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Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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Bibliographic data

fullscreen: Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

Monograph

Identifikator:
1016729413
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-61429
Document type:
Monograph
Author:
Berghoeffer, Christian Wilhelm http://d-nb.info/gnd/115671919
Title:
Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
Place of publication:
Frankfurt am Main
Publisher:
Verlag Englert & Schlosser
Year of publication:
1922
Scope:
1 Online-Ressource (272 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
  • Title page
  • Contents

Full text

107 
Zahlreiche hessische Offiziere, die sich geweigert hatten, den 
Franzosen dienstbar zu sein, und die man dafür in Luxemburg 
und Metz gefangen hielt, ebenso die Offiziere, die unversorgt im 
Lande geblieben waren, und die 105 Unteroffiziere, gemeine Soldaten 
und sonstigen Untertanen, die sich in Besangon in Gefangenschaft 
befanden, erhielten Unterstützungen im Gesamtbeträge von nahezu 
88 000 fl. Diese Summe wurde teilweise durch den Kriegszahlamts 
agenten [Amschel] Rothschild in Kassel ausbezahlt. Das war im 
Jahr 1807. 172 In dasselbe Jahr und in das Jahr 1809 fallen die 
großen Aufwendungen, welche die Wiedererlangung des erreichbaren 
Vermögens, der Archivalien und des verlorenen Landes bezweckten. 
Lagrange erhielt für die Freigabe der in Wilhelmshöhe versteckten 
Kisten 260 000 Livres und seine Frau ein Kollier für 8500 rf. Für 
Freigabe der beim österreichischen Gesandten von Wessenberg 
verwahrten Sachen erhielt Lagrange außerdem 48 000 Livres. Die 
Weiterbeförderung der Kisten durch den Hauptmann Mensing kostete 
500 rf. Dann folgte die zweite Bestechungsaffäre mit Lagrange, 
die mit 700 000 Livres oder 364 000 fl 38 kr bestritten wurde. 
Die Gesamtsumme der Bestechungsgelder betrug samt Unkosten 
535 585 fl 24 ff 173 . 
Für die Wiedererlangung des verlorenen Landes wandte der 
Kurfürst erhebliche Summen auf, meist ohne Nutzen. Unter den 
Beratern des Fürsten befand sich kein ausgesprochener Politiker, 
und hatte einer einmal einen guten Gedanken, wie z. B. Geylingen, 
so fehlte es ihm doch an Stärke, um sich bei dem wunderlichen 
Herrn durchzusetzen oder ihn zu energischem Vorgehen zu zwingen. 
Dem Kurfürst selbst mangelte erst recht politische Einsicht und 
politische Fähigkeit, besonders aber Entschlossenheit und Menschen 
kenntnis. Die ganze Zeit bis zur Errichtung des Königreichs 
Westfalen ist ausgefüllt von planlosen Unternehmungen. 
Der größte Reinfall war der mit dem französischen Gesandten 
Bourienne in Hamburg. Am 28. Dezember 1806 wurde mit ihm 
durch den Fürsten Wilhelm von Wittgenstein eine Negoziation zur 
Wiedererlangung Kurhessens abgeschlossen, und es wurden darauf 
alsbald 200 000 rf in Laubtalern zu 1 rf 13 g.Gr. oder fl 356756.45.1 
24 ff bezahlt. Außerdem erhielt Bourienne noch eine weit größere 
Summe zugesichert, deren Bezahlung nach geschehener Besitz 
ergreifung stattfinden sollte 174 . Am 15. April 1807 berichtete 
Bourienne an Wittgenstein, der damals sich in Altona befand und
	        

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Meyer Amschel Rothschild, Der Gründer Des Rothschildschen Bankhauses. Verlag Englert & Schlosser, 1922.
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