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Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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Bibliographic data

fullscreen: Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

Monograph

Identifikator:
1016729413
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-61429
Document type:
Monograph
Author:
Berghoeffer, Christian Wilhelm http://d-nb.info/gnd/115671919
Title:
Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
Place of publication:
Frankfurt am Main
Publisher:
Verlag Englert & Schlosser
Year of publication:
1922
Scope:
1 Online-Ressource (272 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
  • Title page
  • Contents

Full text

lexikons auf, die im Jahre 1836, vier Jahre nach Gentz’ Tode, 
herauskam. Dort lesen wir im 9. Band Seite 432 und 433 folgendes: 
„Als der Kurfürst 1806, da seine Staaten durch die Franzosen 
besetzt wurden, sich zur Flucht genötigt sah, überließ er R. die 
Sorge für die Rettung seines Privatvermögens, welches in mehreren 
Millionen Gulden bestand. Nur durch die Aufopferung seines ganzen 
eigenen Vermögens und nicht ohne persönliche Gefahr vermochte R. 
das ihm anvertraute Gut zu retten. Die bekannte Thatsache, daß R’s 
sämmtliches Vermögen ein Raub der Franzosen geworden, ließ den 
vertriebenen Kurfürsten nicht zweifeln, daß auch sein Vermögen 
verloren sei, ja er scheint es nicht einmal der Mühe werth geachtet 
zu haben, sich näher darnach zu erkundigen. Als die Verhältnisse 
sich wieder geordnet, fing R. sofort an, mit den geretteten Schätzen 
neue Geschäfte zu machen . . . als im J. 1813 der Kurfürst in seine 
Staaten heimkehrte, war das Haus Rothschild nicht nur erbötig, 
die ihm anvertrauten Capitalien sofort zurückzuzahlen, sondern 
versprach auch, vom Tage des Empfanges an die üblichen Procente 
zu bezahlen. Der Kurfürst, durch einen Beweis der Redlichkeit 
und Rechtlichkeit, wie er hier vorlag, wahrhaft in Erstaunen versetzt, 
ließ das ganze Capital noch auf mehrere Jahre in dem Geschäfte, 
verzichtete auf alle früheren Interessen, nahm nur erst von der 
Zeit seiner Rückkehr an einen geringen Zins und hat gewiß nicht 
wenig durch seine Empfehlungen, zumal auf dem Wiener Congresse, 
die Verbindungen des Hauses Rothschild gefördert.“ 
Wer unsere obige Darstellung verfolgt hat, dem wird die 
Sicherheit, mit der hier die Legendenbildung auftritt, ein wenig in 
Erstaunen setzen. Und nun erschien obendrein noch eine Ver 
öffentlichung, die geeignet war, selbst den vorsichtigen wissenschaft 
lichen Fachmann gefangen zu nehmen. Im Jahre 1848 kam ein 
englisches Buch heraus, das wertvolle Mitteilungen zur Geschichte 
des Hauses Rothschild brachte und dabei auch über den eigentlichen 
Hergang bei der Rettung des kurfürstlichen Vermögens authentischen 
Aufschluß zu geben schien. Es waren dies die Memoiren von 
Thomas Powell Buxton 224 . Sie brachten eine Unterredung mit 
Nathan Mayer Rothschild (+ 1836), aus der wir bereits oben (S. 14f.) 
einen Auszug zitiert haben. Am Schlüsse jener Unterredung heißt 
es: „Ich (Buxton) vergaß zu erwähnen: daß bald nachdem M. Roth 
schild nach England kam, Bonaparte in Deutschland einfiel ; „Der 
Fürst von Hessen-Cassel“, sagte [Nathan Mayer] Rothschild, „gab 
10*
	        

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Meyer Amschel Rothschild, Der Gründer Des Rothschildschen Bankhauses. Verlag Englert & Schlosser, 1922.
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