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Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Monograph

Identifikator:
1016274645
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-162307
Document type:
Monograph
Title:
Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Koehler
Year of publication:
1920
Scope:
VIII, 309 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
  • Title page
  • Contents

Full text

— 344 — 
Slaubensbekenntnis nad) gehören die Georgier (mit Ausnahme der 
mohammebdanifdhen Adjdharen in Batum) der griedhijH-Latholijdhen Kirde 
an, die Tartaren und fajt alle Bergvölfer [ind Mohammedaner, die 
Deut/den in überwiegender Mehrzahl Lutheraner, die Kalmüden 
Buddhiften. 
Das Shul- und Sanitätswefen liegt no) redht im argen: 
die rufliihe Statiftik ergab einen Prozentfag von 10,5 des Lejens 
und Schreibens Kundigen. Bor allem fehlt es aud) an mittleren Land- 
wirtichafts]hulen, von denen es 1913 in ganz Iranskfaufajien nidt 
zine einzige gab; neuerdings hat die georgifhe Regierung einige [older 
Schulen eröffnet und plant nod) eine Reihe weiterer zu begründen. 
Ebenfo viel zu wenig gibt es Ärzte und Krankenhäufer; obgleid) die 
Sterblichteit nit hoch ijt (18,8 auf Taufjend) Könnte in der Be: 
fämpfung der hHauptfäclidhiten Seuchen, wie Malaria und Iyphus, nod 
viel gefhehen, jo 3. B. haben fig die früher äukerft ungejunden Ver- 
Bältnijfe in Batum dur Trodenlegung der Sümpfe wejentlidh gebejjert. 
Staatlige Neubildungen. DBVielgeftaltig wie die Bevölke- 
cung war das politijde Schidjal des Kaukafus; von feinen Völkern 
hat vor allem das georgifdhe feine eigene Kultur mit eigenem Schrift- 
tum und einen jahriaufendalten Staat hervorgebracht; unter der Kö- 
nigin Tamara um 1200 erjtredte [id Georgien vom Schwarzen bis 
zum Kafpijden Meer, nachher zerfiel das RMeih in mehrere Klein: 
itaaten. Der öftlige Teil des Kaukafus kam dann unter perfijdhe 
Dberhoheit, während der weitlidhe und die Vergvölfer wenigltens no- 
minell der Türkei unterjtanden. Seit dem 18. Yahrhundert begann 
Rußland im Kaukafus Fuß 3u fafjjen: 1801 annektierte es Georgien, 
1859 wurden nad) jahrzehntelangem blutigem Kleinkrieg die Berg- 
oölfer unterworfen, 1878 trat die Türkei Batum, Kars und Ardbahan 
ab. Der ruflilde Einfluß auf das innere Leben der kaukfafjiihen Bölfer 
iit nie groß gewefen: fie haben ihre Eigenart bis auf wenige Wusnahmen 
bewahrt. Nach Ausbruch der ruflijihen Märzrevolten von 1917 madten 
ji au glei Selbjtändigkeitsbejtrebungen bemerkbar, die zuerft auf 
in föderatives Verhältnis zu Rukland, nachher aber feit Beginn der 
Bolfhewiftenherridhaft in Rukland auf völlige Selbjtändigieit hinaus- 
liefen. Der anfangs unternommene Verfuch, Georgien, Armenien und 
Aierbeidihan (wie das tatarijhe Siedlungsgebiet genannt wird) 3U 
einem Föderativjtaat zu ammenzu[dhlieken, [Heiterte an dem tatarijd- 
armenijden Gegenjage und der faljden türkijhen Kriegspolitik. Die 
zinzelnen drei Iaufkalijden Staaten find dann getrennte Wege gegangen 
und haben ihre Unabhängigkeit erflärt, die audy von der Entente an- 
erfannt worden ijt. Die Verhältnijfe bei den Bergvölfern find nodh 
nicht geflärt, zu einem geldloffenen Staatswejen haben ie es troH 
dabhinzielender Berluche noch nicht gebracht.
	        

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The Work of the Stock Exchange. The Ronald Press Company, 1930.
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