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Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Monograph

Identifikator:
1016274645
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-162307
Document type:
Monograph
Title:
Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Koehler
Year of publication:
1920
Scope:
VIII, 309 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
  • Title page
  • Contents

Full text

— 81 — 
Bon Jämtlidhen rulfijden Häfen war der größte Teil den Winter 
iber der Eisverhältnijje wegen für Schiffe unzugänglid. Petersburg, 
Riga, Reval und die meijten anderen Oftfeehäfen mußten längere, die 
Sdhwarzmeerhäfen kürzere Zeit unbenugt bleiben. Eisfreie Oftfeehäfen 
ind die baltijdHen Häfen Libau und Windau; fie Haben aber nidht den 
natürlidgen Borzug an der Mündung groker Ströme zu liegen; das 
Hinterland des Windauflujjes ijt nur lokal. Der einzige Nordhafen 
Rußlands, Archangelik, gehörte zu denen, die als erjte im Herbit die 
Schiffahrt einftellten und im Frühjahr als legte wieder aufnahmen, 
Obgleid) die Ausnußung eines eisfreien Hafens am Nördliden CEismeer 
möglidhh war und zu den wicdhtigjten Lebensinterefjen Ruklands gehörte, 
wurde diefjes erft bei Beginn des Krieges erkannt. Der Bau der Mur- 
manbahn, die den eisfreien Hafen AWexandrowfjf an der Murmanfkülte 
mit dem Innern des Landes verbindet, wurde im Herbit des Yahres 
1914 in Angriff genommen, Sie ift [owohl in politijdher, [trategijdher, 
wie aud) wirt[Haftlidher Hinjidht von ganz befonderer Bedeutung; wirt- 
(daftlid) injofern, als bis zum Kriege nur eine einzige, bereits erwähnte, 
zin]purige Bahn als Verbindung zwiidhen Inland und Nordmeer diente, 
die natürlid nidHt einmal in der Lage war, den Bedürfnijjen der drei 
nördlidhen Gouvernements Wologda, Ardhangeljk und Olonez aud nur 
teilweije gerecht zu werden. AWlexandrowjf hat auker der Eisfreiheit 
vor Archangeljt nody den Borzug, dak es für Schiffe jeder Grohe er- 
reidhbar it und den Seeweg nad) England und Welteuropa um min- 
dejtens einen Tag verkürzt. Die nördliden Gebiete, die die Murman- 
bahn erfchließt, befigen umfangreihe Waldbejtände, aus denen der 
Staat unter normalen BVerhältnijjen und wenig gerechnet, jährlid) zirka 
260 Millionen Rubel Einnahmen würde erzielt Haben können. — Nad- 
dem, wie gejagt, der größte Teil der rujjijdhen Häfen der Eisverhält- 
nijje wegen den Winter über unbenukgt bleiben mukte, jpielte in der 
rufjijhen Politik von jeher der Drang nad) dem offenen Meere bzw. 
der Erwerb eisfreier Häfen eine grohe Rolle. In Oltalien hat es 
auf weitere Eroberungspläne verzidhten müljen, nachdem es durch den 
japanijden Krieg von 1904—05 aus Korea, der Halbinjel Liautung 
und der füdliHen Mandjhurei hHerausgedrängt worden ijt. Rukland 
wollte feinerzeit die Häfen von Liautung aus dem Wunjdhe heraus: er= 
werben, in ihnen günitiger gelegene Häfen als Wladiwoljtok und einen 
‚mmer offenen Auslaß zum Meere zu gewinnen. — 
3Zu den NMaturreidtüumern Ruklands, deren rationelle Ausbeutung 
zum wirt/dhaftliden Aufjdhwung beigetragen und fremden Kapitalien 
dereinft günijtige Unlage geboten hätte, gehörten die Walfjerkräfte. Die 
vorhandenen Walferkräfte und der davon ausgenußte Teil fonnte für 
die hauptlächlichiten Länder wie folgt angegeben werden (in 1000 PS.) :
	        

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Die Wirtschaftliche Zukunft Des Ostens. Koehler, 1920.
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