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Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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Bibliographic data

fullscreen: Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

Monograph

Identifikator:
1016729413
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-61429
Document type:
Monograph
Author:
Berghoeffer, Christian Wilhelm http://d-nb.info/gnd/115671919
Title:
Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
Place of publication:
Frankfurt am Main
Publisher:
Verlag Englert & Schlosser
Year of publication:
1922
Scope:
1 Online-Ressource (272 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
  • Title page
  • Contents

Full text

26 
gewesen war, empfahl folgende Firmen, die sich ihm mehrfach zu 
Wechselgeschäften angeboten hatten: Gebr. Bethmann, Benjamin 
Metzler sei. Sohn et Comp., Jakob Friedrich Gontard et Söhne, 
Gebr. d’Orville, Postmeister Rüppell et Comp, und den Hoffaktor 
Rothschild. Bei allen diesen Firmen halte er die herrschaftlichen 
Kassen für völlig gesichert, auch wollten sich alle mit 1 U Prozent 
Provision begnügen. Der Landgraf entschied, daß die 150 000 ^ zu 
gleichen Teilen auf die Firmen Simon Rüppell, Bethmann, Metzler 
und Heyder zu verteilen seien, d. h. daß jene Summe an diese vier 
Firmen in Partialkreditbriefen zum Verkauf remittiert werde. Es 
waren das diejenigen Bankhäuser, die sich speziell um dieses Ge 
schäft beworben hatten. Von einigen waren die Inhaber persönlich 
zu diesem Zweck nach Kassel gekommen. Es durfte ihnen Kredit 
bis zu acht Monaten zugebilligt werden. Rothschild hatte sich nicht 
beworben, vielleicht aus Unkenntnis, vielleicht weil das Objekt zu 
groß war im Verhältnis zu dem ihm gewährten Kredit. Es dauerte 
aber nicht mehr lange, da hatte sich die Lage zu seinen Gunsten 
geändert. Die bis dahin bevorzugten Firmen traten zurück bis auf 
den Oberpostmeister Rüppell, und zu diesem gesellten sich der 
Geh. Legationsrat Jordis und der Hofagent Rothschild. Im Jahre 1798 
war es schon Regel geworden, sich beim Debit der englischen Wechsel 
dieser drei Firmen zu bedienen. Als der Landgraf damals von seinem 
Londoner Annuitätenkapital 24 000 £ verkaufen ließ, wurde der 
Hauptteil des Ertrags jenen drei Firmen zu gleichen Teilen gegen 
Barzahlung überlassen, der Rest an den Meistbietenden abgegeben. 
Zu gleicher Zeit hatte der Oberkriegskommissar Reiz aus Hanau 
infolge Verkaufs von weiterem Annuitätenkapital 13 000 £ ebenfalls 
gegen bar abzugeben, und diese ganze Summe wurde Rothschild 
überlassen, weil er das höchste Gebot gemacht hatte. Damit hatte 
er zum ersten Mal auch seine engere Konkurrenz überflügelt 29 . 
Bis zum Jahre 1800 war das Wechselgeschäft neben dem 
Geldwechseln das wesentlichste, vielleicht das einzige bankmäßige 
Geschäft, das Rothschild betrieb. Die Verbindung des Warengeschäfts 
mit dem Bankgeschäft und das Herauswachsen des letzteren aus 
dem ersteren muß man sich so denken, daß Frankfurt ein Sammel 
becken war, in das große Massen von Waren zusammenströmten, 
um dann wieder in größeren oder kleineren Kanälen auseinander zu 
fließen. Das führte zum Speditions- und Kommissionsgeschäft und 
in Verbindung damit zum Wechselgeschäft. „Wechsel, Spedition und
	        

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Meyer Amschel Rothschild, Der Gründer Des Rothschildschen Bankhauses. Verlag Englert & Schlosser, 1922.
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