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Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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Bibliographic data

fullscreen: Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

Monograph

Identifikator:
1016729413
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-61429
Document type:
Monograph
Author:
Berghoeffer, Christian Wilhelm http://d-nb.info/gnd/115671919
Title:
Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
Place of publication:
Frankfurt am Main
Publisher:
Verlag Englert & Schlosser
Year of publication:
1922
Scope:
1 Online-Ressource (272 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
  • Title page
  • Contents

Full text

mit den Franzosen äußerlich gute Beziehungen unterhielt, daß 
nunmehr der Zeitpunkt gekommen sei, wo er es wagen dürfe, 
sich im Interesse des Kurfürsten direkt bei Napoleon zu verwenden, 
und daß er einen entsprechenden Antrag von jener Seite erwarte. 
Diesen Auftrag unterschlug aber Wittgenstein dem Kurfürsten und 
hatte auch noch die Schamlosigkeit, sich bei seinem König mit 
diesem Verhalten zu brüsten 175 . Der Erfolg wäre natürlich auch 
ohne das ausgeblieben, aber der Kurfürst war damit noch lange 
nicht genügend ernüchtert, um zu einer klaren Beurteilung seiner 
Lage durchzudringen. Wie er im Sommer 1806 durch seine 
schwankende Unentschlossenheit das Schicksal seines Landes ver 
schuldet hatte, so blieb er auch jetzt töricht genug, um bald auf 
französischer, bald auf englischer Seite oder sonstwo Fühlung und 
Unterstützung zu suchen. Einen einzigen Weg betreten, diesen 
aber mit allen Mitteln und mit zäher Ausdauer verfolgen, war nicht 
seine Sache. 
Jene Aktion mit Bourienne war aussichtslos und hätte nicht 
unternommen werden sollen. Sie war aber auch eigentlich noch 
gar nicht zu Ende geführt, als der Kurfürst zu einem kostspieligen 
und ebenfalls aussichtslosen Unternehmen nach anderer Richtung 
schritt und sich dabei wiederum des Höflings Wittgenstein bediente 176 . 
In seinem Notizbuch schreibt er über diese im übrigen nicht ganz 
aufgeklärte Sache: „Im April 1807 wurde Fürst Wittgenstein nach 
London gesandt [um für die Wiedererlangung Kurhessens zu 
wirken], und da er im April zu früh herausgekommen, durch Ver 
sicherung des ihm vorher abgeschlagenen Plettenbergschen Anlehens 
ä 310 000 Tlr. vermocht, wieder zu retournieren und vorher nach 
Rußland zu reisen. Sobald er die 310 000 Tlr. gezogen hatte, zog 
er sich heraus und hat noch keinen Heller Zinsen gezahlt.“ Es 
war dies eines derjenigen Geschäfte, die Lennep übertragen waren, 
und der hatte regelmäßig Pech. Wittgenstein hatte schon früher 
100 000 Tlr. auf jenes Anlehen erhalten, und erhielt jetzt einen 
neuen Vorschuß von 210 000 Tlrn. Es geschah dies durch Her 
gäbe von Obligationen, die vorzugsweise durch Meyer Amschel 
Rothschilds Hand, zum kleinen Teil auch durch Goldschmidts und 
Michel Simons Hand gingen. Wittgenstein hatte ausdrücklich 
gewünscht, daß sein Antrag in der Plettenbergschen Angelegenheit 
nicht Buderus, sondern Lennep zur Begutachtung vorgelegt werde, 
denn Buderus durchschaute den Mann schon lange und wurde
	        

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Meyer Amschel Rothschild, Der Gründer Des Rothschildschen Bankhauses. Verlag Englert & Schlosser, 1922.
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