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Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Monograph

Identifikator:
1016274645
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-162307
Document type:
Monograph
Title:
Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Koehler
Year of publication:
1920
Scope:
VIII, 309 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
  • Title page
  • Contents

Full text

— 154 — 
Nah einem Jahrhundert gelingt es Bolejlaw Krzywoulty, 
Schiefmund (1107—1138), Hinterpommern volljtändig zu erobern und 
Borpommern zu befeben. Wenn aud) diejes Gebiet, wie au ähnlich tand- 
[ic gelegene Beligungen als Mähren und das Slowafengebiet jen- 
jeits der Tatra, wieder verlorengingen, [0 beherriden dog) Polens 
Könige gegen Ende diefer Periode (um das Iahr 1138) ein weitaus- 
gedehntes Gebiet, von Hinterpommerns Külte im Norden bis zum 
Suß der Sudeten und Karpathen im Süden, von der Oder im Welten 
bis jenjeits der Weichjel zum Narew und Bug im Olten. Der Schwer- 
unit des Reidhes Hatte [ih von der Gegend um SGnelen und Bolen 
im Norden, nad Krakau im Süden verfdhoben. 
Un diejem Befjigjtand ändert ji mandes während der zweiten 
Beriode der territorialen Entwidhung (1138—1386). In ihr geht 
infolge des politijdHen Berfalls des bis dahin geeinten polnijden König- 
reides in zahlreihe Teilfürftentümer eine erheblidhe territoriale Ein: 
buße vor fig. Vor allen Dingen verliert Polen in diefer Zeit viel 
Landbelig im Weiten und Norden. Es bükt ganz Pommern ein, jowie 
das Gebiet an der unteren Weichjel, vorübergehend fjogar einf[Hliehlid 
Kujawiens. Dadurh wird Polen im 14. Jahrhundert Dolljtändig 
oom nördliden Baltijden Meere verdrängt. Blok gegen Südolten 
wird unter Kafimir dem Groken (1333—1370) durd Eroberung 
Rotruklands ein großer Teil des heutigen Galizien und der Ukraine 
für Polen erworben. Zugleid wird unter demfelben Herrjdher die 
Annäherung Polens an das Sftlid benachbarte Litauen angebahnt. Sie 
findet in der Vereinigung Litauens und Polens in Perfonalunion durch 
die Hochzeit des litauijden Königs: Jagiello mit der polnijdhen 
Königin Jadwiga (Hedwig) in Iahre 1386 ihren Ab{hluß. Bom 
Niemen und der Düna beginnend dur das ganze Flukgebiet des Dnjepr 
bis an die Gejtabe des Schwarzen Meeres wird alles Land unter 
polnifh-Kitauijdem Zepter vereinigt. Polen wird bhierdurd) zu einem 
Reid) von mehr als der doppelten Größe Deutjdhlands. Es ijt der 
damals größte flawijhe Staat feiner Zeit, welder andere flawilde 
Staaten jener Zeit (Böhmen, Rußland) an Gröke weit übertrifft, 
und nit mit Unrecht als einer der mädhtigiten Staaten des derzeitigen 
Europas gilt. Zu feinem Mittelpunkt wächit mehr und mehr MWarichau 
heran. 
Da in der Folge als Lehensgebiete aud nody Preuken und die 
Moldau zeitweilig hinzukommen, Hält fidh in der dritten territorialen 
Entwidlungsperiode, der Yagiellonifjden Cpode (1386—1572), 
Bolen fait zwei Yahrhunderte hHindurdh auf diejem AWreal, das mehr 
als um das Drei bis Bierfadhe feine urlprünglide Ausdehnung über- 
trifft. Sedo ein [Hwerwiegender Nachteil ijt mit diejem Flächen: 
vachstum verbunden aewelen: das volnifch-Kitauifihe Reich iit feit dem
	        

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Die Wirtschaftliche Zukunft Des Ostens. Koehler, 1920.
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