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Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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Bibliographic data

fullscreen: Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

Monograph

Identifikator:
1016729413
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-61429
Document type:
Monograph
Author:
Berghoeffer, Christian Wilhelm http://d-nb.info/gnd/115671919
Title:
Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
Place of publication:
Frankfurt am Main
Publisher:
Verlag Englert & Schlosser
Year of publication:
1922
Scope:
1 Online-Ressource (272 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
  • Title page
  • Contents

Full text

29 
war. Allerdings können wir denselben nicht ziffernmäßig bestimmen, 
das Vermögen kann 150 000 fl, es kann auch 200 000 fl betragen 
haben, sicherlich aber nicht weniger als 100 000 fl. 
Bessere Anhaltspunkte für eine ziffernmäßige Schätzung bieten 
sich in den neunziger Jahren. Schon die damalige Schatzung deutet 
auf eine erhebliche Vermehrung. Rothschild war seit seiner Ver 
heiratung Mitglied der Israelitischen Gemeinde, wurde aber erst 
im Jahre 1773 als solches eingeschrieben und besteuert 32 . Sein 
Vermögen war damals auf 2000 fl veranschlagt, und in dieser 
Schatzung blieb er 22 Jahre lang. Der entsprechende Steuersatz 
betrug 11 fl 20 kr und seit 1782 13 fl. Im Jahre 1795 sah man 
sich veranlaßt, seine Schatzung zu verdoppeln, und im folgenden 
Jahre kam er sogar mit einem Steuersatz von 55 fl 10 kr in die 
höchste Schatzung, zu der diejenigen gehörten, die 15 000 fl oder 
mehr besaßen 33 . Natürlich bedeuten diese Daten gar nichts für die 
Höhe des wirklichen Vermögenstandes, sie sind aber insofern von 
Interesse, als sie gewissermaßen Abstufungen der öffentlichen 
Meinung darstellen. Wenn Rothschild länger als 20 Jahre in der 
selben Steuerklasse blieb, dann auf das Doppelte und nach weiterem 
Verlauf eines einzigen Jahres auf ein vielfach höheres Vermögen 
eingeschätzt wurde, so bedeutet dies, daß um jene Zeit Symptome 
zutage traten, die seine Vermögenslage in ganz neuem Lichte er 
scheinen ließen. 
Am 28. Oktober 1795 heiratete die älteste Tochter Rothschilds, 
Charlotte, den Handelsmann Benedikt Moses Worms. Sie erhielt 
eine bare Mitgift von 5000 fl 24 ff und zwei Jahre lang freie Kost 
und Wohnung. Außerdem wurde ihr „aus väterlicher Güte“ 84 ein 
halbes männliches Erbteil zugesichert, das 10 000 fl betragen sollte, 
7000 fl beim Ableben des Vaters, 3000 fl beim Ableben der Mutter. 
Wer so viel Kinder hat wie Rothschild und seine Töchter in dieser 
Weise aussteuern kann, muß mehr als 15 000 fl besitzen. Kein 
Wunder also, daß Rothschild im folgenden Jahre in die höchste 
Schatzung trat. Die Zahl der Kinder hatte sich nämlich inzwischen 
um fünf vermehrt, es waren fünf Söhne und fünf Töchter vorhanden, 
und man muß annehmen, daß jeder nachgeborenen Tochter die 
gleiche Mitgift und die gleiche Erbschaft wie der ältesten vorbehalten 
blieb, für alle fünf Töchter also 75 000 fl vorhanden waren. 
Ein Jahr später, am 16. November 1796, verheiratete sich 
der älteste Sohn Amschel Mayer mit Eva Hanau. Er war damals
	        

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Meyer Amschel Rothschild, Der Gründer Des Rothschildschen Bankhauses. Verlag Englert & Schlosser, 1922.
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