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Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Monograph

Identifikator:
1016274645
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-162307
Document type:
Monograph
Title:
Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Koehler
Year of publication:
1920
Scope:
VIII, 309 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
  • Title page
  • Contents

Full text

_ 262 — 
wurde vor dem Kriege hHauptjächliH nad) Sibirien. Bedeutend it 
azud) die Ausfuhr von Zudermelonen, bejonders aus Bucdhara. 
Die Weingärten Turkefltans (HauptfädlidH in Samarkand und 
Fergana) bededen zirla 25000 Dekjatinen und ergeben fabelhafte 
Ernten (400—800 Bud pro Dekjatine). Die Trauben find von un- 
gewöhnlider Größe und Haben bis zu 22% reinen Zudergehalt. Die 
Entwidlung der Weinfabrikation jteht nodh in den Anfängen (jährliche 
Broduktion bloß 150000 Tonnen). 
Seide. Die Turkejtaner Seide ift von hoher Qualität; die Seiden- 
gewinnung ijft in leßter Zeit merflidh gejtiegen, nachdem fie zeitweife 
infolge Krankheiten der Seidenraupe zurüdgegangen war, 1910 pro- 
duzierte Turkejtan über 340000 Pud Kokons, Die Turkejtaner Seide 
wurde nidHt nur nad) Rußland ausgeführt, jondern war aud) auf aus- 
[ändildHen Märkten zu finden. Die Seidenproduktion hat allem UAUn- 
"Hein nad) eine große Zukunft, widhtig wäre die Begründung von 
Schulen für Seidenweberei, von Multertrodnereien, Anitellung von 
Xnitrukteuren uw. 
Die Biehzucht liegt vorwiegend in den Händen der Nomaden. 
Die Herde liefert dem Nomaden alles, was er zum Leben braucht: 
jeine Wohnung, die HauptfäclidH aus Filz hHergeftellt ijt, Seider, 
Nahrung, die aus Mild, Käfe und Fleijd befteht. Se mehr die No» 
maden zur anfäjfigen Lebensweije übergehen, um jo mehr tritt die 
Pferdezucht gegenüber der Ninderzucht in den Hintergrund. Die An- 
forderungen, die der Nomade an fein Vieh ftellt, Haben eine 3ühe, 
zum Kampf mit der Natur befähigte Ralje hHerangezüchtet, wenn fie 
zud) den veränderten neuzeitliden VBerhältnijjen nicht mehr immer 
zntipridht. Gut find die Kamele und Schafe, aud) die Pferde find 
äußerjt ausdauernd, während das Rindvieh von minderwertiger Qua- 
[ität ijt. Berühmt find die Karakuljhafe, die das bekannte „Ajtradan- 
fell“ ergeben; die Feinvliesfhafe find erft in neuerer Zeit eingeführt 
und Haben [id gut akflimatifiert, [jo daß die Möglichkeit der 3üdc- 
hıng von Merinos erwiefen ijft, Die Wollausfuhr (Kamel- und Schaf- 
wolle) betrug vor dem Kriege jährligH 600—800000 Pud. Erwähnt 
jei nod) die Zucht von Ziegen, Schweinen (nur von den Rulfen be- 
irieben), Ejeln (ein billiges unentbehrlides Zug- und Reittier) und 
Yals (das Zugtier des Turkejtaner Gebirges). 
Die Bienenzucdht Könnte nod viel intenfiver betrieben werden, 
lie war der einheimifdhen Bevölkerung fajt gar nidht bekannt und wird 
hauptJäclig von rullijden Kolonijten ausgeübt. 
Fildfang wird Hauptfäclig am Irtyfh, dem Saijanfee, dem 
Uralfluß, der Oftfüfte des Kafpilhen Meeres, dem Aralfee mit den 
Vülfen Amu- und Sypr-Daria betrieben, die anderen Klülle und Seen
	        

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Die Wirtschaftliche Zukunft Des Ostens. Koehler, 1920.
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