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Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Monograph

Identifikator:
1016274645
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-162307
Document type:
Monograph
Title:
Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Koehler
Year of publication:
1920
Scope:
VIII, 309 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
  • Title page
  • Contents

Full text

— 172 — 
[eine wictigiten Sndujtriezweige [ind jedoch die Metallbearbeitung, der 
Mafdhinenbau und die Zuderfabrikation. 
Die Anfänge des induftriellen Lebens verdankt das Land der 
intenfiven Förderung feitens der Regierung des Herzogtums War[dau 
und päter des Königreichs Polen, aljo den bewukten Staatseingriffen 
in den Gang des MWirt[Haftslebens, die wir als „merkantilijtilde Wirt- 
jhaftspolitif““ zu bezeichnen pflegen. Während jedoch im Weiten die 
Regierungen ihre Unterltühung einer natürlichen Entwidlung der jtädti- 
den Produktion geboten haben, welde allmählid infolge der Kon- 
zentration Des Handelskapitals und der Erweiterung des Wobjagmarktes 
die Umwandlung des Handwerks in eine manufakturmäßige Produktions- 
weijfe drängte, war Polen zu Anfang des 19. Sahrhunderts ein reiner 
Morarftaat, aufgebaut auf der Naturalwirtihaft des Gutshofs. Die 
MWirtIhaftspolitik der Regierung konnte weder in tehnifdher, no in 
jozialer Beziehung an eine eigene Sfonomijde Entwidlung anknüpfen 
und war fomit genötigt, aus dem Auslande Kapitalien, Unternehmer 
— man denke an Coqueril, Fraget, Sirard — [owie Handwerker zU 
beziehen. Durch ein Dekret vom Hahre 1809 wurden fremden Hand- 
werfern und Fabrikanten bei ihrer Anfiedlung im Herzogtum Warihau 
materielle Borteile zugejidert, gleichzeitig wurde die Einfuhr von Roh- 
itoffen 3oNpoliti[d gefördert, ihre Ausfuhr erjhwert. Die Entjtehungs- 
periode der polnijchen Sudujtrie, oder, richtiger gejagt, Der polnijchen 
Manufaktur fällt jedod in das Sahrzehnt 1820—1830. Mit einer 
Reihe von Dekreten ftellte die Regierung in den Yahren 1816—1824 
unentgeltlid Häufer und Baumaterial zur Verfügung, erließ den Pacht- 
zins, gründete Fonds 3ZUr Unteritüßgung von SIndultriellen, befreite 
die Einwanderer von allen Steuern und vom Militärdienjt. Diele 
UAnziehungsmittel verfehlten nicht ihre Wirkung. Ungefähr zehHntaufend 
deutjhe Handwerferfamilien find in wenigen Sahren (1818—1827) 
eingewandert. Deutjher Unternehmungsgeijt und Arbeitslujt haben die 
polnifjde Indultrie begründet, ihnen verdankt fie aud) die weitere Ent- 
midlung und Blüte bis in die jüngite Zeit hinein. Sm DVBerein damit 
jaben das deutfhe Kapital und die deutfde Technik bis zum Ausbruch 
des Weltkrieges eine führende Rolle in der Ynduftrie Polens gelpielt ; 
der größte Teil der großindujtriellen Unternehmungen lag in deut[hen 
Händen, war von Deutidhen begründet worden und wurde von ihnen 
geleitet, während polni]des Kapital vorwiegend Nur in den landwirt- 
Ihaftlich-induftriellen Unternehmungen eine bedeutende Rolle fpielte. 
1817 wurden Handels» und Manufakturflammern errich: 
tet, im folgenden Yahre Hypothekenbücher eingeführt, 1825 die Land- 
freditgefellidhaft gegründet. Einen recht bedeutungsvollen Stüßgpunit 
gab die Regierung aber der Tfeimenden Manufaktur dur Gründung 
der Bolniichen Bank 1828, die nad dem Norbild der deutichen
	        

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Die Wirtschaftliche Zukunft Des Ostens. Koehler, 1920.
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