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Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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Bibliographic data

fullscreen: Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

Monograph

Identifikator:
1016729413
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-61429
Document type:
Monograph
Author:
Berghoeffer, Christian Wilhelm http://d-nb.info/gnd/115671919
Title:
Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
Place of publication:
Frankfurt am Main
Publisher:
Verlag Englert & Schlosser
Year of publication:
1922
Scope:
1 Online-Ressource (272 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
  • Title page
  • Contents

Full text

125 
des Kurfürsten nicht stark ins Gewicht. Letztere betrugen mit 
Einschluß der abgetragenen Kapitalien nur in dem Kriegsjahr 1813 
weniger als eine halbe Million Gulden, im Durchschnitt jährlich 
etwa 740 000 fl. Diese Summen gut und sicher anzulegen, war 
für den Kurfürsten von Anfang an eine ernste Sorge. Natürlich 
durften sie, abgesehen von den bereits erwähnten Ausnahmen, nur 
in Staatspapieren angelegt werden. Und da war es naheliegend, 
an die Geschäftsbeziehungen mit Dänemark wieder anzuknüpfen. 
Diesem Staat hatte der Kurfürst durch Lawätz’ und Rothschilds Ver 
mittlung innerhalb weniger Jahre sieben Kapitalien geliehen, und 
schon damals scheint die Tendenz gewesen zu sein, die Hauptsumme 
der Ersparnisse in Obligationen anzulegen. Zwar kannte die dänische 
Regierung den Geldgeber jener Anleihen. Die Form derselben aber 
war die der Inhaberpapiere, und das war auch in diesem Fall 
Sicherheit genug. Ganz kurze Zeit nach der Flucht des Kurfürsten 
mußte Lawätz neue Unterhandlungen in dieser Sache mit dem 
dänischen Finanzkollegium anknüpfen. Der Kurfürst hatte eine 
Anleihe von 300 000 bis 400 000 Rtlrn. in Aussicht genommen, und 
diese Summe wird begreiflich, wenn man die große Masse geretteter 
Kupons in Betracht zieht, die demnächst eingelöst werden sollten. 
Der dänische Finanzminister wollte anfangs auf das Anerbieten 
eingehen. Das Darlehen sollte zu denselben Bedingungen wie das 
im Februar (soll heißen: Januar) desselben Jahres angenommen 
werden, so daß in den ersten vierzehn Jahren nur die Zinsen und 
dann in zwanzig aufeinander folgenden Jahren je ein Zwanzigstel 
des Kapitals bezahlt werden sollte. Es wurde aber die besondere 
Bedingung gestellt, daß man über mindestens 300 000 Rtlr. als die 
geringste angebotene Summe bereits im Dezember 1806 oder im 
Januar 1807 disponieren könne. Letztere Bedingung konnte der 
Kurfürst nicht annehmen. Gerade im Dezember und Januar 
schwebten die Verhandlungen mit Lagrange, die zu einer zweiten 
Bestechung im Betrage von 700 000 Livres oder 364 000 fl führten. 
Und als man später eine bestimmte Zusicherung verlangte, wie viel von 
der vorgeschlagenen Summe wenigstens bis zum Ende des Jahres 1807 
entrichtet werden solle, konnte der Kurfürst sich auch hierzu nicht 
herbeilassen. Infolgedessen lehnte der dänische Finanzminister in 
der zweiten Hälfte des Monats Januar die Anleihe endgültig ab. 
Trotzdem bemühte sich der Kurfürst immer wieder von neuem 
um Dänemark, da es ihm sehr darauf ankam, sein Geld sicher
	        

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Meyer Amschel Rothschild, Der Gründer Des Rothschildschen Bankhauses. Verlag Englert & Schlosser, 1922.
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