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Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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Bibliographic data

fullscreen: Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

Monograph

Identifikator:
1016729413
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-61429
Document type:
Monograph
Author:
Berghoeffer, Christian Wilhelm http://d-nb.info/gnd/115671919
Title:
Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
Place of publication:
Frankfurt am Main
Publisher:
Verlag Englert & Schlosser
Year of publication:
1922
Scope:
1 Online-Ressource (272 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
  • Title page
  • Contents

Full text

71 
seine älteste Tochter Marie Sophie Friederike war an den Kron 
prinzen und Mitregenten Friedrich von Dänemark verheiratet. Der 
Wohnsitz des Landgrafen Karl war das Schloß Gottorf bei 
Schleswig. Flier und in dem von ihm erbauten Lustschloß Luisen 
lund verbrachte er seine meiste Zeit 95 . Gottorf war denn auch 
am 1. November 1806 das Ziel des flüchtigen Kurfürsten. Dorthin 
folgte ihm einen Tag später auf speziellen Befehl der Geheime 
Kriegsrat Buderus von Carlshausen 96 . Am 12. November langte 
dieser in Gottorf an. Er hatte wieder seinen Diener Waitz mit 
genommen, sandte ihn jedoch von Hannover aus nach Kassel zurück. 
Welchen Auftrag der Diener in der hessischen Hauptstadt aus 
zuführen hatte, erfahren wir nicht. Nur, daß er Briefe von Buderus 
an dessen in Kassel verbliebene Gattin zu überbringen hatte. 
Jedenfalls war sein Aufenthalt in Kassel nur von ganz kurzer 
Dauer, denn am 14. November befindet er sich bei seinem Herrn 
auf Gottorf. Dort muß er viel von den französischen Truppen 
bewegungen erzählt haben, die er auf seiner Reise wahrgenommen 
hatte, und gleichzeitig schrieb der Bankier Lawätz in Altona unterm 
14. November an Buderus, daß in und bei Lüneburg für 17 000 Fran 
zosen Quartier bestellt sei. „Gott weiß, wohin sie bestimmt sind.“ 
Am 18. November schreibt er: „Die Franzosen gehen jetzt bei 
Artlenburg über die Elbe. Und wir müssen nun erwarten, ob und 
was sie gegen Holstein im Sinne führen.“ Tags darauf, am 19. No 
vember, besetzten die Franzosen unter dem Marschall Mortier Hamburg. 
Am 25. November schreibt Lawätz: „Heute frühe sind bereits 
3 Regimenter Franzosen wieder von Hamburg weg marschirt. Es 
heißt, bei Posen soll eine Affaire zum Vofteil der Russen vorge 
fallen sein, und diese daher zur Verstärkung nach Berlin marschiren.“ 
Inzwischen war der Kurfürst, wie es scheint, durch die von 
Waitz, Lawätz und vielleicht auch von anderer Seite empfangenen 
Nachrichten in große Aufregung und Angst versetzt worden, so daß 
er drauf und dran war, seinen Finanzmann Buderus mit seinem 
sämtlichen Vermögen, wie dieser es ausdrückt, d. h. mit seinen 
sämtlichen Nominal- und Partialobligationen — denn von den Zins 
kupons konnte damals noch nichts in Schleswig sein — gewisser 
maßen von Gottorf wegzujagen, ohne ihm einen Sicherheitsort 
bestimmen zu können. Er sollte der Landstraße nach in ein 
Wirtshaus, nach Schweden oder Norwegen, oder wohin er sonst 
wollte, flüchten. Buderus selbst fürchtete die Möglichkeit, daß der
	        

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Meyer Amschel Rothschild, Der Gründer Des Rothschildschen Bankhauses. Verlag Englert & Schlosser, 1922.
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