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Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Monograph

Identifikator:
1016274645
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-162307
Document type:
Monograph
Title:
Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Koehler
Year of publication:
1920
Scope:
VIII, 309 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
  • Title page
  • Contents

Full text

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befondere in den Mevolutionsjahren 1904/5 (Hier freilid zum Teil 
night auf wirt/Haftlidher, fondern auf politijdHer Grundlage) eine neue 
große Welle von Bauernrevolten den Staatsorganismus zu erfchüttern 
drohte, entfdhloß fih die Megierung endlid zu durchgreifenden Res 
formen. = | 146 
Dur den Kaijerliden Ufkas vom 22. November 1906 über die 
Auflöfung der Mir wurde die vom Minijterpräfidenten Stolypin durd- 
geführte rujlifhe Agrarreform eingeleitet und dur das Gejeg vom 
27, Kuni 1910 endgültig durdgeführt. Doc [Hon vorher Hatte die 
Regierung fiH zu verfdhiedenen Erleichterungen der unerträglid) ge- 
wordenen Lage der Bauern verjtehenm müfjfen. Mehrfad) jHon waren 
die rielig angewadfenen Rüdjtände an Steuern und Loskaufs- 
zahlungen ganz oder teilweije erlafjen worden. Mährend des japa- 
nifden Krieges wurde dur den Ufkas vom 25. März 1904 die Soli- 
darhaftung der Mirmitglieder aufgehoben. Eine gewaltige Erleich- 
terung für die Bauernidhaft bildete der dur das Gefekg vom 16. Novem- 
ber 1905 fejtgefeßte Erlak aller früheren Bor[Hülje und des gefamten 
Reftes der Loskaufszahlungen vom 1. Ianıar 1907 ab. Im Yahre 
1906 wurden rund 9 Millionen Dekjatinen an Arons- und Apanagen- 
{and zur Anfiedlung von Bauern zur Verfügung geltellt, im diefen 
SYahren gleichfalls Erleidterungen für die Wuswanderung nad) Sibirien 
gelhaffen. Diele ganze Entwidlung fand ihHren Abfhluß durch das 
GejeB vom 27. Juni 1910, das das Recht eines jeden Hofswirtes 
feitfeßte, jederzeit aus der Feldgemeinjdhaft auszu[heiden und die ZU- 
teilung feines Anteils am Gemeindeland als fein freies VBrivateiqen- 
tum 3u verlangen. 
Mit groker Energie wurde die Durchführung der Agrarreform in 
Angriff genommen. In allen Gouvernements und Kreijen wurden 
Landordnungskommiffionen eingerichtet, denen die Aufgabe zufiel, die 
praktilden Arbeiten zur Berwirklidhung der dur die GefeHgebung vor- 
gezeidhneten Richtlinien durchzuführen. Es waren nicht nur die bejtehen- 
den Beligverhältniffe genau abzumeljen, fondern es follte aud) die [Häd- 
lide Gemengelage gleichzeitig aufgehoben und möglichjt arrondierte 
Einzelhöfe gefhaffen werden. Ferner ging das Beftreben dahin, nad 
Möglichkeit den Übergang von der Dorfliedlung, die in den groß- 
rulfilgen Gebieten vorherrihte, zur Einzelhoffiedlung durhzujegen. 
Dieles war eine Frage von größter Wichtigkeit, da HierdurdH nidt 
nur wefentlidje Betriebsvorteile erreicht werden konnten, fondern auch 
der Feuergefahr in den rullijidHen Dörfern entgegengetreten werden 
jollte. Die Brandihäden, die alljährliH eine große Anzahl ruflildher 
Dörfer bis auf das lebte Haus vernichten, fügen der ruflifden Wirte 
Ihaft alljährlid einen riefigen Schaden zu. Diefe Bemühungen hatten 
freilich im arokrufliigen Gebiete nur wenig Erfolg, wohl in der Haupt»
	        

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Mittheilungen Aus Der Geschäfts- Und Sterblichkeits-Statistik Der Lebensversicherungsbank Für Deutschland Zu Gotha Für Die Fünfzig Jahre von 1829 - 1878. Böhlau, 1880.
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