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Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Monograph

Identifikator:
1016274645
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-162307
Document type:
Monograph
Title:
Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Koehler
Year of publication:
1920
Scope:
VIII, 309 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
  • Title page
  • Contents

Full text

1 
Ein großer Teil der Gutsländereien liegt, wie bereits bemerkt, 
gegenwärtig brad, der Bauer hat Teineswegs überall das Gutsland 
an fig gebradt oder gar in Bearbeitung genommen, dazu fehlte es 
im an notwendigen, Landwirt hHaftliden Majdinen, an BiehH und men[dh- 
iden AYrbeitsiräften. Wber jelbjt da, wo der Bauer jeinem eigenen 
Beliß größere Teile des benachbarten Gutes angegliedert hat, liegt 
das „neuerworbene‘“ Land brad). Und oft genug nidt nur diefes, 
jondern jelbjt ein Teil des eigenen früher bearbeiteten Landes. Denn 
wir wijjen, dak der Rüdgang der bejäten Unbauflädhe immer weiter 
andauert und wie aus boljdhewijtijden Zeitungen zu erjehen war, 
dereits im Jahre 1919 dazu geführt Hatte, bak in einzelnen Gouverne- 
ments verglidgen mit 1916 die Anbauflähe um weitere 50% hıin- 
untergegangen war. Was übrigens die Vernichtung des Grokgrund- 
Dejikes bedeutete, geht aus der Tatjadhe hervor, daß beinahe ein 
Drittel der Anbaufläde der wicdhtigjten Getreidearten im europäijdhen 
Rußland auf die im Privatbelig des AWbels bhefindliden Ländereien 
entfiel. Dieje Güter bracdyten alljährlid etwa 200 Millionen Bud an 
Roggen und Weizen auf den Markt, Ziehen wir ferner die Tatjache 
in Betracht, dak die Produktivität des im Belige des Wdels. und 
überhaupt in nicdtbäuerlidgen Händen befindlidhen Landes im Mittel 
(1905—1910) um 25% Höher als die der häuerlidgen Wirt{Haften 
war, jo ergibt [id einwandfrei, dak dur die Agrarreform der Bol 
idewijten gerade die am Beften bewirtfdhafteten und leijtungsfähig ten 
[andwirt[HaftlihHen Betriebe vernichtet worden find. Der Boljdhewilt 
Bronjti (Warjdawiki) *) hat daher bereits im Iuli 1918 damit ge 
rechnet, dak ein Teil der erwähnten Gutsländereien nicht bejät werden 
würde und daher vor allzu optimijtijHen Hoffnungen bezüglidh der 
Zukunft der rullijdhen Landwirtihaft gewarnt und die Leute verlpottet, 
die an die Möglichkeit eines baldigen Exports von Getreide glaubten. 
Er hat wohl nit geahnt, daß mehr als ein Jahr [päter — nachdem 
die Zerrüttung der ruflijdhen Landwirt]haft rapide weiter fortgejdHritten 
war — man in gewifjen deutjden Kreijen fi gewaltigen Hoffnungen 
gerade bezüglid der Ausfuhr von Getreide aus der Sowjetrepublif 
nad) Deutjdhland Hingeben würde. Die troftloje wirt/Haftlide Lage 
Sowjetrußlands, für das die YWufnahme von Handelsbeziehungen mit 
dem Wejten eine Lebensfrage ijt, hat dann denfjelben Bronfjki veranlakt, 
im Februar 1920 in der „Eionomitjdhejfaja Shifn“ die Ausfidten der 
Aufnahme wirt[dhaftlider Beziehungen zwijden Sowjetrukland und Weit- 
zuropa als gerade für lekteres hefnnders vorteilhaft hinzujtellen und 
bezeichhnenderweije gerade die Maknahmen der Sowjetrepublik auf dem 
Gebiete des Agrarwejens als bejonders förderlidH für die Aufnahme 
*) Bote des VBoltstommiffariats für Handel und Indultrie.
	        

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Die Social-Demokratie. Steinkopf, 1875.
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