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Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Monograph

Identifikator:
1016274645
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-162307
Document type:
Monograph
Title:
Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Koehler
Year of publication:
1920
Scope:
VIII, 309 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
  • Title page
  • Contents

Full text

— 257 — 
;owohl fqwer paflierbare jHhneebededte Gebirge, als aud) Jonnenver- 
rannte Sandwülten, nur der nalje Lehmboden kann ihm gefahrvoll 
yerden; es ift daher in der Regenzeit nit Teicht, eine Karawane 3U- 
jammenzujtellen, man ijt genötigt, [elbjt Kamele zu faufen, fie folteten 
dor dem Kriege etwa 120—160 Mark. Die Transportpreije betrugen 
ie nad) der Jahreszeit 40—85 Pfennig pro Tonne und Kilometer. Ein 
Ramel farın mit 200—250 kg beladen werden und legt in einer Nacht 
(am Tage ruhen die Tiere aus) 35 km zurüd. Pferde gehen etwas 
idhneller (40 km täglich), tragen aber nicht mehr als 80 kg. Die Waren 
iind allen Einflüjfen der Witterung ausgejeßt und werden bei dem täg- 
lien Auf und Wbladen leicht bejhäbigt. Die Wege, die dem Wagen- 
verfehr dienen, find oft ganz unpallierbar: der Löhboben bildet, wenn 
sr vom NMegen aufgeweicht ift, einen zähen Moraljt, der für Wagen 
und Tiere oft wodhenlang nicht zu durchqueren ijt. Dem Berfonenverkehr 
dient die Pofjt, dem Perjonen- und Wagenverkehr der einheimijdhe 
Mrba, ein zweirädriger Hoher, ganz AaUs Holz hergeftellter Wagen. 
Neuerdings wurde au ein Automobilomnibusverkehr geplant. Die 
Wege im Hochgebirge ftellen enge, äußer]t fOwer gangbare Pfade dar, 
bie meift überhaupt nur im Sommer (Suli—YAuguft) benugbar find. 
Bon größter Bedeutung für die wirt{dhaftlide Entwidlung des 
Landes find natürlid die Eijenbahnen, die feit den achtziger Jahren 
des vorigen Jahrhunderts mit unjäglider Mühe gebaut worden jind; 
große Schwierigfeiten bereitete vor allem der Triebjand: dur Be- 
deden des Bodens zu beiden Seiten der Bahnlinie mit einer Qehm- 
ihidht, durg Anpflanzung von Wüftenpflanzen ijt die Bahn allmäh- 
lid nad) mandherlei Mikerfolgen vor Verjdüttung ge/hüßt. Die beiden 
zroßen Bahnlinien (die mittelafiatiide und die Orenburg— TajdHfenter) 
genügen den Verkehrsanjprüden [don längit nidt mehr, vor allem 
verlangt das Baumwolland Südturkejtan beijere Verbindungen mit 
dem getreidereichen Norden, eine ent|prehende Bahnlinie (Arys—Werny) 
wurde bei Kriegsbeginn in Angriff genommen. Ganz bejonders wichtig 
märe die Anlage von möglichjt zahlreichen Aeinbahnen. Neuerdings 
ift u. a. der Bau folgender Bahnen ins Auge gefaßt: einer [übjibirie 
i®en Bahn von Orft im Gouvernement DOrenburg nad) Semipala- 
Hinf£ durd) die Kirgifijdhe Steppe (mit einer Abzweigung nad) den Kupfer- 
werfen von Aimolinfk), einer Linie Stawgorod— Semipalatinff—Werny 
und Petropawlowji— Koft!dhetaw, 
Der Verkehr auf den Waljfjerftraken ft in Airgifijtan auf dem 
Srtyld) befonders lebhaft, während er auf den Flüfjen Turkejtans 
mit großen Schwierigfeiten zu fämpfen Hat: Hochwajjer wedhjeln mit 
außerordentlidem Tiefitande, das Wafjer reißt oft ganze Landiom- 
pleze mit fig fort und verändert [tändig das SFlußbett, erjhwert wird 
der Dampferverkehr no durd den Hohen Schlammgehalt des Walfers. 
Die wirtichaftlihe Aukunft des Oltens 17
	        

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Die Wirtschaftliche Zukunft Des Ostens. Koehler, 1920.
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