Tage eisfrei, von Anfang März bis Mitte De 
zember. 
Der Boden ijt mittlerer Schwarzerdeboden aus Lehm und Sand 
mit 6—10 % Humus. In den früheren und jebigen Waldböden ij 
der Humus weggewajden und ijt der graue Waldboden zurüd» 
geblieben. Solde Stellen finden jich befonders im mittleren Teile 
des Landes. Gegen Süden Hin, bejonders in den Tälern vermindert 
jidj) der Humusgehalt, und der Sand wiegt vor. Reiner Sandboden 
jindet fid an den Ufern des Schwarzen Meeres und der Donau. 
Schwarzerdejalzboden findet fid an einigen Stellen, wie bei Sorofi. 
Pflanzenwelt. “Malditeppengebiet wecdhjelt ab mit Schwarz: 
erdeboden. Im den nördliden Wäldern wiegen vor Buchen, Hage- 
buchen und Eiden. Im Süden überwiegt die reine Steppe und zwar 
als Pfriemengrasjteppe und als MWermutiteppe (leßtere im Bud[haf). 
Feuchte Wiejen gibt es nur wenige. An Kulturpflanzen find vor 
allem Weizen, Mais und Weinrebe zu nennen. 
Das Tierleben ift nicht reidhaltig und enthält vor allem 
feine Vertreter der großen und mittleren Klaffen. Zahlreid find die 
Heinen Infektenfrejjer: Igel, Maulwurf, Spigmaus, Ziejelmaus und 
andere Meine Nager und Steppenräuber. Stark vertreten ijt die Wald- 
und Wafjervogelwelt; die Flüffe find reid an Filden. Bejonderheiten 
von Befjarabien find der Sieben[Hhläfer (Myoxus) und einige Vögel: 
Goldhähndhen, Steppenbirkhuhn, Bergfink, Neuntöter (Würger). Un 
Haustieren werden an eigenen Najjen gezüchtet Schafe und Schweine; 
von lekteren die fraushaarigen und furzohrigen. Bienenzucdht wird 
nod) vielfad in Baumhöhlen betrieben. 
In Bodenihäßgen ijt Beljarabien anjdheinend arm. Es werden
	        

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Die Wirtschaftliche Zukunft Des Ostens. Koehler, 1920.
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