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Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Monograph

Identifikator:
1016274645
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-162307
Document type:
Monograph
Title:
Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Koehler
Year of publication:
1920
Scope:
VIII, 309 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
  • Title page
  • Contents

Full text

181 — 
8 
a 
N 
1 
{1 
N 
Ta 
fiegt, ift auf ihre Stellung in Kongrekpolen bzw. ihr Verhaltnis zum 
rujfiiden Staat zurüdzuführen. Im Anfang des 14. Jahrhunderts, 
den deutjdhen Verfolgungen fidH entziehend, fanden die Juden Schuß 
unter Kalimir von Polen. Da das kanonijdhHe Recht den Chrijten den 
Geldhandel und Geldwechjel verbot, wandte [ih das Hauptinterejle 
der Juden diefem Erwerbszweige zu, der bereits 1347 durd) das 
„Statut von Wijlica“ den Juden gefegmäßig zuerkannt wurde. Unter 
dem Einfluß ihrer Sprache und den Religionsbräuden zu[ammenhaltend, 
jiedelten fie fig hauptjächlid) in Stäbten an. 
Snfolge der rulfijgden GefjehHgebung über einen jüdijhen „An- 
jiedlungsrayon“*), die ein Abwandern der Iuden nad dem Olten 
Rußlands verhindern [ollte, wandten ih die aus Rußland ausgewiejenen 
Suden nad) Kongrekpolen, foweit fie nicht gänzlidH auswanderten. So 
fommt es, daB in Polen im IYahre 1913 rund 2 Millionen Juden 
vorhanden waren, das find etwa 15% der Gefamtbevölferung. Zum 
jtändigen Aufenthalt außerhalb des Anfiedlungsrayons wurden nur 
ausnahmsweife- einzelne Kategorien von Iuden, und zwar Leute mit 
afademifcher Bildung, Grokkapitaliften (Kaufleute erjter Gilde) und ge- 
wilfe hochqualifizierte Handwerker zugelafjen. Bon diejen Ausnahmen 
abgejehen, wurden die übrigen Yuden feit dem Iahre 1882 periodild 
iminer von neuem mit aller Rüdfichtslofigfeit ausgewiefen und ver» 
trieben. Außer diefen behördlidgen Mafjfenausweijungen trugen gleich» 
falls die von der fanatijdhen rujjijdhen Bevölkerung infzenierten blu- 
tigen Yudenheken, die fogenannten „Pogrome“, aud) viel dazu bei, 
daß Hunderttaufende von Juden nach den polnijdhen Landen hinein- 
gedrängt wurden; in der Zeit von 1893 bis 1909 Jind allein über 
100000 Juden aus Rußland nach Kongrekpolen eingewandert. 
Man findet unter den Juden in Polen Vertreter verfhiedeniter 
Berufe. Es gibt unter ihnen Grokinduftrielle und VBankiers, Land» 
wirte und Angehörige aller freien Berufe; ferner Gelehrte, Politiker 
und Schriftiteller. Die Mehrzahl der Juden befteht aber aus Heinen 
Rrämern, Straßenverkäufern und Haufierern, ferner aus allerlei Ber- 
mittlern, [ogenannten „Faktoren“, die eine Vermittlung primitiver Art 
betreiben, die als Agenten und Informatoren gröherer Kaufleute und 
Brivatperfonen ihr Brot verdienen; viele hefajfen fich au) mit dem 
Transport von Waren. Es ijt dies ein in jeiner Art einziges Handels 
proletariat, das buchjtäblig weder Einlage -nod) Betriebskapital be- 
tt, Jondern dusfhlieklid auf den Verdienjt des Tages angewiejen it. 
Zahlreihe Juden find allerdings au Handmerker. Mande der am 
DL 
Ah 
*) Zum weiteren Anftedlungsranon gehörten außer Kongreß-Polen au 
andere Gebiete Ruklands, die früher mit dem arokpolniicdhen Reich vereinigt 
MWDaren.
	        

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Die Wirtschaftliche Zukunft Des Ostens. Koehler, 1920.
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