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Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Monograph

Identifikator:
1016274645
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-162307
Document type:
Monograph
Title:
Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Koehler
Year of publication:
1920
Scope:
VIII, 309 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
  • Title page
  • Contents

Full text

— 241 — 
. 
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Zelten . vielgeltaltig ijt das Klima im weitliden Transfaukfafjien: eine 
;ropijd) üppige Vegetation (u. a. Feigen und SGranatbäume), Sümpfe 
und dichte Urwälder, in denen der Büffel Hault, hededen das regen- 
reihe, warme Tiefland; etwas Höher hinauf liegt die Zone der Eiche, 
des Maijes und des Weinfjtods —- der am didhtejten bevölferte Teil 
yes Landes. Bis 700m Höhe trifft man die Baumwolljtaude als 
Rulturpflanze, bis 1000 m Linden- und Eidenwälder an; weiter höher 
nird der Wald zuerft von Buchen, dann von Birken, Nadelhölzern, 
Ahorn und Notbuchen gebildet; in einer Höhe von 1500m nimmt er 
ganz nordijdhes Gepräge (Tannen, Birken und Ejpen) an. Bon Körner: 
früchten wird in den unteren Lagen Mais, in den mittleren Weizen, 
weiter höher Roggen und Gerfte gebaut. Die Bewohner des Waldes 
iind vorzugsweile Rehe, Edelhirfhe und Bären, oberhalb der Baum- 
grenze lebt die Gemfe und der Steinbod, 
4. Das HogHland von Armenien, der [ogenannte Kleine 
Raufajus, verläuft im allgemeinen parallel mit dem Kaufa[usgebirge 
und bildet mit feiner viel geringeren Erhebung von 1500 bis 1800 m 
sin teils {Iacdhes, teils gewölbtes, meijt jrudtbares Plateau; aus 
diejem erheben fidy verfdiedene Berginjteme, die eine HShe von 2500 
5is 3000m erreiden; die hHöchiten Gipfel [ind der Ararat und der 
Aagös; viele Bergifetten hefigen erlojdene Vulkane; im Krater des 
Uagds wird fogar Schwefel gewonnen; Zahlreiche und große Seen 
beleben die Landihaft. Klimatijdh find alle Zonen vom weichen See- 
%Tima an der Külte bis zum rauhen Gehirasklima vertreten. 
9. Die DBevölkerung 
Kaufafien beherbergt etwa 12 Millionen Einwohner und ijft dem: 
nad) äußert dünn bevölfert: die Didtigkeit pro Quadratwerjt beträgt 
im Gouvernement Kutais 55, Eriwan 40, Tiflis 33, Kuban 33, 
Baku 30, dagegen im Dageftan nur 26 und im Terefgebiet gar 19. 
Die ethHnographijHen Verhältnifje Kaukafiens gehören zu den ver- 
mideliten der Erde, feine Lage als einer Brüde zwilden Ajien und 
Europa, fowie der Oberflägendharakter des Landes mit ben riegel- 
artig abjperrenden Gebirgsreihen und tief eingefeniten, [dhwer zugäng- 
liden Tälern haben ein Völkergemijdh von jeltener VBielgejtaltigkeit 
hervorgebracht: groß war die Zahl der eingewanderten KRalfen und 
der Meinen Völkerfplitter, die unter dem Schuß der Bergwälle ein 
zinfames Leben zu führen und fo ihr Blut- und Sittenerbe durch 
die Yahrhunderte zu erhalten vermochten. Noch Heute zählt man in 
Raufalien 35—40 verfdhiedene Sprachen. 
Da {ft zunächft die autodthone Kaukalijche Rafje: die Sprachen 
itanden bis vor kurzem ganz ifoliert da und werden neuerdings mit dem 
Die wirtichaftlidhe Zukunft des Ditens 
2 
A
	        

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Hansische Beiträge Zur Deutschen Wirtschaftsgeschichte. Hirt, 1928.
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