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Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Monograph

Identifikator:
1016274645
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-162307
Document type:
Monograph
Title:
Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Koehler
Year of publication:
1920
Scope:
VIII, 309 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
  • Title page
  • Contents

Full text

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tur dreizehn rulfifhe Firmen beteiligt. Die bedeutendfjte rulfijhe Schiff- 
'ahrisgefelljdaft war die Ruffildhe Gejelljdhaft für Dampfjdhiffahrt und 
Handel in Petersburg, die über eine ftattlidje Anzahl größerer und 
Teinerer Schiffseinheiten verfügte und die einen regelmäkigen Verkehr 
wijden Petersburg, Riga und Libau einerjeits und den Häfen des 
Zhwarzmeeres und Ajowfhen Meeres andererjeits unterhielt. Sie 
yiente falt ausfchließlid nur für den Güterverkehr; eine Perjonen- 
jeförderung bei einer beifpielsweijen Reijedauer von zirka vier Wochen 
on Petersburg bis Odejfa fam faum in Frage. — Im Innern Rukß- 
ands waren außer der Eijenbahn von jeher die großen Ströme, die 
»hne weiteres jAiffbar waren, die Hauptverfehrsadern gewejen, fie 
pielten eine groBe, dem Handel die Richtung gebende Rolle. Das Neß 
yiefer großen Wajferjtraken ijt fjehr ausgedehnt, die einzelnen Nebe 
varen mit Kanälen, die freilid meijft mangelhaft angelegt und [Hlecht 
anterhalten waren, unter einander verbunden. Die Gejamtlänge der 
XIlülje, Seen und Kanäle im europäilden Rukland (ohne Finnland) 
bie als Verkehrswege dienten, betrug 136 449 km, davon waren 87 906 km 
mirflid fahrbar für Flöße und Schiffe (29972 nur für Flöhe, 17946 
tür Schiffe tromabwärts und aufwärts und von den lekteren wurden 
jegen 30000 km zugleid von Dampffchiffen befahren). — Die größte 
und für den Binnenverkehr wichtigite Verkehrsjtrake war die Wolga 
mit ihren zehn Nebenflüfjen, von denen nur die größten, wie Scdheffna, 
Dia und Kama hier genannt jeien. Die Wolga mit ihren Nebenflüffjen 
var auf einer Gejamtitrede von 34510 km jhiffbar. Auf ihr bewegten 
ih vor dem Kriege gegen 10000 Fahrzeuge, von denen 1500 Dampfer 
varen. Gegen 6000000 tons Naphtha allein pajjierten alljährlid von 
jer Weftküfte des Kalpijdhen Meeres, den Häfen Baku und Petrowit 
iommend, Aitradan, um teilweije über die an der Wolga gelegenen 
Städte vermitteljt der Eijenbahn dem Binnenlande zugeführt zu wer- 
den. (Es fei an diejer Stelle bemerkt, dak jämtlidge Wolgadampfer, 
‘'owie ein Teil der Lokomotiven der Süd- und Sübdojtbahn mit Naphtha 
jeheizt wurden.) Um ferner ein Bild von der Bedeutung der Wolga 
als Verfehrsader, und der an ihr gelegenen Städte als Handelspläte, 
yu geben, Jei erwähnt, daB in Zaryzin 800000 tons, in Saratow un- 
gefähr ebenjoviel, in NMijhnij-Nowgorod über eine Million tons und 
in Rybinjk, das zirfa 2500 km von der Wolgamündung entfernt liegt, 
;‚irfa 500 tons Naphtha allein alljährligH durdH[Hnittlih gelöfdt wurden. 
Der Schiffsverkehr auf der Wolga und ihren Nebenflüjjen, der in 
erjter Linie dem Gütertransport diente, wurde aud) in den Sommers 
monaten von Perfonen in Anjprudh genommen. Man rechnete hei den 
Nradtdampfern bei einer Durgh[Hnittsgejhwindigkeit von 4—5 km die 
Stunde oder zirla 100 km den Tag, von Altradhhan bis Rybinjk mit 
ziner Reifedauer von ungefähr vier Wochen. Auker Nayphtha wurden
	        

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Die Wirtschaftliche Zukunft Des Ostens. Koehler, 1920.
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