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Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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Bibliographic data

fullscreen: Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

Monograph

Identifikator:
1016729413
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-61429
Document type:
Monograph
Author:
Berghoeffer, Christian Wilhelm http://d-nb.info/gnd/115671919
Title:
Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
Place of publication:
Frankfurt am Main
Publisher:
Verlag Englert & Schlosser
Year of publication:
1922
Scope:
1 Online-Ressource (272 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
  • Title page
  • Contents

Full text

24 
zu halten, verspricht man ihm, daß er bei der Realisierung englischer 
Wechselbriefe und beim Umtausch englischer Goldsorten beteiligt 
werden soll. Infolgedessen machte er im Juni 1789 eine Eingabe 
an den Landgrafen. Nach seinen Informationen wurden die englischen 
Wechsel und die englischen Goldsorten den Kasseler Bankiers in 
der Weise überlassen, daß Kredite von 30, 50, auch 100 000 Talern 
zugestanden wurden und die Bezahlung ratenweise stattfand. 
Rothschild bittet um die gleiche Vergünstigung, indem er alsdann 
einen höheren Preis zahlen könne, als bei Barzahlung. Er will 
mit dem kleinsten Kredit zufrieden sein, und da er nicht in Kassel 
anwesend sein kann, um mitzubieten, so will er jedesmal in seinem 
Verhältnis den höchsten Preis zahlen, der in Kassel überhaupt 
geboten werde. „Ich schmeichle mir, daß ich, als ein vieljähriger 
Fürstlich Hessischer Hoffaktor, nicht als ein Fremder angesehen 
werden kann, der ich ehedem in Hanau den Preis der Englischen 
Briefe zum Vorteil der Herrschaftlichen Gassen höher gebracht, als 
vorhin gewesen, und zwar aus dem Grunde, weil man mir Credit 
gegeben. Daß ich jederzeit mit der Zahlung richtig eingehalten, 
darüber wird mir das Zeugniß der Hochfürstlichen Rentkammer 
und Land-Gasse daselbst nicht entstehen können, als worauf ich 
mich ganz frey berufen darf.“ 
Über diese Hanauer Wechselgeschäfte hat sich in den Akten 
nichts weiter ermitteln lassen. England hatte zur Bekämpfung der auf 
ständischen amerikanischen Kolonien Subsidienverträge mit mehreren 
deutschen Fürsten abgeschlossen, dem Landgrafen Friedrich II. von 
Hessen-Kassel, dem Erbprinzen Wilhelm in Hanau, den Regenten 
von Braunschweig, Anspach-Bayreuth, Waldeck und Anhalt-Zerbst. 
Mit Hessen-Hanau wurde im Anfang des Jahres 1776 abgeschlossen. 
Rothschilds englische Wechselgeschäfte mit der Rentkammer und 
Landkassendirektion daselbst werden also schwerlich vor diesem 
Zeitpunkt begonnen haben. Sie sind vielleicht, nachdem Wilhelm 
die Regierung von Hessen-Kassel angetreten hatte, noch fortgesetzt 
worden. Mit dem Kasseler Hof aber begannen die Wechselgeschäfte 
nicht früher als 1789. 
Als Rothschild sein Gesuch in Kassel eingereicht hatte, wurde 
zunächst das Kriegskollegium zum Bericht über ihn aufgefordert. 
Es wandte sich an die Fürstliche Rentkammer und Landkassen 
direktion in Hanau und auf deren Veranlassung noch an den Post 
meister Rüppell in Frankfurt. Rothschild hatte bei der Verhandlung
	        

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Meyer Amschel Rothschild, Der Gründer Des Rothschildschen Bankhauses. Verlag Englert & Schlosser, 1922.
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