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Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Monograph

Identifikator:
1016274645
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-162307
Document type:
Monograph
Title:
Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Koehler
Year of publication:
1920
Scope:
VIII, 309 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
  • Title page
  • Contents

Full text

279 
und in Gruppen zujammenfajjen. Es Haben in früher Vorzeit Wan- 
derungen, Rafjenkreuzungen, Annahmen fremder Sprachen im AWb- 
hängigfeitsverhältnis tattgefunden, Kurz es find Bindungen erfolgt, 
und es lHiegen da Zujammenhänge verborgen, die dem Foriher ein 
weites, interejjantes Feld bieten. 
Es ijt volllommen unmöglich, die Zahl der fibirifhen Eingeborenen 
mit einiger Sicherheit fejtzujtellen. Sie Ieben teilweije in Wildnilfen, 
die nie vom weißen Mann betreten wurden, zerftreut auf Taufende 
von Kilometern. Wir wollen uns infolgedeffen darauf befhränken, 
daß bei der Bejpredung der einzelnen Völkerihaften runde Zahlen 
genannt werden. 
Der größte Teil fit natürliH am Lauf der Ströme, große Land- 
|tride Jind völlig unbewohnt, vor allem das nördliche fibirijhe Wald- 
gebiet und die Tundra, die nur im Sommer von den Nomadenjtämmen 
Nord-AWljiens mit ihren Renntierherden durchzogen wird. 
Als erjtes werden wir, von Weiten nad) Often fHreitend, die 
Hilder-, Iagd- und NMomadenvölfer Nord-Aljiens betrachten. 
Die Wogulen bewohnen die weltlig des Ob gelegenen Lands 
jtridhe, 5ftlid) davon die Ojtjaken, nördlidH auf der IYalmal-Halbinfel 
und weiter längs der Eismeerküjte bis zum Kap T]Heljujkin.. Die 
Zahl diefer drei Stämme geht jtändig Jtark zurüd, die Kinderfterb- 
[id)feit Joll vielerorts 50 % der Geburten betragen. Neben den oben 
angeführten Gründen [pielt bei diejfem Rüdgang au die BVermilchung 
mit den Rufjen eine Rolle. 
Der BernidHtungsvorgang bedeutet einen Verlujt, denn der CEuro- 
päer wird nie die Zundra und die nördlidHe Taiga Jo ausnüßen Können, 
mie dieje Bölfer mit ihrer eigenartigen Kultur. Die Renntierzucht 
bet den Jogenannten Renntier-Samojeden ift bheifpielsweile eine nidt 
zu unter]hägende Leijtung, wenn ınan in Betracht zieht, duk der Boden 
in der öden Tundra falt das ganze Yahr über gefroren ijt, das zum 
3Zwede der Beldhaffung von Weidegelände verbundene Nomabdilieren 
in Eis und Schnee ijt für den Europäer auf die Dauer ausgeldHloffen. 
Sübdlig der eigentlidHen Oftjafen wohnt das rätjelhafte Volk der 
Senifjei-Oftjafen. Diefe find allen anderen Bölfern Sibiriens unähn- 
lid; die Sprache diejer Oftjaken ijt offenbar mit keiner der jeBt leben: 
den Sprachen in diejem Weltteil verwandt und muk einen ganz anderen 
Uriprung haben. Sie fterben aus. 
Weiter Sftlidh, vom Henijjei bis zum nördliden Amur, lebt der 
mongolijde Stamm der Tungufen. Kopfzahl etwa 40000, 
Die Tungufjen find urfprünglihH nidht in Sibirien anfällig; ihre 
Urlige [tanden in dem Gebirge zwijhHen Korea und der Mand{Hurei 
„am weißen Berge‘, wo fie das Hineljijde Reid 1125 bedrängten und 
die Mandichurei eroberten, bis lie 1234 durch die Monaolen verdränat
	        

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Die Wirtschaftliche Zukunft Des Ostens. Koehler, 1920.
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